Die Deutsche Fußball Liga muss sich an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in der Bundesliga beteiligen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Bremen entschieden. Die DFL kündigte an, in Revision zu gehen.
Nordderby vor drei Jahren verhandelt:
Konkret verhandelt wird vor Gericht ein Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am 19. April 2015. Es war im Rahmen des Spiels zu einer Massenschlägerei zwischen 50 bis 60 Hamburgern und 120 Bremern gekommen. Die Folge waren mehrere Verletzte und erhebliche Sachschäden. Laut Polizei waren 969 Beamte im Einsatz, die 9537 Arbeitsstunden geleistet haben. Bei einem normalen Bundesligaspiel sind etwa 200 bis 250 Polizisten vor Ort am Weserstadion.
Die Hansestadt hatte der Liga damals eine Rechnung für die Mehrkosten der Polizei geschickt (425.818,11 Euro für ein Risikospiel). Das Gericht folgte zwar im Grundsatz der Bremer Auffassung, dass die DFL Veranstalter sei. Aber dem Veranstalter sei es nicht möglich, die zu erwartende Gebührenlast im Vorfeld hinreichend zu kalkulieren.
Wenn das Schule macht, wird das ein harter kommerzieller Schlag für den deutschen Fussball. Ich prognostiziere, dass sich dann die meisten Stadien in der 2. und 3. Liga leer bleiben werden, weil die Tickets zu teuer werden. Wo werden sich die Hools dann treffen, um ihr Testosteron abzubauen?
Quelle:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/bremen-dfl-muss-sich-an-kosten-fuer-polizeieinsaetze-beteiligen-a-1194610.html
http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-stadt-bremen-verschickt-polizeirechnung-an-die-dfl-a-1048733.html
Nach dem Spielende: Eintracht Frankfurt-1860 München (29.04.2012)