Zum Großteil haben sich hier Menschen hart über seine Arroganz aufgeregt. Aber weniger gegenüber dieser speziellen Dame.
Viel mehr geht es darum, was seine Aussage impliziert, nicht, ob das auf diese Dame zutrifft.
Er sagt, "Wer was ordentliches lernt, braucht keine drei Minijobs" und beweist damit, wie weit er leider Gottes an der Gesellschaft vorbeilebt (wie das passieren kann, hast du ja oben nett beschrieben).
Anstatt einem seit Jahren immer größer werdendem Problem entgegenzuwirken, arbeitet er schön weiter an einer gesellschaftlichen Entwicklung die uns noch in die Knie zwingen wird.
Aus der Ansicht die Herr Tauber hier propagiert, wurde der Drang in einer verwirrten Generation geschürt, studieren zu müssen. Weil jeder eben glaubt, er müsste was vernünftiges lernen, Manager werden. Weil er sonst ja kein Geld verdienen kann. Mal abgesehen davon dass sich heute jeder Spacko zum Manager berufen fühlt weil den Menschen viel zu oft gesagt sind wie einzigartig und großartig sie sind. Diese Arrogaz die du beschreibst bei den "Gender Tussen" resultiert übrigens aus der selben Verblendung: Studium = Job, also Studium = Gut, also Ich = Gut wenn ich studiere.
Wir verlieren also die Menschen die unser Brot backen, uns an der Kasse bedienen (oder sogar beraten können!), uns im Callcenter empfangen und mir meine Pakete liefern. Weil eben niemand mehr in einem "normalen Beruf" arbeiten kann, ohne am Existenzminimum zu leben. Die Menschen verdienen schlichtweg einfach zu wenig - sie nehmen zusätzliche Jobs an. Dazu zählen auch Krankenschwestern, Erzieherinnen, Pfleger usw.
Ist es also wirklich hinzunehmen, dass ein Mann propagiert dass es "unvernünftige" Berufe / Jobs gibt? Schafft das nicht ein völlig falsches Bild und verweigert er hier nicht einfach die Realität mit seiner Behauptung? Ist es hinzunehmen, dass Menschen die (im Vergleich zu Herrn Tauber im Übrigen!!) einen Beruf lernen der - in was auch immer für einer Form - der Gesellschaft einen Mehrwert bieten davon nicht leben können während wir uns als Sozialstaat bezeichnen? Ich finde nicht.
Ich bin selber überhaupt nicht betroffen und wäre es auch nicht, wenn ich Pfleger wäre. Ein Idiot der irgendwas von sich gibt.
Die Empörung über eine solch arrogante Aussage kann ich aber sehr wohl verstehen. Erst Recht wenn man so'n verkackter Streber ist der irgendwann mal BWL studiert hat und sich 'n Pulli über'n Rücken hängt um dann auf Staatskosten Bullshit von sich zu geben.
RE: Peter