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EOS ist eine Blockchain-basierte Kryptowährung, die am 1. Juni 2017 gestartet wurde und zählt derzeit zu den heißesten Projekten 2018. Sie ist im Prinzip ähnlich wie Ethereum ein dezentralisierter Computer, also eine Smart Contract Plattform für den Einsatz von dezentralen Anwendungen. EOS verspricht zudem eine unglaublich gute Skalierbarkeit, womit viele Projekte gleichzeitig laufen können und einen Verzicht auf Transaktionsgebühren für Benutzer.
Hinter dem EOS-Token steht das Unternehmen Block.one, mit Daniel Larimer als CTO, ein Multiunternehmer, der seit 2010 im Krypto-Ökosystem ist und Steemit (eine dezentralisierte Social-Media-Plattform) und Bitshares (eine dezentralisierte Kryptobörse) mit aufgebaut hat. Das Block.one Team erfüllt definitiv die 3 H’s für ein gutes Startup — Hacker, Hustler, Hipster.
In der heutigen Coinbeschreibung wird EOS im Vergleich zu Ethereum analysiert und Vor- und Nachteile werden mit Zahlen, Daten, und Fakten aufgezeigt.
Blockchain Economics
Zuerst möchte ich kurz auf die Blockchain Economics eingehen, wo es darum geht, wie eine Dezentralisierung auf einer Blockchain kreiert wird. In anderen Worten um die Kreierung von Konsensus. Was ist passiert und was nicht? Zwischen Dezentralisierung und Zentralisierung besteht generell eine Diskrepanz, den per Definition ist eine Dezentralisierung immer langsamer, teurer und ineffizienter konträr zu einer Zentralisierung, die kostengünstiger und schneller ist, aber das inhärente Problem vom Vertrauen hat.
Wie wird bei Bitcoin und Ethereum Konsensus kreiert?
Derzeit nutzen beide Proof of Work als Abstimmungsalgorithmus, wobei sich Ethereum, im Gegensatz zu Bitcoin, den Proof of Stake Algorithmus anschaut. Das akute Problem dabei ist, dass man mit seinem Node online sein muss, um beim Staken dabei zu sein. Hier kommt EOS ins Spiel und versucht aus beiden Algorithmen das beste herauszunehmen. Ob das wirklich sinnvoll ist, erfährst du im nachfolgenden Vergleich mit Ethereum.
EOS vs. Ethereum: 7 Punkte im Vergleich
1. Konsensus Algorithmus
Das Konzept bei EOS ist ein DPOS (delegierter Proof of Stake) und funktioniert ähnlich wie bei Wahlen in der Politik. Ein Großteil der Leute stimmt für eine kleinere Gruppe mit 21 so genannten Block Produzenten ab, die den Konsensus kreieren. Umso kleiner diese Konsensus-kreierende Gruppe ist, umso zentralisierter und riskanter ist die Grundstruktur.
Beim Proof of Work Algorithmus von Ethereum sind derzeit ca. 18.000 Miner für die Kreierung von Konsensus verantwortlich. Ein Übergang zu Proof of Stake ist für die Zukunft angedacht.
Konsensus kreierende Parteien
2. Skalierbarkeit
Ein Ziel von EOS ist es, das Skalierbarkeitsproblem von Ethereum zu lösen, indem es Multithreading (mehrere Stränge) verwendet, die quasi-gleichzeitig mehrere Programme parallel ausführen können.
Bei Ethereum läuft alles über die Mainchain, was noch ein Problem darstellt. Zum Beispiel ist Ende letzten Jahres das erste Blockchain-basierte Spiel „CryptoKitties“ erschienen, dass fast die gesamte Rechenpower von Ethereum aufgebraucht hat.
3. Gebühren
EOS besitzt eine jährliche Inflation von 5%, die auf die Block Produzenten aufgeteilt wird und somit entsteht die Möglichkeit Transaktionen für Benutzer gebührenfrei anzubieten. Ein Nachteil davon ist, dass die gesamte Kontrolle den Block Produzenten überlassen ist, in der Hoffnung, dass kein schwarzes Schaf unter ihnen ist. Auch das Spamming Problem wird nicht gelöst.
Bei Ethereum bezahlt der Benutzer eine kleine Transaktionsgebühr an „Gas“, damit die Miner Konsensus kreieren können und andererseits um Spamming zu verhindern. Der Vorteil ist dabei, dass wenn eine Transaktion etwas kostet, es nicht möglich ist unendlich viele davon ins Netz zu schicken.
4. Nutzernamen und Passwörter
Bei EOS gibt es die Möglichkeit für einen Private Key einen Nutzernamen und Passwörter zu kreieren. Zum Beispiel können EOS an die Adresse „Julian Hosp“ geschickt werden. Diese Funktion ist benutzerfreundlich und erleichtert die Massenadaption, da Nutzer damit schon vertraut sind.
Ethereum besitzt durch den Ethereum Name Service (ENS) ein ähnliches Feature. Auch andere Blockchains könnten diese nicht EOS-spezifische Funktion integrieren.
5. Account Recovery
Bei Verlust des Private Keys oder bei Tod des Account Besitzer ist es bei EOS möglich, dass die Person oder rechtmäßige Nachfahren den Account wiederbekommen können. Ethereum besitzt dieses Feature noch nicht.
