Der Schatten
Jeder zeichnet dieses Ebenbild
Wie ein bezeichnend Schild
Jeder kann sich in ihm wieder kennen
Und doch wird es niemand ähnlich nennen
Brennt das lodernd Taggestirn
Zwingt Schweißes Perlen auf die Stirn
Ist doch der Schatten dort, der stete Begleiter
Ist gütig, gibt sich an den Nächsten weiter
Des Menschen Natur mag grausam sein
Die Natur, die ihn umgibt, ist rein
Jeder seinen Schatten spendet
Wie er sich auch dreht und wendet
Niemand entkommt dem schwarzen Ebenbild
Ist das Geschehen auch noch so rau und wild
Der Schatten ruht auf allen Dingen
Und wird alles fortgetragen von schwarzen Schwingen
Wird ihr Schatten auf Erden
Doch das letzte sein, das wir sehen werden
(Foto mit meiner Sony Alpha 6000)