Es gibt diese Zeiten, vielleicht kennen die meisten unter euch sie auch, da läuft es einfach grundsätzlich mehr als beschissen.
Ich fühle mich zur Zeit als würde ich einen Rucksack mit Steinen tragen, der mich in die Knie zwängt und sobald ich langsam wieder zum Stehen komme, werden weitere Steine darauf geladen.
So habe ich mich exakt heute an dem Punkt gefunden, als der Rucksack mich nicht nur in die Knie drückte sondern ich mit dem Rucksack gefallen bin und alle Steine mir auf meinen Schädel donnerten.
Der Druck war so stark, ich konnte es nicht mehr aushalten und auch selbst nicht mehr aufstehen.
Um es kurz anzureißen, sowohl im Beruf als auch in der Partnerschaft und bezüglich meiner Wohnsituation haben sich alle Sicherheiten für mich erstmal in Luft aufgelöst, aber gut man hält ja durch.
Die Maus
Dann kam die Maus…
Letzte Nacht in Sorgen versunken gelang es mir dann doch einzuschlafen ganz nach dem Motto: eins nach dem anderen, irgendwie geht der Tag schon rum und dann kannst du ja deine Freundinnen anrufen, ein gutes Hörbuch oder Musik streemen, die Zeit auf Steemit vertrödeln oder bei Netlflix was anschauen.
Tja ich muss noch dazu sagen, dass ich in einer Souterrain-Wohnung ohne jeglichen Handy-Empfang im absoluten Funkloch lebe, also ohne Festnetz und Wlan kann ich nicht mal einen Anruf oder eine WhatsApp auf die Schiene bringen…
So kam dann die Maus ins Spiel, die meine Katze nachts in die Wohnung brachte, natürlich Stolz wie Bolle. Er überschätzt leider weiterhin meine Fähigkeiten diese Beute dann selbst zu fangen und zu erlegen, sodass die Maus schnell unter den nächstbesten Schrank huschte.
Dort biss sie dann das DSL-Kabel und somit meine Kommunikationszentrale durch.
Ich kam heute nach der Arbeit, die mehr als beschissen läuft und mir (als 7. Person in Folge, die versucht die Anforderungen zu erfüllen) eventuell bald gekündigt wird, nachhause in die leere und problematische Wohnung da mein Partner sich völlig überraschend verabschiedet hat, und stelle fest, dass ich nun auch sonst von Zuhause keinen Kontakt aufnehmen und nichts wie gewohnt nutzen kann.
Fand dann auch schnell die tote Maus unterm Schrank neben dem durchgebissenen Kabel.
Ausgleich
Nun zum eigentlichen Punkt, ich war komplett über die Grenze des für mich an diesem Tag Ertragbaren angelangt, also ab nach draußen und meine Familie angerufen.
Einige seltsame Blicke erhascht von verwirrten Nachbarn, weil man heulend im Auto sitzt und telefoniert aber zack schon war die Familie natürlich da,
denn auf meine Eltern und meine Schwester ist wirklich immer verlass - sie sind mein Ausgleich, auch wenn alles aussichtslos erscheint, dann helfen sie mir auf und heben Stein für Stein beiseite, damit ich wieder auf stehen und mir den Rucksack für neue Steine aufziehen kann. Genau, wie ich es jederzeit für sie tun werde!
Der Vati hat das Kabel fix zusammen gezwirbelt, Mutti und Schwester die nötigen aufmunternden Worte und Vorschläge für die nächsten Tage unterbreitet und schwups, man kann wieder nach vorne schauen und weiter gehts…
Mein Rucksack sitzt also wieder, auch wenn ich zur Zeit nicht weiß wohin ich überhaupt mit dem Rucksack laufe, aber das findet sich hoffentlich bald wieder.
Jetzt fühle ich mich ganz befreit mir mal meinen Frust aus der Seele geschrieben zu haben! Danke für eure Aufmerksamkeit an diejenigen, die durchgehalten haben!
Zum #Mittwochsquickie, (den ich hier heute gnadenlos zum Auskotzen ausgenutzt habe) der von ins Leben gerufen wurde:
So läuft's:
-Sei ca. 10 Minuten kreativ
-zum jeweiligen Mittwochsquickie-Thema
-am besten spontan und unvoreingenommen
-unter dem #MittwochsQuickie
und dann...
-staune, wie bunt die Vielfalt der Beiträge geartet ist!
Thema diese Woche: Ausgleich!
Alles Liebe wünsche ich euch!
Eure Yaraha