Es ist einem Menschen nicht möglich nicht zu kommunizieren, wenn er Kontakt zu anderen Menschen hat!
Selbst wenn er schweigt drückt er damit eine gewisse Haltung aus. Die Stimmfarbe, die Gestik, die Mimik und die Wortwahl sind die Steuerungsmittel, denen sich der Kommunizierende bedient, um seine Botschaft kund zu tun. Dennoch kommt es häufig zu Missverständnissen bei der Kommunikation von scheinbar klaren Botschaften.
Doch wie im oben gezeigten Schaubild, wird deutlich, dass die eigentlich Nachricht des Senders über mehrere "Filter" zum Empfänger gelangt und die Nachricht demnach, völlig anders aufgefasst werden kann, als sie intendiert war.
Die Selbstkundgabe des Senders, der durch die Nachricht eine Absicht offenbart und demnach Rückschlüsse auf seinen Charakter möglich macht, sorgt beim Empfänger für Überlegungen darüber wie der Sender einzuordnen ist, welche aber nicht zwingend der Realität entsprechen.
Die Sachebene meint die objektive Faktenlage hinter der Aussage und die neutrale Aussage als solche, die leider selten als Hauptmerkmal für die Auffassung des Empfängers dient, sondern als Transportmedium dient.
Betrachtet man die Beziehungsseite, muss deutlich werden, dass diese eine wesentliche Rolle spielt, da die Beziehung zwischen Sender und Empfänger hinter jeder Aussage eine gewisse vom Empfänger interpretierte Aussageabsicht vermuten lässt und je nach Zustand der Beziehung zu Missverständnissen führen kann.
Missverständnisse können aber auch durch die Appelseite vorkommen. Weist ein Beifahrer den Fahrer auf eine rote Ampel hin und möchte damit nur einen aufmerksamen Tipp zur Beteiligung an der gemeinsamen Fahrt leisten, kann der Fahrer dies als Appell zur aufmerksameren Betrachtung der Umgebung auffassen und demnach Kritik wahrnehmen.
Diese vier "Filter" beeinflussen in individuellem Maße die Wahrnehmung des Gesagten. Ist man sich dieser Tatsache bewusst kann man, durch bewusstes Lenken seiner Aussagen und Überlegung zur möglichen Auffassung des Empfängers, seine geplante Absicht durch die Aussage besser erwirken.
Wer sich der Macht der Worte bewusst ist und das Kommunikationsmodell beherrscht kann durch Rhetorik bewusste Implikationen und Assoziationen beim Empfänger erzeugen und seine Ziele erreichen. Je mehr Zwischenstationen von Sender zum Endempfänger existieren, um so mehr wird eine Botschaft verfälscht. Ein Beispiel dafür ist die Verbreitung von Gerüchten oder die Veränderung des Kontextes.