So, jetzt sitze ich hier und der erste Dampf ist verraucht an Tag 3 meiner selbstgewählten Challenge „macht zuckerfrei glücklich“?
Ich liebe ja Selbstexperimente ... man muss doch möglichst alles selber mal probieren, um zu wissen, ob es gut ist oder nicht - solange es einem nicht schadet.
Doch wusste ich nicht, wie geschickt ich im „selber betuppen“ bin.
Es war mir ja bekannt, dass Zucker kokainähnliche Rauschzustände im Kopf auslöst und die Abhängigkeit davon kaum merklich von einem Besitz ergreift. Doch dachte ich auch, so schlimm ist das in meinem Fall nicht... auf keinen Fall.
Weit gefehlt. Darum werdet Ihr auch keinen Bericht von Tag 1 und 2 dieser Challenge finden, weil ich nur damit beschäftigt war, um die Vorratskammer zu schleichen und zu gucken, ob nicht irgendwelche „süßen“ Reste dort zu finden sind.
Vorsichtshalber hatte ich sie leer geräumt und nur noch Datteln und Nüsse stehen gelassen. Also war natürlich nichts zu finden und meine Laune wirklich extrem grausig.
Auch wenn ich mir selbst zuckerfrei auferlegt habe, dann ist dennoch natürliche Süße wie Datteln, Ahornsirup oder Honig in Maßen erlaubt.
Aber mein Yeeper war unglaublich. Meine Gedanken kreisten nur um Kuchen, Süßes oder sonstigen zuckerlastigen Schleckerkram. Ich hatte das Gefühl, wenn ich nichts Süßes kriege, dann drehe ich durch.
Erste Erkenntnis, auch wenn ich dachte, dass ich wirklich wenig Zucker essen würde.
Ich hänge voll an der Zuckernadel.
Nun habe ich es bis Tag 3 geschafft und musste heute wenigstens Datteln essen. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten.
Es hat mir geholfen, den schlimmen Yeeper aufzulösen und gleichzeitig habe ich das Gefühl, mein Darm schreit laut „Jippie“, weil er wieder mit Zucker gefüttert wurde - auch wenn ich mir diese Form selbst erlaubt hatte.
Meine Laune ist verdächtig in schwindelerregender Höhe.
Also ich bin gespannt auf Tag 4, an dem ich wieder ohne Datteln auskommen möchte, ist ja nur in Maßen erlaubt.
Fazit der ersten drei Tage: Der Zucker hat mich noch im Griff und noch bin ich nicht glücklicher als bisher.
Wir sprechen uns. Bis dahin!
PS: Vielleicht hat ja Jemand von Euch Lust, auch noch mitzumachen... Geteiltes Leid - ist halbes Leid, oder? Und wir könnten Rezepte für gute Laune austauschen oder Motivationswirbel...