Wenn es darum geht organisierte Kriminalität zu bekämpfen ist die Handy-Ortung und Funkzellenabfrage wahrscheinlich schon länger ein Ass im Ärmel auch von deutschen Ermittlungsbehörden, in den USA gibt es da ja schon lange ganz andere Systeme wo tatsächlich alles (inklusive sozialer Medien etc) in polizeilichen Lagezentren zusammenfließt und Polizisten schon auf dem Weg zum Tatort innerhalb von Minuten informiert werden was da abgeht.
Aber mittlerweile finden sich auch immer mehr deutsche Behörden im Neuland zurecht und machen Gebrauch von den Möglichkeiten die so ein Smartphone am Verdächtigen alles bietet.
Eine Anfrage der Linksfraktion ergab folgende Antwort der Regierung:
Der Verfassungsschutz hat i. d. zweiten Jahreshälfte 2017 insgesamt circa 180.000 stille SMS Versand um den Aufenthaltsort von „Kunden“ festzustellen. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 144.000 SMS. Auch das BKA kann mit 22.000 im Gegensatz zu 17.000 davor einen starken Zuwachs verzeichnen.
Die sogenannte Funkzellenabfrage, bei der gleich alle Nummern die sich gerade in einer Zelle aufhalten gesammelt und ausgewertet werden macht den Zuwachs noch deutlicher: Im vorgenannten Zeitraum waren es 376, das Jahr zuvor genau eine (!).
Ich denke man wird sich solch einer Überwachung in Zukunft nicht mehr entziehen können, Deutschland legt in der Hinsicht ja gerade erst los. Man sollte sich zumindest darüber bewusst sein.