Das schöne Herbstwetter gestern lud zu einem Spaziergang in den Stadtpark ein. Vor 155 Jahren wurde die Parkanlage errichtet. Der Stadtpark ist neben dem Volksgarten eine der ältesten Parkanlagen Wiens und gleichzeitig auch die größte Grünanlage im Zentrum der Stadt.
Wienfluss-Promendade
Die schönste Annäherung an den Park führt über eine der beiden Promenaden, die entlang des Wienfluss-Ufers angelegt sind. Von der U-Bahnstation Sadtpark kommend, passiert man das Wienfluss-Portal, das 1906 im Jugendstil errichtet wurde.
Der Wienfluss (die Wien) entspringt im westlichen Wienerwald und mündet in den Donaukanal. In den 1890er Jahren wurde der Fluss reguliert, nachdem er zwei Jahrzehnte zuvor katastrophale Überschwemmungen verursacht hatte.
Der Stadtpark
Die Wien über den Stadtparksteg überquert und schon befindet man sich in einer Grünoase inmitten der Großstadt. Hier trifft man Jung und Alt, Einheimische und Touristen, Studenten und Werktätige, die ihre Mittagspause auf einer Parkbank genießen.
An nahezu jeder Ecke stößt man auf ein Denkmal oder eine Skulptur. Musiker wie Franz Schubert, Robert Stolz, Franz Lehar oder Anton Bruckner sind hier ebenso verewigt wie der Maler Hans Markart oder der Bürgermeister Andreas Zelinka, unter dessen Ägide der Stadtpark angelegt wurde.
Ein vor allem bei japanischen Touristen äußerst beliebtes Fotomotiv ist die vergoldete Bronzestatue des "Walzerkönigs" Johann Strauss (Sohn).
Der im englischen Landschaftsstil angelegte Park erstreckt sich vom Parkring des 1. Bezirks bis zum Heumarkt im 3. Bezirk. Der Wienfluss trennt den Stadtpark in zwei
Das Gebäude der Meierei am Wienfluss wurde 1903 als Milchtrinkhalle eröffnet. Heute befindet sich darin eine Dependance des Haubenlokals Steirereck.
Einer der sechs Brunnen im Stadtpark ist der Donauweibchenbrunnen. Der Sage nach half das Donauweibchen notleidenden Fischern oder warnte sie vor dem Hochwasser der Donau.
Nach einer ausführlichen Runde bei Sonnenschein, aber bereits herbstlichen Temperaturen, geht es wieder zurück Richtung U-Bahn.
Bei dem architektonisch wenig ansprechenden Gebäude im Hintergrund handelt es sich übrigens um das Hotel Intercontinental.