Dyson sorgte im letzten Jahr mit der Vorstellung des heutigen Testobjektes für Aufsehen - dem Dyson Supersonic. Ein Fön! Ja, ein Fön aus dem Hause des Staubsaugerherstellers. Irgendwo ergibt das ganze ja auch Sinn. Es ist quasi Dysons Kerngeschäft herauszufinden, wie man effektiv und möglichst gut Luft ansaugt oder wegbläst. Ich habe mir das Gerät mal etwas näher angeschaut - natürlich mit Unterstützung meiner Frau.
Gleich vorweg: 400 Euro soll das gute Stück kosten. Das sind natürlich Dyson-übliche Preise und bei dem Hersteller nicht wirklich verwunderlich. Dennoch stutzt man schon, wenn man sich dieses Preis-Tag im Zusammenhang mit einem Fön anschaut. Was kann das gute Stück also?
Design und Verarbeitung
Dysons Design ist meist futuristisch und hat so seine Eigenheiten. Mir persönlich gefällt das aber alles ziemlich gut. Auch bei dem Supersonic hat man sich nicht lumpen lassen und seinen Stil durchgezogen. Es handelt sich hier um einen langen Stab, dem ein kurzer Tunnel-ähnlicher Kopf aufgesetzt wurde.
Unterhalb der Grifffläche hat man ein Luftgitter, welches den Luftfilter schützen soll. Dort zieht der Fön seine Luft, die oben wieder ausgestoßen wird. Oberhalb der Griffläche hat man zwei Tasten an der Rückseite angebracht: Einen Schieberegler zum An/Ausschalten und eine Taste für kalte Luft. Per Knopfdruck wird dann keine heiße Luft mehr zum Trocknen verwendet.
Am Kopf finden sich ebenfalls an der Rückseite links und rechts je ein Knopf und ein paar LED Punkte. Dort lässt sich die Stärke des Luftstroms und die Temperatur der Heißluft regeln. Die LED Punkte zeigen euch die jeweilige Stufe an.
Das Kabel ist 2,7 Meter lang und damit ausreichend. Für den ein oder anderen könnte es etwas zu steif sein, was ich persönlich aber gut finde. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich verknotet und verheddert eher gering.
##Ergonomie
Mit 630 Gramm ist der Supersonic eher ein schwerer Vertreter seiner Gattung. Meine Frau fand es aber nicht zu schwer. Je nachdem wie groß die Hände sind, muss man auch bei der Haltung des Gerätes etwas aufpassen, dass man nicht unten den Luftfilter mit der Hand bedeckt oder zu weit oben anfasst und somit auf den Kaltluft-Knopf kommt. Während des Tests ist uns das aber nie passiert.
Was ziemlich gut ist, sind die Magnete an den Düsen. Man muss keinen schwierigen Steckmechanismus benutzen oder die Düsen einschrauben. Anklicken und fertig! Dyson legt übrigens einen Diffusor, eine Styling Düse, eine Smoothing Düse, eine Aufhängelasche und eine Anti-Rutschmatte mit zu dem Gerät.
Lautstärke und Fönergebnis
Wer Dyson kennt weiß, dass die Geräte nicht unbedingt die leisesten sind. In dieser Disziplin überrascht der Supersonic aber. Er gibt ein angenehm „mittellautes“ etwas höheres Geräusch von sich. Es hat überhaupt nichts mit dem Kreischen eines normalen Föns zu tun und klingt eher wie ein Triebwerk. Der ein oder andere Leser kennt vielleicht die Dyson Airblade Handtrockner in öffentlichen Toiletten. Der Fön klingt eher so ähnlich.
Ist das Teil einmal angeschaltet, sollte man leichte Gegenstände in seiner Umgebung wegräumen. Die erzeugte Luftgeschwindigkeit ist nämlich verdammt hoch. Der Fön zeigt hier was er kann. Ohne aufgesteckte Düse könnte ein paar NutzerInnen die Temperatur etwas zu niedrig sein. Mit Düse wird der Luftstrom konzentrierter und auch die Temperatur etwas höher. Übrigens besitzt der Supersonic einen Temperaturregler, der das Haar vor zu großer Hitze schützen soll. Weiterhin wird beim Fönen das Haar mit negativen Ionen befeuert. Dadurch laden Sie sich nicht elektrostatisch auf und wirken außerdem weniger strohig. Meine Frau bestätigte den Unterschied. Die Haare fassen sich nach dem Fönen auch besser an. Weiterhin trocknet der Fön die Haare auch schneller als der normale Fön meiner Frau. Kurzum: Das Ergebnis überzeugt!
Fazit zum Dyson Supersonic
Dyson liefert mit dem Supersonic die übliche Qualität ab. Die Verarbeitung ist sehr gut und die verwendeten Materialien fühlen sich auch sehr wertig an. Mit dem Ding wertet man auch jedes Bad designtechnisch auf. Das Geräusch beim Betrieb ist angenehm und klingt ebenfalls entsprechend futuristisch. Auch Ergonomisch macht das Gerät eine gute Figur. Das Highlight in dem Bereich: die Düsen lassen sich per Magnet einfach dran klicken. Auch vor Kraft strotzt das Gerät. Wahrscheinlich könnte man das Teil auch zweckentfremden und einen Garten damit vom Laub befreien. Das alles sind Argumente für den Dyson Supersonic. Dagegen steht der Preis von 400 Euro. Um so viel Geld für einen Fön in die Hand zu nehmen, muss man es entweder haben oder von allen anderen Kandidaten extrem genervt sein. Die Vergangenheit zeigt aber, dass Dyson bei sich im Shop immer mal wieder einen Schnapper bereithält. Dort vorbeizuschauen lohnt sich also.