Angefangen hat alles in den frühen Zwanzigern meines Lebens, da wo es darum ging, sich nicht mehr maßlos zu besaufen sondern mit Stil die Sinne zu benebeln.
Doch vor dem Gin gab es da noch den Moscow Mule, denn der war durch seine Schärfe und der Zutat Vodka viel verträglicher und vor allem geschmacklich verständlicher für mich, als dieser trockene Tonic gemischt mit etwas Sprit und einer Scheibe Gurke. - So dachte ich zumindest damals und so eingeschränkt mein alkoholisches Weltbild zu diesem Zeitpunkt doch war, es führte mich am Ende irgendwie in die Welt des Gins.
Nach den verschiedensten MoscowMules in zig Bars meiner Heimatstadt wurde mir der Drink doch zu langweilig. Es fehlte mir die Möglichkeit etwas neues zu entdecken, neue geschmackliche Horizonte zu erreichen und mich immer wieder auf neue überraschen zu lassen.
Es darf an dieser Stelle gesagt sein, das Überraschen wird wieder etwas schwerer, denn jeder noch so kleine Spritbrenner denkt gerade, er kann einen großartigen Gin produzieren. Leider beschränkt sich die Großartigkeit meist auf die die Präsenz der Flasche, denn worin sie fast alle grandios sind, ist die Marketinggeschichte dahinter und nicht das eigentliche Destillat.
Nun ja, also hab ich mir es nun zur selbsterklärten Aufgabe gemacht, hier über meine verschiedensten Erfahrungen mit dem Wacholderbrand zu schreiben. Euch Lesern ungefragt meine Meinung darzubieten und euch vielleicht sogar vor dem ein oder anderen unnötigen Kopfschmerz zu beschützen. Wobei ich auch hoffe, euch auf das ein oder andere spezielle kleine Destillat zu stoßen, welches eure Sinne weit über ein Brennen im Rachen und Hals hinaustragen wird.
Fortsetzung folgt…