Als Angestellter in der Wein- und Spirituosenbranche konnte ich natürlich nicht umhin zu bemerken, dass in den letzten 5 bis 6 Jahren der Gin ein nie gekanntes Hoch erreicht hat. Jede Stadt, jede Region hat mindestens ein regionales Produkt. Es gibt viele subjektiv Gute aber auch welche die man sich hätte sparen können. Für mich privat hat sich der Knut Hansen Dry Gin (aus Hamburg) und der Duke (aus München) herauskristallisiert.
Aber wie das so ist, genug Gin & Tonic und man kommt auf blöde Gedanken. Also was könnte wohl nach dem Gin der nächste große Trend werden? Whisky hat nie aufgehört aktuell zu sein. Whisky ist allerdings nicht so einfach herzustellen wie Gin, Rum war nie wirklich richtig im Trend, allerdings immer groß im Schatten des Single Malts. Grappa? Naja der war im Trend als ein Italienurlaub noch was Besonderes war. Und dann traf es mich wie eine Alkoholvergiftung, was passiert eigentlich mit den ganzen kleinen Gindestillen? Ich hatte ja schon die ausreichende Menge an Gin & Tonic erwähnt …
Nach dem dieses Mal wieder der Knut Hansen dran war, erwischt es leider die Hamburger Jungs. Hier meine Vorschläge für die Zeit nach dem Gin:
Hanseatic Slow Food, Gourmet-Krabbenbrötchen und -Labskaus …
Oder aber Kosmetik, die Branche wurde schon viel zulange von Großkonzernen wie L'Oréal und Co. dominiert, es wird Zeit den Puder mit etwas Lokalpatriotismus aufzumischen!
Falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt:
Nur guter Gin bringt mich auf blöde Gedanken!