Lone Echo - schon der Name dieses Titels wirkt mysteriös. Das Entwicklerstudio "Ready at dawn" hat mit diesem Scify-Virtual-Reality-Adventure ganze Arbeit geleistet. Aber warum ich der Meinung bin, dass jeder der eine "Oculus-Rift" besitzt auch dieses großartige VR Spiel sein eigen nennen sollte, erfährt ihr nun hier in diesem Review.
Die Geschichte
Wir schreiben das Jahr 2126 auf einer Raumstation im Orbit des Saturns. Mein Name ist "Jack" und ich bin ein Android um das einzig andere Crew Mitglied - Olivia Rhodes - mit meinen Fertigkeiten zu unterstützen.
Somit ist schon einmal ein Teil des Mysteriums gelöst, "Lone". Schon nach kurzer Zeit auf der Station, passiert etwas unerwartetes. Plötzlich öffnet sich nahe des Saturns eine Anomalie, die reichlich Schäden an unserer Station verursacht. Deshalb ist es in der ersten Stunden unsere Aufgabe Daten zu sammeln, die Schäden zu reparieren und die Ursache für die Anomalie zu finden. Bis aus heiterem Himmel..........
Zur Beschreibung der Prämisse dieses Spiels, sollte diese Ausführung genügen. Schließlich möchte ich euch nicht die zahlreichende spannenden Wendungen der Geschichte verraten.
Gameplay
Zugegeben, die Schwerelosigkeit macht es jedem VR-Spiel besonders einfach. Aufgrund dieser Gegebenheit, kann man sich vollkommen frei von Motion Sickness, durch den Raum bewegen. Die Tatsache der Schwerelosigkeit, tut diesem Spiel richtig gut. Flächen oder Gegenstände, an denen man sich nicht festhalten könnte oder nach denen man nicht greifen könnte, sucht man in Lone Echo vergeblich. Man hat einfach das Gefühl, ein Teil dieser Welt zu sein, einfach weil man alles anfassen kann. Durch das hervorragende haptische Feedback der Touch Controller hat man häufig das Gefühl, tatsächlich etwas in der Hand zu halten.
Im Kern ist dieses Spiel ein Adventure. Man hat verschiedene Werkzeuge um sich den Weg durch die Welt zu bahnen, wie den Scanner, der einem ermöglicht Gegenstände zu analysieren und zusätzliche Informationen zu erhalten oder den Plasma Cutter, der sich problemlos durch Metall und sonstige Materialien schneidet. Die meisten dieser Werkzeuge wählt ihr direkt durch Klick mit eurem Zeigefinger auf eines eurer Handgelenke aus. Mit diesen Werkzeugen bahnt ihr euch den Weg durch verschiedene Rätsel und Ereignisse, die selbstverständlich zunehmend schwerer werden zu lösen.
Die Rätsel sind wirklich abwechslungsreich, jedoch muss sich "Lone Echo" auch gefallen lassen, dass man nach einigen Stunden Spielzeit durchaus gewisse Muster erkennt.
Die Grafik
Grafisch setzt "Lone Echo" absolute Maßstäbe im VR Bereich. Das erstaunliche daran ist, dass dieses Spiel auch ganz hervorragend auf alten Prozessoren läuft, eine enstprechend gute Grafikkarte vorrausgesetzt. Ich persönlich habe einen "I5-3570" mit einer "Nivdia GTX 1070" und habe damit absolut immer die für VR benötigten 90 FPS. Optisch muss sich "Lone Echo" deshalb vor aktuellen Triple A Titeln auf dem Markt nicht verstecken, auch wenn wir hier über VR sprechen. Für besonders leistungsfähige Computer wurde vor kurzer Zeit der "High performance mode" mit dem "Atlas Patch" hinzugefügt, welchen ich aufgrund meines alten Prozessors leider nicht verwenden kann. Hier ein kleines Youtube Video, über die Features.
Nichtsdestotrotz ist "Lone Echo" eine absolute Augenweide für jeden VR Enthusiasten.
Immersion
Wenn VR-Spiele einen riesigen Vorteil haben, ist dies die Immersion - also die Fähigkeit, dem Spieler das Gefühl zu geben, wirklich in die Spielewelt einzutauchen.
Und hier macht "Lone Echo" alles richtig. Das haptische Feedback ist, wie schon erwähnt, einfach klasse. Das man mit ALLEM interagieren kann, habe ich auch schon erwähnt. Auch akustisch zieht einem dieses Spiel absolut in seinen Bann. Egal ob nun im originalen englischen Ton oder Deutsch. Die Vertonung wirkt zu jeder Zeit authentisch und überzeugend. Ebenfalls die Spezialeffekte werden immer in perfekten "Dolby Sorround" über das VR Headset wiedergegeben.
Alles in dieser Welt wirkt aus einem Guss. Das man seine Hauptfertigkeiten über die Interaktion mit seinem "eigenen" Körper ausübt, unterstützt die Immersion nur weiter.
Multiplayer in VR
Du hast dir gerade eine neue Deckenlampe gekauft oder deine Controller der Oculus haben noch keine Macken? Soll ich dir ein Geheimnis verraten?
"Lone Echo" kommt mit dem Multiplayer Spiel "Lone Echo Arena" daher, bei dem ihr in der Schwerelosigkeit in einem Team von 4vs4 Spielern versucht Tore mit einer werfbaren Scheibe zu erzielen. Dieses Spiel ist wirklich schwer zu meistern, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Dennoch macht es großen Spaß. Eigentlich hätte dieses "Spiel im Spiel" einen eigenen Artikel verdient, bei all der Beschäfitigung, die es liefert.
Und wenn das schon großartig für euch klingt, ratet mal was jetzt kommt! Es ist selbst wenn ihr "Lone Echo" nicht besitzt komplett kostenlos im Oculus Store herunterzuladen. Wenn das mal nicht ein feiner Zug von "Ready at dawn" ist!
Mein Fazit
Jedem, der eine "Oculus Rift" sein eigen nennt, empfehle ich diese Perle der VR-Spiele auch zu spielen. Selbst wenn du keine großer Fan von klassischen Adventures bisher warst, so wie ich, kannst du dennoch großen Spaß mit diesem Titel haben. Du kannst ihn wenn er gerade nicht im Angebot ist, für gerade 39,99 Euro kaufen und er ist jeden Cent wert. Ich persönlich habe ungefähr 20 Stunden für meinen ersten Playthrough gebraucht, was für diesen Preis absolut fair ist.
Ich hoffe, dir hat diese Review gefallen und ich habe dein Interesse für "Lone Echo" geweckt. Du hast "Lone Echo" schon gespielt oder denkst gerade darüber nach es dir zu kaufen? Sag mir doch in den Kommentaren was du über dieses Spiel denkst!
