In der Welt der Umkehr ist Heimatliebe gleichbedeutend mit Fremdenfeindlichkeit. Wenn man das eine liebt, muß man das andere hassen. Diese populistische Schlagwortmentalität erstickt jegliche sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema im Keim und das ist auch so gewollt. Es soll nicht gedacht und vernünftig diskutiert, sondern geklatscht oder gebuht werden. Wie im Theater.
Tauschen wir doch den Begriff Feindlichkeit mit dem Wort Skepsis aus. Darf man dem Fremden skeptisch gegenüberstehen? Darf man das Fremde erst einmal von weitem beobachten und schauen, was es ist und was es will? Und wenn ich das Fremde als feindlich erkannt habe, darf ich ihm dann den Zutritt in meine Heimat verweigern?
Wenn wir uns die Weden ansehen, stehen dort sehr interessante Passagen zum Thema.
Wer meine letzten beiden Artikel nicht gelesen hat, Weden bedeutet Wissen und die Perun Santis sind der älteste Teil der Ahrisch-Slawischen Weden, nämlich 40.000 Jahre alt. Diese Weden sind die Grundlage der Indo-Germanischen Mythologie und darüber hinaus sämtlichen Mythologien und Religionen. Selbst Jesus war ein Wede, aber das wäre ein eigener Artikel. Die Weden sind das Ahnenwissen des Himmlischen Volkes, welches ursprünglich aus Sibirien, jenseits des Ural kam.
Ich habe einige Verse aus den Perun Santis zusammengesucht, die alle das Thema „Fremde“ und „Heimat“ behandeln.
Perun Santi 1, Vers 12
In der Jawi Welt, manifestiert durch die Geburt,
trifft als erstes das Verlangen nach dem Fremden,
und bald zieht es Wut und Lust hinter sich her.
Diese drei dunklen Hervorkommnisse
führen die Unvernünftigen zum Tod,
aber in der Jawi Welt werden nur die Hartnäckigen,
in denen das Gewissen regiert,
mit Beharrlichkeit den Tod besiegen…
(Jawi ist die sichtbare, materielle Welt der Menschen. Nawi ist die unsichtbare Welt der Dunkelheit und des Todes und Prawi ist die unsterbliche Welt der Götter)
Perun Santi 2, Vers 21
Bewahre die Erinnerung an alle Ahnen deines Geschlechts
und deine Nachfahren werden sich an dich erinnern…
beschütze die Alten und die Kleinen, Väter und Mütter,
Söhne und Töchter, denn sie sind deine Verwandten,
Weisheit und Farbe deiner Völker… in euren Kindern fördert die Liebe
zum Heiligen Land und der eigenen Rasse,
damit sie sich nicht von fremden Wundern täuschen lassen,
sondern selbst Wunder schaffen, wunderbarer und schöner,
zum Ruhm eures Heiligen Landes…
Perun Santi 2, Vers 27
Beschütze die Geschlechter der Rassa und Switarus
vor den fremden Feinden, die mit
bösen Absichten und Waffen
in dein Land kommen. Prahle nicht
mit deiner Kraft vor dem Kampf,
sondern prahle damit nach
dem Kampf… Halte die Weisheit
der Götter geheim, gib geheimes Wissen
nicht an Heiden weiter…
Perun Santi 2, Vers 29
Wer aus der Heimat in die Fremde flieht, auf der Suche nach
dem leichten Leben, ist Abtrünniger seines Geschlechtes,
und es gibt keine Vergebung für ihn, weil die Götter sich von ihm
abwenden… Erfreue dich nicht am Leid des anderen, denn wer
sich am Leid anderer erfreut, fordert sein eigenes heraus…
Sage keine bösen Dinge und lache nicht über diejenigen,
die dich lieben, sondern beantworte Liebe mit Liebe
und erwirb den Schutz deiner Götter…
Liebe deinen Nächsten, wenn er es wert ist…
Perun Santi 5, Vers 74
Aber fremde Feinde werden aus der Welt der Finsternis kommen,
und anfangen, den Menschenkindern schmeichelnde Worte zu sagen,
bedeckt von Lügen. Und sie werden anfangen, die Alten und
die Jungen zu verführen, und menschliche Töchter zur Frau zu nehmen…
Sie werden sich untereinander vermischen...und mit den Menschen…
und mit den Tieren...Und sie werden beginnen, es allen Nationen der Erde Mitgart
beizubringen und diejenigen, die sich weigern, ihren Worten Gehör zu schenken,
und den abscheulichen Taten der Fremden zu folgen,
die werden mit Leid und Folter gequält werden…
Perun Santi 5, Vers 76
An der Grauen Haut wirst du die Fremden Feinde erkennen…
ihre Augen haben die Farbe der Dunkelheit,
und sie sind Hermaphroditen,
sie können sowohl Männlich als auch Weiblich sein.
Jeder Einzelne von ihnen kann
ein Vater oder eine Mutter sein…
Sie malen ihre Gesichter an, um wie Menschenkinder auszusehen…
Und sie ziehen niemals ihre Kleider aus,
um ihre tierische Nacktheit nicht zu entlarven…
In diesem Sinne meine Lieben, ich verbleibe kommentarlos und lasse die Weden für sich selber sprechen.
Auf die Ahnen, die Liebe und die Wunder, Prost!