Ich weiß es fehlt ein schönes Bild, aber wenn es um Begriffe geht ist ein Bild sehr verwirrend.
Seit Aristoteles wissen wir:
Die Bestandteile der klassischen logischen Elementlehre sind „der Begriff, das Urteil und der Schluß.
Das bedeutet, unser verstandesmäßiges Denken benötigt eindeutige Begriffe.
Das mit der Eindeutigkeit der Begriffe ist in unseren Tagen so eine Sache.
Wie gewinnt man brauchbare Begriffe?
nur durch Definition.
Das bedeutet also:
Logisches Denken erfordert eine klare Definition der Begriffe
Karl Steinbuch sagt dazu (1979):
“das rationale Wissen von unserer Welt kann man sich als ein zusammenhängendes Erklärungsgitter aus Begriffen und ihren Relationen vorstellen, das sich der Erfahrung immer besser anpasst“.
Das scheint in unserer Welt etwas aus den Fugen geraten zu sein.
Die Logik bildet die Grundlage für die Formen und Methoden des richtigen Denkens.
Das bedeutet - und man kann es nicht oft genug wiederholen - nicht „was“ gedacht werden soll, ist maßgebend, sondern „wie“ gedacht werden soll, ist Gegenstand der Logik.
Wie muss man denkend Schritt für Schritt voranschreiten, um zu richtigen, das bedeutet wahrheitsgemäßen Aussagen zu kommen?
Dies ist wichtig, um den Erkenntnisstand zu mehren.
Dieses Ziel wird jedoch in heutigen Zeiten erheblich vernachlässigt, indem nur vorgegeben wird, was gedacht werden soll.
Die Logik scheint der praktizierenden Wissenschaft - fast in allen Bereichen - abhanden gekommen zu sein.
Ständig wird versucht, diese systematisch durch Meinungsterror und Gehirnwäsche zu ersetzen.
Auch ist zu beanstanden,
dass selbst Begriffe bereits allgemein missbraucht werden, so dass auch die Schlussfolgerungen und Urteile nur zu einem diffusen Wahrheitsgehalt kommen können.
Deshalb ist immer die Frage zu stellen:
“Was ist bei einem Begriff einer Definition darunter zu verstehen?“
Fragen wir uns das nicht mehr, verstehen wir auch nichts mehr. Vielleicht muss man ja auch nicht alles verstehen, aber dann sollte man sich mit Meinungen zurückhalten.
Koordinierte Aktionen von Wirtschaft, Wissenschaft und juridische Administration, die in einträchtiger Symbiose bestimmte gewinnträchtige Vorstellungen durchsetzen und zu realisieren versuchen, werden oft mit zwar gut erscheinenden, jedoch mißbräuchlich verwendeten und fehlerhaften Argumenten begleitet.
Die Absicht einer derartigen babylonischen Begriffsverwirrung ist die Rechtfertigung fragwürdiger Aktivitäten.
Die Folge wird sein:
Die Behauptung triumphiert, der Beweis bleibt aus, Richtigkeit wird nur vorgetäuscht.
Ein typisches Beispiel für solch ein unlauteres Geflecht kommt auch und ganz besonders aus einem Teil meines Berufsfeldes, der Bauphysik, die das Bauen dominieren versucht und mit ihren „Empfehlungen“ die dubiosen Gesetze und Verordnungen zu verantworten hat.
Das Gleich passiert auch in den Sozialwissenschaften, die mit ihren undurchsichtigen Vorschlägen und Empfehlungen das Recht dominieren.
Karl Steinbuch sagt:
“Die meisten politischen Entscheidungen - besonders „demokratisch“ legitimierte Entscheidungen - beruhen auf intuitiven Urteilen und sind deshalb häufig falsch.“
Er kommt zu dem Schluss:
“Wo Begriffe und Strukturen verflüssigt werde, versinkt man im Sumpf“.
Dem zu entgehen, bedarf es deshalb eindeutiger und klarer Begriffsklärungen.
Diese sind aber den meisten zu lang und daher werden sie auch nicht gelesen.
Und wenn man sie dann vorführt sind sie auch noch beleidigt, vor allem die Juristen und Sozialwissenschaftler, gefolgt von den Bauphysikern.
Euer Zeitgedanken