Erst der Strom dann der PC
Hallo aus Uruguay,
was ist man doch so abhängig von Allem und wie schnell kann es gehen, dass man eine Menge Arbeit bekommt mit der man nicht im Entferntesten gerechnet hat.
Vor 2 Tagen fing unser Wetter an schlechter zu werden was ja eigentlich nichts schlimmes ist. Es war auch nicht wirklich schlecht, es fing nur an zu winden und etwas zu regnen. Darum macht ich mir auch keine Sorgen und saß gemütcih am Abend vor meinem PC und schaute mir auf YouTube ein Video an.
Irgendwie bin ich aber dabei eingenickt.
Mit vollem Bauch soll man halt keine Filme sehen.
Wach wurde ich plötzlich, weil Alles ruhig war. Kein PC lief mehr und alles war um mich herum dunkel.
Das war der erste Blackout. Der Strom war weg.
Nun auch das ist in Uruguay nicht Unnormales. Damit kann man leben. Also Handytaschenlampe an, die andere Taschenlampe geholt und die Batterie betriebene Notbeleuchtung installiert.
Ein Gang nach draußen auf die Strasse zeigte mir, dass es einen weitläufigen Ausfall gegeben hat. Darum konnte ich mir fast sicher sein, dass es nicht so superlange dauert bis wir wieder Saft haben.
Trotzdem, sicher ist sicher, habe ich den Stromausfall reklamiert.
Schon ca. 15 Minuten nach der Reklamation gegen 23 Uhr, ich war echt baff, da kam der Strom schon wieder. So hat dieser Blackout nicht mal ne Stunde angehalten. Ein super Leistung von unserem staatlichen Anbieter UTE.
Da ich mir nicht sicher war, dass der Strom auch bleibt, habe ich erst einmal die Gelegenheit genutzt und mich frisch geduscht.
Ohne Strom geht das nämlich nicht, da ich einen Teifbrunnen habe und dessen Pumpe natürlich mit Strom betrieben wird.
Nach dem Duschen setzte ich mich nochmals an den PC und drückte den Stratknopf.
Er lief auch an, doch dann, was war das? Es kam kein Betriebssystem mehr. Er fand offensichtlich keine Bootpartition.
Was ne sorry Sch....! Was war da nun los?
Nochmals neu gestartet, wieder nichts. Und nochmals, wieder nichts.
Das war nun der zweite Blackout.
Ich gin in den Textmodus, die Festplatte war da. Im Bios angemeldet, ich konnte darauf zugeifen mich sagar anmelden, doch starten wollte der PC nicht mehr.
Gerade wo ich alles so schön eingerichtet hatte und alles so super lief.
Nun denn, erst einmal schlafen.
Es war keine gute Nacht!
Dann gestern Morgen, ich probierte es nochmals, ohne Ergebnis.
Was sagt uns das?
Neuinstallation!
Gesagt getan, dabei habe ich dann gestern erst einmal meinen Arbeitsplatz aufgeräumt und sauber gemacht. Das heißt, alles abgebaut, die Monitore sauber gemacht, den PC sauber gemacht, den Schreibtisch auseinander gebaut und weggestellt, damit ich an den drunter liegenden Teppich kam. Diesen wollte ich auswechseln weil er alt, staubig und zerschlissen war. Als Ersatz habe ich mir einen aus Gummi zugelegt, den man leichter reinigen kann wenn ein Hundeunglück passiert, bei Welpen geht das bekanntlich mitunter sehr schnell.
Nun das ging alles gut und schnell vonstatten.
Alles wieder zusammengebaut, neue SSD Festplatte in den PC eingebaut und über mein Laptop die neuste Kubuntu Version 18.04.3 runter geladen und auf DVD gebrannt.
Dann habe ich diese installiert.
Doch was ist das? Die wichtigsten Programme waren nicht mehr zu finden. Der Thunderbird ist aus Kubuntu raus geflogen. Zumindest hat meine Installation diesen nicht mehr gefunden. Das ist ein NO GO für mich. Meine ganze Email Kommunikation läuft über diesen Thunderbird.
Dazu muss man sagen, dass Canoncial der Hersteller von Ubuntu, also die Unterplattform für Kubuntu, kein reines Linux mehr anbietet. Es ist mittlerweile fast genauso schlecht wie Windows. Hat wahrscheinlich auch Kanäle eingebaut die uns
auspionieren können und Daten an die NSA usw. senden.
Nun, es gibt ja noch andere Anbieter für Linux.
Fedora zum Beispiel.
Nun habe ich Fedora 30 laufen.
Es ist aber mal wieder eine Umstellung, denn die Befehle sind anders und statt einem DEP zum istallieren bekommt man ein RPM und die haben auch wieder nicht alle Programme auf die ich Wert lege.
Vielleicht installiere ich doch noch was Anderes. Linux Mint zum Beispiel.
Auf alle Fälle, ich habe ein Menge Arbeit mit der ich nicht gerechnet habe und auf die ich getrost verzichten könnte.
Daran sieht man mal wieder wie abhängig wir von dieser, ich sag mal alten Technologie sind.
Noch funktioniert mein PC nicht so wie ich es gewohnt bin.
Zumindest aber kann ich über den Thunderbird wieder meine Emails bearbeiten. Obwohl ich auch da tricksen musste, weil der In Fedora eingebaute Thinderbird 68 mit meiner vorher genutzen 60.9 Version nichts anzufangen weiß. Hier half mir nur die alte Version als Zip runter zu laden und manuel zu starten.
Das sind halt die Probleme mit denen die Windowsuser nicht klar kommen. Denn Windows, wennes mal läuft, dann läuft es, bis zum Überlaufen nach ein paar Monaten.
Nun ja es wird mir also im Moment und die nächsten Tage und Wochen nicht gerade langweilig werden, denke ich mal.
Bis alles wieder zu meiner Zufreidenheit läuft, das wird noch etwas dauern.
Aber ich werde es lösen.
In diesem Sinn,
liebe Grüße aus Uruguay
Peter