Auf eine Bitte von mache ich einen Kommentar, zu einem Beitrag von
, zu einem Blogbeitrag.
Es geht mal wieder um das liebe Geld. Wir nutzen es jeden Tag, doch wissen wir überhaupt was Geld ist? Müssen wir es so genau wissen? Eventuell nicht, aber wenn die Fachleute es ebenfalls nicht wissen (wie die Beobachtungen zu erkennen geben), können die größten Schäden zu Lasten aller Nutzer entstehen.
Der Kommentar entstand auf Grund folgender Aussage
Nach meinem Verständnis können kryptos nur als Geld von der Masse definiert werden wenn. Ich damit einen Tausch von Waren vornehmen kann.
Es „kann" durch die Masse definiert werden, dem geht aber ein Definieren der Einzelnutzer voraus. Geld ist nichts anderes als ein Lückenfüller zur Vollendung eines Tauschaktes. Ein Tauschakt ist ein Vertrag. Ich gebe dir ein Gut A, das von mir mit X mathematisch quantitativ bewertet ist. Dafür gibst du mir ein Gut B, das von dir mit X mathematisch quantitativ bewertet ist. Ist man sich über die mathematische quantitative Bewertung X einig, kommt der Tausch zustande. Ist man sich nicht einig, kann eine Verhandlung über die quantitative Menge des mathematische X erfolgen. dem X liegen dabei 2 verschiedenen Bewertungen zu Grunde, die nebeneinander existieren können. Wir sind also in der Welt der Zahlen, die durch Ziffern ausgedrückt werden. Das ist ein rein geistiger Vorgang. Wenn Du für den Tauschakt das Gut B, das ich benötige, nicht hast, kann Geld ins Spiel kommen. Du bietest mir einen geistigen Vorgang der sich in Ziffern ausdrückt an, dabei spielt es keine Rolle ob auf einen Zettel geschrieben oder elektronisch vorgestellt. Du bringst damit zum Ausdruck, dass du wohl das Gut B nicht besitzt, aber du versprichst mir, dass wenn ich diese Ziffern zum Wirtschaftsteilnemer Y bringe, dieser Y Teilnehmer mir das Gut B zu diesem bezifferten Zahlenwert gibt. Also der Wirtschaftsteilnehmer Y den Tausch mit deinem Zahlenwert vollendet. Ist der Wirtschaftsteilnehmer Y zufällig auch der Emittent des mathematischen Zahlenwerts, das er eventuell auf einen Zettel geschrieben hat, wird auch gleichzeitig dieser Zettel wieder vernichtet. Geld entsteht immer beim Kauf durch Schuld. Geld ist immer ein bezifferter Zahlenwert, der eine Schuld zum Ausdruck bringt. Ist die Schuld beglichen verschwindet das Geld.
Juristisch wird durch Geld ein Tauschakt vorverlegt um einen Vertrag abschließen zu können, aber die Vollendung dieses Tauschaktes steht noch aus. Durch diesen Vertrag bist du mir das Versprechen, dass ich mit diesem Zahlenwert den Tausch beim Wirtschaftsteilnehmer Y vollenden kann, schuldig. Kann ich das beim Wirtschaftsteilnehmer Y nicht, hast du dein Versprechen gebrochen und deine Schuld bleibt. Du hast mich betrogen. Hast du versprochen dass ich bei allen Wirtschaftsteilnehmer, die das Gut B verkaufen, den Tausch vollenden kann, setzt dies Voraus, dass alle diese Teilnehmer deinen Zahlenwert akzeptieren. Beim Euro benennt dieses Symbol €, das es in einem bestimmten umgrenzten Raum als Bewertung anerkannt ist. Das Symbol € sagt nur aus, dass etwas in einem bestimmten Raum mit Zahlen bewertet wird.
Das Symbol B für Bitcoin sagt aus, dass es weltweit als Bewertung der Emittenten verwendet wird. Aber ob es zur Begleichung einer Schuld akzeptiert wird entscheidet der Gläubiger einer Schuld, nicht der Schuldner. Der Schuldner kann es nur anbieten. Er wird es nur dann annehmen, wenn er deinem Versprechen vertrauen schenkt.
Das ist nur ein ganz ganz grober Überblick was Geld ist. Es spielen noch mehr Faktoren bei der Geldakzeptanz eine Rolle.
Jedes Wissen über eine blockchain hilft dir nichts, wenn dein Wissen über das Wesen des Geldes nicht vorhanden ist.
In Zukunft werden Menschen eher einem Algorithmus als Herrn Draghi vertrauen.
Dabei sollte man jedoch auch wissen, dass ein Algorithmus nur so gut und vertrauenswürdig ist, wie derjenige der diesen programmiert hat. Die Wahrscheinlichkeit, das ein Algorithmus weniger Fehler macht als ein Mensch, ist groß, aber er gibt Dir keine Sicherheit darüber, dass du nicht betrogen wirst.
Das Wissen um das Wesen des Geldes ist dabei die elementarste Voraussetzung. Der Algorithmus kann nur das Kontrollorgan sein. Hast du das Wissen darum nicht, kann der Algorithmus genau so verhängnisvoll sein, wie Herr Draghi. Es wird sogar noch verhängnisvoller, da man es bei einem Algorithmus noch besser verstecken kann. Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, das Vertrauen steht und fällt mit dem Menschen. Und jetzt bin ich wieder beim Monopolismus und der Aussage, dass der Mensch zum Monopolismus strebt und nur der Wettbewerb kann ihn daran hindern das er gefährlich wird, oder zumindest den Schaden klein hält. Deswegen halten Menschen so vehement an Patenten fest, da diese einen Monopolismus wenigstens auf begrenzte Zeit fördern. Das widerspricht aber dem Wettbewerb und dem freien Markt.
Es ist manchmal so kompliziert und doch so einfach.