Ein seltsamer Name für einen Pilz.
Doch wenn man sich diesen Kuhmaul-Pilz näher anschaut stellt man fest das dieser eine ähnliche Eigenschaft hat wie das Maul einer Kuh. Wer einer Kuh schon mal die Hand entgegen gestreckt hat um sie am Maul zu streicheln, wird sicher festgestellt haben das dies eine schleimige Angelegenheit sein kann. So ist auch der Hut des Kuhmaul-Pilzes nicht nur schleimig, sondern erinnert mit seiner Farbe auch an ein Kuhmaul. Daher dürfte sich wohl der Name im Volksmund für diesen Pilz entwickelt haben.
Er trägt auch weitere Namen wie, "Großer Gelbfuß", "Großer Schmierling", "Großer Keilpilz", "Großer Schleimpilz", "Rotzer", "Rotznase" oder "Schafsnase".
Für uns ist der Kuhmaul-Pilz durch seine Merkmale ein Pilz, der genau so eindeutig und einfach bestimmt werden kann wie der Fliegenpilz. Im jungen Alter spannt sich die Schleimschicht vom Stiel über die Lamellen zum Hutrand und umhüllt den kompletten Hut. Bei älteren Exemplaren ist die Schleimschicht zwischen Stiel und Hutrand gerissen und verbleibt nur noch auf dem Hut des Pilzes. Am Stielgrund ist er gelb, was ihm wohl auch zu dem Namen "Großer Gelbfuß" verholfen haben durfte.
Hier sehen wir sehr schön den gelben Fuß und die Schleimschicht vom Stiel über die Lamellen zum Hutrand.
Von den Lamellen des Kuhmauls habe ich jetzt leider keine Aufnahme parat aber ihr könnt euch diese auch hier anschauen. Das schöne an diesem Pilz ist, dass alle Verwechslungpartner des Kuhmauls essbar sind. Allerdings ist unserer Meinung nach nur der Rosenroter Gelbfuß ein annährend ähnlicher Pilz. Aber sowas liegt ja sprichwörtlich im Auge des Betrachters.
Weitere Verwechslungspartner sind:
- Gefleckter Gelbfuß
- Gelbgestiefelter Schleimkopf
- Kupferroter Gelbfuß
- Aprikosen Gelbfuß
- Filziger Gelbfuß
Geschmalcklich können wir zu dem Kuhmaul nicht viel sagen da wir ihn meist nur vereinzelt finden und mit anderen Pilzen als Mischpilzpfanne zubereiten. So schmeckt er halt wie ein Pilz so schmeckt, nach Pilz 😁
Hier sehen wir sehr schön wie sich die Schleimschicht vom Stiel über den Hut spannt.
Weitere Besonderheiten sind laut 123pilze.de folgende:
Zieht man die Huthaut nicht ab und legt diesen Pilz im Korb neben Pfifferlinge, so werden die Berührungsstellen bei einigen Pfifferlingsarten schwarz! Diese Oxidation ist zwar nicht giftig, aber optisch sehen schwarze Pfifferlinge nicht appetitlich aus! Deshalb Tipp! Huthaut schon im Wald abziehen!
Diese Erfahrung können wir bestätigen und darüber hinaus passiert das auch wenn man die Huthaut abzieht, wie wir auf unserer letzten Pilztour feststellen durften. Vermutlich sind nach dem abziehen der Schleimschicht noch Rückstände da die zu der Oxidation führen.
Zum Schluß gibt es noch ein weiteres Bild des Kuhmauls damit ihr euch diesen Pilz aus verschiedenen Perspektiven verinnerlichen könnt 😉
Ach ja, man findet das Kuhmaul von Frühsommer bis Herbst in Nadelwäldern und auf saueren Böden. Falls man das erkennen kann ob der Boden jetzt sauer ist oder nicht 🤔
Wir hoffen die kleine Einführung zum Kuhmaul-Pilz hat euch gefallen und hat dem einen oder anderen diesen Pilz nun schmackhaft gemacht 😉
Schöne Grüße, Martin
Ich bin weil wir sind und wir sind weil ich bin