6. Developer Community
Das Gründer Team von EOS ist sehr stark aufgestellt, dennoch fehlen viele erfahrene Leute, die noch akquiriert werden müssen. Das Mainnet ist nicht live und die ICO Phase läuft noch bis Juni 2018 und wird dabei voraussichtlich 1 Milliarde USD einnehmen. Es ist erstaunlich, dass EOS derzeit wertvoller als Litecoin, Cardano, oder sogar SpaceX von Elon Musk ist.
Auch das Gründer Team um Vitalik Buterin von Ethereum ist sehr stark, hat richtig gute Entwickler und auch eine der größten und am längsten existierenden Blockchains, die live ist.
7. Nutzung
Da EOS nicht live ist, gibt es noch keine Sekundärindustrie und Apps. Zudem ist EOS noch nicht auf Exchanges gelistet und ungetestet.
Bei der Nutzung kann Ethereum punkten, da viele Firmen und Apps Ethereum als dezentralisierte Plattform nutzen. Hier gibt es zu erwähnen, das Liquidität andere Liquidität anzieht und es für ein bestehendes System leichter ist Neues anzuziehen, als für ein neues System neue Leute.
Schlussfolgerung
Aus den 7 Unterschieden ist vor allem der erste Unterschied, wie Konsensus kreiert wird wichtig und fundamental. Meine persönliche Meinung ist, dass die Grundstruktur so dezentral wie möglich sein muss.
Was sind RED FLAGS von EOS?
Die Grundstruktur ist ziemlich zentral, was zu vielen Problemen, Zensur und Vertrauensverlust führen kann.
Viele große Wahle bei der ICO, die 1 Mrd. USD anstrebt und über 1 Jahr läuft.
Audit ist nicht bekannt, daher besteht Gefahr für Geldwäsche.
Kommunikation und Marketing geht in Hype über, was Neulinge und Fanboy-Verhalten in den Markt bringt.
Was sind RED FLAGS von Ethereum?
Zentralisierung um Vitalik Buterin
ICO nicht rechtlich sauber aufgesetzt
Konsensus Proof of Work
Viel Innovationen sind so nicht möglich.
Wie würde ein Proof of Stake mit Kasper aussehen?Skalierung
Ist zurzeit nicht essentiell, aber wie sieht es aus, wenn Second-Layer-Technologien nicht funktionieren, wie Raiden, Plasma, COMIT, …
Falsche Vorwürfe an EOS
1. Warum baut Block.one nicht selber die eigene Blockchain?
Es darf rechtlich nicht davon abhängen, ob der EOS-Token es schafft die Blockchain zu bauen. Aus diesem Grund gibt Block.one die Werkzeuge frei, EOS muss es aber selber schaffen die Blockchain zu bauen.
2. Warum kreiert der ERC20 EOS Token nicht auch den Mainnet Token?
Es kann nicht versprochen werden, dass der ERC20 Token den Mainnet Token kreieren muss. Es gibt kein Anspruchsrecht und dies ist der einzige Weg, wie ein ERC20 Token derzeit ein Utility Token bleiben kann und nicht ein Security Token wird.
3. EOS hat über 840 Millionen Token, was viel zu viel sei.
Diese Aussage kommt häufig von Amateuren, wenn man sich überlegt in wie viele Satoshis Bitcoin zerlegt werden kann. Es gibt immer klare Gründe für die Anzahl der Token.
Blick in die Zukunft
Zurzeit sehen wir einen unglaublichen Pump von EOS, was getrieben durch den Hype viele Neulinge und Trader aufspringen lässt. Die Frage ist, ob EOS derzeit wirklich wertvoller ist als große andere Blockchains, die bereits einen Anwendungsfall haben, oder ob es zum Beispiel wertvoller ist als SpaceX.
In den nächsten Wochen wird der Preis wahrscheinlich fallen, da große Investoren, Wahle, die früh den Token gekauft haben ihn jetzt loshaben wollen, da gewisse Unsicherheiten kommen. Am 2. Juni 2018 werden die ERC20 Token eingefroren und können nicht mehr bewegt werden, wenn man sie nicht vorher für den Token Swap zum Mainnet Token registriert hat.
Die Markteinführung des Mainnet von EOS wird am 20. Juni voraussichtlich erfolgreich sein, dennoch bleiben viele Fragen unbeantwortet, z.B. wie viele unterschiedliche Chains und Forks gibt es? Wie sieht es mit Airdrops aus? Welcher Coin wird wo gelistet und wie funktioniert das Traiding?
Nach dem Launch wir die Realität einsetzen, denn es ist leichter einen Traum und eine Vision zu verkaufen, als ein wirkliches Produkt.
Was würde ich machen?
Ich kann dir keine Empfehlungen geben und bitte dich nicht blind zu investieren. Persönlich bin ich ein langfristiger Investor und glaube an langfristige Projekte. EOS hat für mich Potenzial, doch im Vergleich zu anderen Projekten und mit den inhärenten Risiken und Ungewissheiten, bin ich derzeit nicht bereit mitzumachen, bleibe aber offen für die Entwicklung von EOS. Für mich muss die Grundstruktur so dezentral wie möglich sein.
Bei Interesse kannst du derzeit EOS als ERC20 Token auf vielen Exchanges kaufen und auf Wallets wie MyCrypto.com, MyEtherWallet.com halten. Vergiss aber nicht sie für den Token Swap zu registrieren. Wie das funktioniert findest du hier: https://www.reddit.com/r/eos/comments/7jarzj/how_to_registerclaim_your_eos_tokens_before_june/
Mein Wunsch für die Entwicklung von EOS ist, dass sie Innovationen übernehmen und den Konsensus deutlich dezentraler kreieren.
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