Daneben kritisierte der Wissenschaftler „Vorzeige-Grüne“ wie Daniel Cohn-Bendit, der „damals öffentlich von Sex mit Kindern, von seinen Fantasien, wenn eine Fünfjährige ihn ausziehe“ erzählt habe. Cohn-Bendit habe das in einer Talkshow als „erotisch-manisches Spiel“ bezeichnet, und niemand habe ihm widersprochen.
Sinneswandel kam erst mit Feministinnen und Homosexuellen
Klecha und der Göttinger Parteienforscher Franz Walter haben in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Montag einen Zwischenbericht zu ihren Forschungen veröffentlicht. Demzufolge hatten sich die Grünen in ihrem ersten Grundsatzprogramm aus dem Jahr 1980 für eine weitgehende Legalisierung sexueller Beziehungen von Erwachsenen mit Kindern und Schutzbefohlenen ausgesprochen. Außerdem machte sich nicht nur der Landesverband in Nordrhein-Westfalen dafür stark, Pädophilie aus dem Sexualstrafrecht zu streichen. Entsprechende Beschlüsse gab es den Forschern zufolge auch in Rheinland-Pfalz, Bremen, Hamburg und Berlin.
Einen allmählichen Sinneswandel habe es bei den Grünen sei erst nach 1985 gegeben, als sich zunehmend Feministinnen wie Alice Schwarzer und Homosexuelle gegen Pädophilie aussprachen. Formell aufgehoben worden sei die Forderung nach einer Legalisierung erst 1993 während des Zusammenschlusses der Grünen mit dem ostdeutschen Bündnis 90.
Führende Grüne wie Parteichefin Claudia Roth begrüßten die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse. Es gehe bei diesem Thema nicht um Wahlkampf, „sondern um die ernsthafte Aufarbeitung“ des Wirkens von Pädophilie-Aktivisten in den 70er- und 80er-Jahren, sagte Roth der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag. „Die Aufarbeitung dieser fehlgeleiteten Debatten und gefährlich falschen Beschlüsse und Aktivitäten tut dringend Not und es geht dabei um eine bedrückende Vergangenheit, der wir uns alle stellen
Müssen!!!
Hätte ich mal diesen Post vor 2 Wochen gemacht!