Servus liebe Steemians!
Vor einiger Zeit brach ich in den frühen Morgenstunden auf, um pünktlich zu Mittagszeit den Gipfel des Großen Priel (2.515 m) zu erreichen. Der Wecker läutete mich um halb 5 Uhr Früh aus den Federn und ich machte mich auf den Weg nach Hinterstoder, wo ich mein Auto parkte und pünktlich um 6 Uhr Morgens meine Wanderung begann. Der Weg führte mich zunächst am „Schiederweiher“ vorbei, wo ich zufällig diese märchenhafte Morgenstimmung vorfand.
Die Sonne stieg gerade vom Nebel auf und tauchte die Berggipfel hinter dem Schiederweiher in prächtige Rottöne.
Der Schiederweiher ist ein künstlich angelegter Teich, der äußerst streng unter Naturschutz steht. Der Weiher wurde bereits im Jahre 1897 vom k.u.k. Hofbaumeister Johann Schieder errichtet und ist seither ein beliebter Ausflugsort von Erholungssuchenden. Das rauschen des Weihers und die frische Bergluft, machen einen Besuch zum wahren Naturerlebnis.
Mein Weg führte mich weiter über eine Forststraße bis ans Ende des Tals, wo ich den Aufstieg zum Prielschutzhaus vornahm. Zwischenzeitlich kam ich noch an einer Weide vorbei, wo ein Esel gerade die ersten wärmenden Sonnenstrahlen genoss. Bis zum Prielschutzhaus dauert der Aufstieg rund 1,5 Stunden. Bei der Hütte angekommen, stärkte ich mich mit einem frischen Getränk und ging anschließend weiter auf mein Tagesziel den Großen Priel.
Der Große Priel ist mit 2.514 Höhenmeter Oberösterreichs zweithöchster Berg nach dem hohen Dachstein (2.995 m). Viele sehen den Priel allerdings als Oberösterreichs höchsten Gipfel an, da er im Gegensatz zum Dachstein zur Gänze auf oberösterreichischen Boden steht. Der Dachstein hingegen steht mit seinem südlichen Fuß in der Steiermark. Der Weg gestaltete sich nicht allzu schwer, nur zwischendurch muss man kurz in eine gesicherte Kletterpassage einsteigen. Nach 2,5 Stunden war ich am Gipfelkreuz angekommen und genoss zur Mittagszeit einen traumhaften Ausblick über das sogenannte Tote Gebirge. Für den Aufstieg mit ca. 1.900 Höhenmeter benötigte ich rund 4 Stunden.
Der traumhafte Ausblick und die angenehmen spätsommerlichen Temperaturen luden zum längeren Verweilen ein, doch irgendwann musste ich doch wieder den Abstieg antreten. Ich ging über den Grat zurück zur Abzweigung Richtung Prielschutzhaus und gönnte mir dort ein deftiges Mittagessen und ein auffrischendes Weißbier. Den Großen Priel habe ich einige Wochen zuvor bereits erklommen, allerdings war mir damals die Aussicht aufgrund des schlechten Wetters verwehrt. Umso glücklicher war ich an diesem Tag, dass ich ein traumhaftes Kaiserwetter erwischte. Die Mission Großer Priel mit Aussicht wurde also beim zweiten Versuch gemeistert.
Am Weg zurück zum Auto kam ich unten natürlich wieder beim Schiederweiher vorbei. Ich legte mich auf eine Sitzbank und machte ein kleines Nickerchen bis die Sonnenstrahlen hinter den großen Gipfeln verschwanden. Für die Tour war ich beinahe den ganzen Tag auf den Beinen. Doch die sportliche Challenge machte mir extrem Spaß und der Genussfaktor in dieser wunderschönen Naturlandschaft trug natürlich seines dazu bei. Für den Rückweg vom Gipfel zum Parkplatz benötigte ich gut 3 Stunden.
Eines habe ich an diesem Tag wieder gelernt: Früh aufstehen kann sich oftmals lohnen. Ich hoffe euch hat mein Beitrag vom Großen Priel gefallen und ihr seid auch bei der nächsten Tour wieder mit dabei.
Liebe Grüße, Lukas!
Die Fotos wurden alle von mir selbst aufgenommen und werden durch Anklicken in Großformat angezeigt