Fast ein Jahr ist es her, dass ich den Film The Arrival im Kino gesehen habe.
Man mag über den Film sagen, was man will – ist ja letztlich Geschmackssache. Mir hat er sehr gut gefallen, was hier aber nicht das Thema dieses Beitrages sein soll.
Gegen Ende des Films und auf der Rückfahrt nach Hause bin ich richtig ins Grübeln gekommen. Ich weiß nicht genau wieso, aber nach diesem Film hat sich mir eine ganz bestimmte Frage aufgedrängt und seit dem verlässt sie auch nicht mehr meinen Kopf, sondern kehrt immer mal wieder.
Zeit meines Lebens
Meine persönliche Frage war: „Wie viel Zeit meines Lebens habe ich bisher mit negativen Gedanken, Sorgen, Ängsten, Selbstzweifeln, Mangel- oder Defizitdenken und mit Hinterfragen verbracht und wie viel Zeit meines Lebens habe ich mich negativen Erfahrungen hingegeben?“
Ich finde das ist keine einfache Frage, wenn man sich ihr ehrlich stellt. Also habe ich ein bisschen gerechnet.
Natürlich habe ich geschätzt und sowas wie Schlaf ausgerechnet. Aber ich kenne mich selbst gut genug und glaube, dass meine Schätzung durchaus nicht übertrieben ist:
4,37 Jahre meines Lebens.
Alter (sorry, mein "Ghetto"Slang kommt gerne durch, wenns heftig wird), ernsthaft?
In diesem Zeitraum… da hätte ich geile Dinge machen können, da hätte ich weiß nicht was schaffen können. Aber stattdessen ging diese Lebenszeit für mindshit (sorry) drauf.
Das hatte definitiv einen wachrüttelnden Effekt! Neben der Frage begleitet mich jetzt viel bewusster die Entscheidung, was ich mit meiner Zeit nicht anstellen möchte. Nicht nur mit den Dingen, die ich tue, sondern auch in Bezug darauf, was sich in meinem Kopf abspielt.
Mein Wochenimpuls für die kommende Woche ist,
Sich genau diese Frage zu stellen und sie mit persönlich passendem Inhalt zu beenden (es folgen ein paar Beispiele):
Wie viel Zeit meines Lebens verbringe ich mit...
- Grübeln?
- Negativen Gedanken?
- Ängsten / Sorgen?
- Verdrängung?
- Gefühlen wie Traurigkeit oder Ärger?
- Unzufriedensein?
- meiner Opferhaltung?
- dem Abwarten darauf, bis mich jemand glücklich macht?
- dem Abwarten darauf, dass sich etwas verändert oder bessere Zeiten aufkommen?
- Gedanken daran, was ich nicht habe und was mir in meinem Leben fehlt?
- Gedanken daran, was ich gerne hätte und was ich mir wünsche, ohne aktiv etwas dafür zu tun?
- Sinnfragen?
- Menschen, die mir nicht gut tun / die keinen guten Einfluss auf mich haben / die mir nicht wirklich viel bedeuten?
- Tätigkeiten oder Dingen, die mich oder andere nicht voranbringen und die ich eigentlich gar nicht dringend für meine Ziele oder in meinem Leben bräuchte?
- usw. ….
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