Over the past few days, I’ve been writing quite a bit about food. And fresh bamboo shoots, in particular, have been taking their place in the spotlight. Since I’m not quite done with this topic yet, today I’ll pick right where I left off.
You can actually whip up all sorts of delicious dishes using fresh bamboo shoots, which are called “takenoko” here in Japan. And luckily, I know someone who possesses exactly these fantastic culinary skills and isn’t shy about showing them.
This time, we had Takenoko Gohan (竹の子ご飯), another classic Japanese spring dish where rice is cooked together with fresh bamboo shoots. The tender, slightly nutty shoots are usually parboiled and then cooked in a rice cooker with dashi, soy sauce, mirin, sake, sugar, and rice, allowing their flavor to fully develop.
The result is a fragrant, gently spiced rice dish that is considered a classic “shun” dish in Japan—that is, a dish eaten precisely when its ingredients are at their peak of flavor in nature.
We enhanced the Takenoko Gohan with finely sliced aburaage (fried tofu), and it tasted just great. The whole dish is simple yet very aromatic; and I am sure this spring it will be served in many households again, perfectly capturing the flavors of this early season.
Fortunately, there’s still a second helping for us, so I can put off feeling down for a little while longer. After all, the bamboo shoot season is unfortunately short, and afterward we have to wait almost a whole year again. Oh well, life can be cruel!
DEUTSCH
In den letzten Tagen geht ein wenig ums Essen, und dabei hat insbesondere der frische Bambus gerade seinen großen Auftritt. Und da ich mit diesem Thema noch nicht fertig bin, geht es heute genau dort weiter.
Aus frischen Bambusprossen, welche hier in Japan "Takenoko" genannt werden, kann man nämlich eine ganze Menge zaubern. Und glücklicherweise kenne ich jemand, der über genau diesen fantastischen Zauberkräfte verfügt und diese auch gar nicht verstecken will.
Diesmal gab es bei uns Takenoko Gohan (竹の子ご飯),ein weiteres klassisches japanisches Frühlingsgericht, bei dem Reis zusammen mit frischen Bambussprossen gekocht wird. Die zarten, leicht nussigen Sprossen werden normalerweise vorgekocht und dann zusammen mit Dashi, Sojasauce, Mirin, Sake, Zucker und Reis im Reiskocher gegart, wobei sich ihr Aroma vollständig entfalten kann.
Das Ergebnis ist ein duftender, sanft würziger Reis, der in Japan als typisches Shun-Gericht gilt – also als Speise, die genau dann gegessen wird, wenn ihre Zutaten in der Natur ihren geschmacklichen Höhepunkt erreichen.
Bei uns wurde der Takenoko Gohan noch mit fein geschnittenem Aburaage (frittierter Tofu) verfeinert, und hat wieder einmal fantastisch geschmeckt. Das Ganze ist ein einfaches, aber sehr aromatisches Gericht, das jetzt im Frühling wohl in vielen Haushalten auf den Tisch kommt und den Geschmack dieser frühen Jahreszeit perfekt widerspiegelt.
Glücklicherweise gibt es auch hiervon noch einen Nachschlag, sodass ich noch das Trübsal blasen noch ein wenig aufschieben kann. Denn die Takenoko-Zeit ist ja leider nur kurz und im Anschluss müssen wir wieder fast ein ganzes Jahr warten. Ach ja, das Leben kann schon grausam sein!