Und das ist auch gut so.
Nicht aus Einsicht, sondern auf Druck, wie ich heute Mittag einer Radiomeldung entnahm. Wie auch immer dieser Druck aussah, er kam gerade noch zur rechten Zeit.
Ich bin nicht Mitglied irgendeiner Partei, allerdings nehme ich das Handeln und die Entscheidungen "unserer" politischen Akteure wahr. Nach meiner Beobachtung hat Martin Schulz zwar in der SPD einen riesigen Hype erfahren (100% Wahlergebnis zum Vorsitzenden), der sogar bis in Umfrageergebnissen sehr deutlich sichtbar wurde, dort jedoch nur relativ kurzzeitig.
Das ganze war zumindest SPD extern schlicht und einfach eine Blase. Herr Schulz hat viel angekündigt, konsequentes Verhalten verbal demonstriert, doch die Lieferungen blieben weitgehend aus.
Angekündigte strategische Entscheidungen, z. B. vor der Wahl und unmittelbar nach der Wahl, erwiesen sich als nicht belastbar. Gleiches gilt für seine Ankündigung Außenminister zu werden.
Der jetzige Rückzieher lässt mich aufatmen.
Man stelle sich diese eklatante Unstetigkeit als Außenminister vor. Wie viel Schadenspotential wohnt einem solchen Verhalten in der Verantwortung als Außenminister inne?
Ich mag es mir nicht vorstellen.
Natürlich steht Herr Schulz jetzt im Focus, aber was ist mit den Politikerinnen und Politikern, die zur SPD Parteispitze gezählt werden? Hat Herr Schulz seinen Anspruch auf das Außenministerium wirklich alleine entschieden? Kaum vorstellbar. Sollte tatsächlich ein derzeit erfolgreicher und solide agierender Außenminister aufgrund einer parteiinteren, personaltaktischen Strategie durch Herrn Schulz ersetzt werden.
Auch das mag ich mir nicht vorstellen.
Nun wird Herr Schulz wohl ein einfacher Abgeordneter werden. Das ist OK.
Vielleicht nicht unbedingt wünschenswert, aber OK.
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