Für manche ist der Tod in jeglicher Form ein Tabu, etwas über das man nicht spricht. Für manche ist es ein Thema, voller Glauben und Hoffnung. Für manche ist es angehäufte, pure Panik.
Für mich ist es faszinierend, ein riesiger Gottesacker voller Fragen. Morbide Faszination ist etwas, dass häufig auf Unverständnis trifft. Aber für manche birgt sie eine melancholische Schönheit und hat man erst einmal seine Version entdeckt, lässt sie einen nicht mehr los.
Kinder des Zerfalls
Motten fliegen hin zum Licht, es gleist so wunderbar
Aus einem Kadaver der einst menschlich war
Die Haut spannt ledrig über bleichen Knochen
Von innen fühlt man unbändiges Leben pochen
Es wimmelt, kriecht und frisst
Von dem, das nicht mehr am Leben ist
Bleiche, weiche Körper, fett und wohl genährt
Sind Zeugen das nichts ewig währt
Im inneren des Rippenwalls
Wachsen sie, die Kinder des Zerfalls.
Es kommen kein Licht, kein Garten und keine Erlösung
Am Ende wartet nur Trauer und Verwesung