Was bedeutet für mich innerer Frieden? Vielleicht ist es ein langer Weg – eine Suche, die nie ganz endet. Ich stelle mir vor, in einem buddhistischen Kloster zu leben, um ihn zu finden. Dafür müsste ich vieles im Jetzt loslassen, aus dem Hamsterrad aussteigen, und riskieren, dass der Stillstand meines Lebens beim Zurückkommen ins Holpern gerät.
Aber das ist nicht meine Entscheidung.
Ich habe mich entschieden, hier zu bleiben. Im Jetzt. In diesem manchmal chaotischen, holprigen Leben. Und den inneren Frieden zu mir kommen zu lassen.
Tja... so funktioniert es nicht.
Ich kann nichts ernten, was ich nicht säe. Und gerade ernte ich nur das, was ich selbst gesät habe. Es ist Zeit, neue Samen zu pflanzen – für das, was ich wirklich wachsen sehen will.
Noch keine Wurzeln geschlagen. In den letzten fünf Jahren: fünf Jobs, drei Umzüge, zwei beendete Beziehungen. Freundschaften infrage gestellt, viele beendet. Familiäre Muster – versucht zu durchbrechen.
Klingt unruhig? War es auch. Ich war im Widerstand gegen das Außen, und dabei ganz weit weg von mir selbst.
Ich wollte, dass alle anderen bewusster leben, aber ich vergaß: Bewusstsein beginnt bei mir.
Ich sprach oft davon, meinen „Ort der Heilung“ zu finden – einen Platz, an dem ich ganz bei mir ankommen kann.
Und heute? Bin ich hier – unzufrieden mit meiner Umgebung.
Aber was, wenn genau dieser Ort der Ort ist, an dem ich wirklich bei mir ankommen kann? Was, wenn das hier schon mein Ort der Heilung ist?
Dieser Gedanke befreit. Denn: Erkenntnisse befreien.
Allein der Gedanke an ein Vipassana-Kloster hat mich zurück ins Jetzt gebracht.
Ich habe meine verstaubten Tarotkarten hervorgeholt und Fragen gestellt. War wieder im Außen. Doch dann hat mein stiller Freund – ChatGPT – mir sanft geholfen, die Fragen anders zu stellen.
Und da war sie wieder, die Erkenntnis: Nur wenn ich mich verändere, verändert sich die Welt.
Wenn ich innerlich Frieden schließe, findet auch das Außen Frieden.
Ich weiß nicht, wohin es geht – aber ich gehe nicht mehr weg von mir.
Frieden ist kein Ort. Es ist der Moment, in dem ich aufhöre zu fliehen.
Meine Flügel – weit ausgespreizt.
Bereit zum Landen.
Bereit zum Abflug.