Hilfe schenken macht Freude. Wer kennt ihn nicht, den Adventskalender, der seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts - ursprünglich in christlich geprägten Haushalten - die Zeit bis zum Frohen Fest mit kleinen Aufmerksamkeiten verkürzen soll.
In unterschiedlichen Formen und Ausprägungen von liebevoll selbst Gebasteltem bis zum industriell hergestellten Schoko-Adventskalender erfreut er Jung und Alt.
Aber warum den Advent nicht einmal verkehrt herum denken? Die Initiative "Umgekehrter Adventskalender" von Streetlife erinnert daran, worum es (nicht nur) zu Weihnachten eigentlich gehen sollte: Liebe, sozialer Zusammenhalt und Nächstenliebe.
Und so funktioniert es: Ab 1. Dezember wird jeden Tag eine Sachspende (haltbares Lebensmittel, Hygieneartikel, Haube, Socken usw.) in einen Karton oder eine Kiste gepackt . Am 24. Dezember wird dann die gefüllte Box bei einer Annahmestelle oder Institution, die man unterstützen möchte, abgegeben. Aber auch dem "Augustin"-Verkäufer kann man damit zu Weihnachten Freude schenken.
Die Kontaktadressen von Annahmestellen (Caritas, Neuner Haus, Volkshilfe, Diakonie, Nachtquartiere) im Raum Wien findet ihr hier.
Ich unterstütze die Aktion "umgekehrter Adventskalender", da sie auf Bereiche des gesellschaftlichen Lebens aufmerksam macht, die im Alltag nur allzu gerne ausblendet werden: Armut und Obdachlosigkeit.
Es gibt inzwischen immer mehr Adventkalender der anderen Art. Einer davon ist der Adventskalender Nachhaltige Entwicklung 2017, bei dem bis zum 24. Dezember innovative Projekte und konkrete Initiativen zur Förderung verantwortungsvollen Wirtschaftens und Handelns vorgestellt werden.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine besinnliche Adventszeit!