English
Below you can watch a video I made in our garden. A 'European hornet' (Vespa crabro<) has attacked a bee, and now separates its abdomen with strong mandible bites, in order to then fly away with the protein-rich thorax (flight musculature!) and head of the victim.
From about second 50 you can see a small fly trying to approach to participate in the meal (what the hornet tries to prevent with lateral leg movements). Just recently I mentioned this behavior, which is called "kleptoparasitism", in one of my articles.
Due to their size and the partly reddish, conspicuous coloring, predatorily living hornets are impressive insects. However, as long as one doesn't provoke them, they are usually inoffensive towards humans and far less dangerous than is often claimed.
If a bee stings us, the sting gets stuck in the skin due to barbs, so that the venom bladder empties completely. However, a hornet - like other wasp species - can pull its straight sting out of the skin again and hardly ever injects the entire content of its poison bladder. Moreover, the effect of their poison seems to be weaker for warm-blooded animals than that of honeybees (higher median lethal dose (LD50)). A more detailed explanation can be found here.
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Deutsch
Im Folgenden seht Ihr ein Video, das ich in unserem Garten aufgenommen habe. Eine Hornisse (Vespa crabro) hat eine Biene attacktiert und trennt nun mit kräftigen Mandibelbissen deren Abdomen ab, um sodann mit dem eiweißreichen Thorax (Flugmuskulatur!) und Kopf des Opfers davonzufliegen.
Ab ca. Sekunde 50 sieht man, wie eine kleine Fliege sich zu nähern versucht, die als "Kleptoparasit", wie von mir kürzlich beschrieben, versucht, an der Mahlzeit teilzuhaben - was die Hornisse mit seitlich gerichteten Beinbewegungen zu verhindern sucht.
Hornissen sind aufgrund ihrer Größe und der teilweise ins rötliche tendierenden, auffälligen Färbung eindrucksvolle, räuberisch lebende Insekten. Sofern er sie jedoch nicht reitzt, sind sie dem Menschen gegenüber in der Regel friedfertig und weit weniger gefährlich als oft behauptet wird.
Sticht uns eine Biene, bleibt der Stachel aufgrund von Widerhaken in der Haut stecken, so dass sich die Gitfblase vollständig entleert. Eine Hornisse - wie auch andere Wespenarten - kann ihren glatten Stachel jedoch wieder aus der Haut herausziehen und injiziert kaum je den gesamten Inhalt ihrer Giftblase. Überdies ist die Wirkung ihres Gifts anscheinend für Warmblüter schwächer als das der Honigbiene (höhere mittlere letale Dosis (LD50)). Eine ausführlichere Erklärung dafür findet sich hier.
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