In meiner Freizeit gehe ich ja so allerlei verschiedenen Hobbys nach. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir bei Ebay einen ganzen Packen alter Feldpostbriefe aus dem ersten Weltkrieg ersteigert. Mich hat vor allem greizt das die Briefe zum größten Teil noch in Sütterlin geschrieben wurden.
Seit dem ich die Briefe habe, nehme ich mir ab und zu einen heraus und übersetze ihn. Wie in einer kleinen Zeitmaschine kann ich dann lesen was die Menschen damals in dieser schweren Zeit beschäftigt hat. Ich konnte so schon einiges über den Empfänger der Briefe herausfinden. Ich weiss den Namen des Soldaten und in welchem Regiment er gedient hat, wie oft er verletzt wurde und in welchen Lazaretten er lag.
In ein paar wenigen der Briefe fand ich darüber hinaus auch noch kleine Extras. Das hat mich am meisten gefreut.
In einem der Briefe befand sich zum Beispiel eine gepresste Margerite. Hundert Jahre lang, lag sie zusammen mit dem Brief in ihrem Umschlag. Auf dem Papier des Briefes kann man sogar noch den Abdruck der Blume sehen.
Für mich einfach toll sowas heute in den Händen zu halten. Ich werde den Brief und die Margerite aufbewahren und in Ehren halten. Was die Verfasserin der Briefes sich wohl gedacht hätte, wenn sie gewusst hätte das ihr Brief und die Blume nach 100 Jahren, in digitaler Form wieder ans Licht kommen?