Mein Garten ist für mich Ruhepol und Herausforderung zugleich
So begreife ich Stück für Stück das leben in unserem Garten.
"Meine Überzeugung ist es, dass wir am besten handeln können wenn wir verstehen lernen".
Über das erlernte der Sonne, weis ich wo die Sonne am längsten scheint und wie die Verhältnisse sich das Jahr über verändern.
Danach richtet sich die Auswahl der Pflanzen und ihr Standort.
Die rote Wegschnecke ist im Zentrum des Gartens selten anzutreffen, am Grundstückrand mehr. Anscheinend mag sie das hohe Gras, deshalb halten wir die Wiese um unsere Beete eher kurz und sauber, das mag sie wohl nicht.
Mauereidechsen sonnen sich auf den Sandsteinen und huschen meist in die nächste Mauerspalte wenn man ihnen zu nahe kommt. Selten ist man mit der Kamera schnell genug um die kleinen Echsen einzufangen. Auf ihrem Speiseplan stehen Ameisen, Heuschrecken, Schnecken, Schmetterlinge, Regenwürmer und Spinnen. Mauereidechsen gehören zu den geschützten Arten.
Auch die Blindschleiche ist in unserem Garten heimisch. Ihr Speiseplan ist der der Mauereidechse weitgehend ähnlich und auch sie zählt zu den geschützten Arten.
Der Feuersalamander ist in unserem Garten ebenfalls anzutreffen.
Auf seinem Speiseplan stehen verschiedene Schneckenarten, Regenwürmer und Insekten. Er ist nachtaktiv und bis her hatten wir noch nicht das Glück ihn mit der Kamera einzufangen. Dieser kleine Freund gehört auch zu den geschützten Arten.
Vielleicht sind sie der Grund, weshalb sich die Nacktschnecke in unserem Garten nicht so wohl fühlt.
Unser Garten wächst „langsam“ aber „stetig“ und das ist gut so. Er soll für uns die benötigte Lebensmittel produzieren, aber für die dort beheimateten Tiere Lebensraum bleiben.
Mit unserem tun verändern wir das natürliche Ökosystem, weil wir Raum beanspruchen den andere für sich eingenommen hatten. Das eine schlisst jedoch das andere nicht aus.
Indem wir verstehen wie unser Umfeld sich gestaltet, sind wir in der Lage, Freiräume zu schaffen um die Vielfalt zu erhalten die uns umgibt. Dabei muss die Schönheit eines Gartens nicht leiden, den die Fantasie kennt keine Grenzen.
Ingrid
Ich bin weil wir sind und wir sind weil ich bin