( EN / DE ) According to Christian tradition, we Christians would have been in a period of fasting since Ash Wednesday, at the end of Carnival. Nowadays, however, hardly anyone adheres to this rule. We all are more and more leaving christian tradition, me too, but I still love many things in a traditional way, it gives me a feeling of stability.
What has remained from oldtime fasting time, is the tradition of not eating meat in the last days before Easter. Something that even today many people still adhere to.
The Thursday before Easter is called "Maundy Thursday", "Green Thursday" in German language, and it is a day when spinach is put on the table in most Austrian households. As is so often the case with Christian traditions, it is interesting to note that this Maundy Thursday also has its origins again in an ancient pagan tradition and that is a soup made from fresh wild herbs:
Spring is the time when in our latitudes finally all the plants sprout again in fresh and juicy green and the first to emerge are mostly ancient native plants that are full of highly effective fresh green vitamins, vital substances and healing powers. Wild herbs that predominantly detoxify, purify and boost metabolism after the long, cold and sluggish winter.
"THE GREEN NINE" - Ancient Tradtiniol Soup
For the preparation of the green nine, you need 9 wild growing herbs. Of course, you can also add cultivated herbs, but there should be 9 in number, because a little magic has never hurt anyone ;-)
There are many herbs that one could use and it is also a little different every year, depending on how the weather is and how early or late this Easter Full Moon arrives in the year.
My absolute favorites though are:
Groundsel
Goutweed
Dandelion
Nettle
Deadnettle
Ribwort
Bedstraw
Daisy
Chives
The preparation of the soup is very simple. Sauté finely chopped onion in butter until it is nicely glazed. Then add the freshly washed and chopped herbs, immediately pour water and let it simmer. Then blend with a hand blender and season with salt and pepper.
If you like the soup creamier you can also add a potato with the herbs or garlic if you like.
In any case, depending on the choice of herbs, it has a wonderfully intense flavor that couldn't be compared to anything we normally eat. Here you can see photos of a Green Nine that I had cooked in 2020:
Here I saved a few daisies and added them to the finished plates for decoration.
Spinach in most households on "Green Thursday"
This year, unfortunately, I did not have time for the soup. Therefore, today we had - as in hundreds of thousands of other Austrian households: spinach for lunch.
Cream spinach with rice and fried egg:
Shame on me, it was a ready-made frozen cream spinach that only needed to be warmed up, but honestly, it tastes very good if you buy it from the right company.
Just cooked normal rice and fried the sunny side up eggs.
Normally, you will find this dish here mostly never with rice, but always with potatoes. But in our house there was always only rice with the spinach. When I realized one day that most people didn't know this combination, I asked my mother and her answer was that she didn't know why, but her grandmother, my great-grandmother, had always served spinach with rice, so we adopted it that way. And besides, it tastes really good together.
Now I have no idea where exactly this family custom came from. My great-grandmother was originally from Croatia, so maybe it has something to do with that.
DEUTSCH / GERMAN
Österreichische Oster Tradition – Gründonnerstag
Nach der christlichen Tradition wären wir Christen ja seit dem Aschermittwoch, zum Ende des Faschings, in einer Fastenzeit gewesen. Heutzutage hält sich aber kaum mehr jemand an diese Regel. Was jedoch geblieben ist, das ist die Tradition, in den letzten Tagen vor Ostern kein Fleisch zu essen. Etwas, woran sich auch heute noch sehr viele Leute halten.
Der Donnerstag vor dem Osterfest wird „Gründonnerstag“ genannt und es ist ein Tag, an dem in den meisten österreichischen Haushalten Spinat auf den Tisch kommt. Wie so oft bei christlichen Traditionen ist es interessant, dass dieser Gründonnerstag auch wieder seinen Ursprung in einer uralten heidnisch/keltischen Tradition hat, und das ist eine Suppe aus frischen wilden Kräutern:
DIE GRÜNE NEUNE
Der Frühling ist die Zeit in dem in unseren Breiten endlich wieder alle Pflanzen in frischem und saftigem Grün austreiben und die ersten die zum Vorschein kommen sind zumeist uralte heimische Pflanzen, die voll von hochwirksamen frischen grünen Vitaminen, Vitalstoffen und Heilkräften stecken. Wildkräuter, die vorwiegend entgiften, entschlacken und den Stoffwechsel nach dem langen trägen Winter ankurbeln.
Zur Zubereitung der grünen Neune werden jeweils 9 solcher Wildkräuter verwendet. Man kann natürlich auch Kulturkräuter hinzufügen, aber es sollten 9 an der Zahl sein, denn ein wenig Magie hat doch noch niemandem geschadet ;-)
Es gibt sehr viele Kräuter, die in Frage kommen und es ist auch jedes Jahr ein wenig unterschiedlich, je nachdem wie die Witterung ist und wie früh oder spät dieser Oster Vollmond im Jahr eintrifft.
Meine absoluten Lieblinge sind aber:
Gundelrebe
Giersch
Löwenzahn
Brennessel
Taubnessel
Spitzwegerich
Labkraut
Gänseblümchen
Schnittlauch
Die Zubereitung der Suppe ist sehr einfach. Man schwitzt klein geschnittenen Zwiebel in Butter an, bis er schön glasig geworden ist. Dann fügt man die frisch gewaschenen und geschnittenen Kräuter dazu, gießt es sofort mit Wasser auf und lässt es köcheln. Dann mit dem Pürrierstab mixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer die Suppe gerne cremiger haben will kann auch eine Kartoffel mit den Kräutern hinzufügen oder Knoblauch, wer es gerne mag.
Je nach Kräuterauswahl hat sie jedenfalls einen wundervoll intensiven Geschmack, den man mit nichts vergleichen könnte, was wir normalerweise essen. Hier seht ihr Fotos von einer Grünen Neune, die ich im Jahr 2020 gekocht hatte:
Hier habe ich ein paar Gänseblümchen aufgehoben, nicht mitgekocht und zur Dekoration in die fertigen Teller gegeben.
Spinat in fast allen Haushalten am Gründonnerstag
Dieses Jahr hatte ich leider keine Zeit für die Suppe. Daher gab es heute – wie in hunderttausenden anderen österreichischen Haushalten auch: Spinat zum Mittagessen.
Creme Spinat mit Reis und Spiegelei
Schande über mich, es war ein fertiger tiefgefrorener Cremespinat, der nur noch erwärmt werden musste, aber ehrlich gesagt, er schmeckt sehr gut, wenn man ihn von der richtigen Firma kauft.
Dazu einfach normalen Reis gekocht und die Spiegeleier gebruzzelt.
Normalerweise gibt es dieses Gericht hierzulande nie mit Reis, sondern immer mit Kartoffeln. Aber bei uns gab es immer nur Reis zum Spinat. Als ich eines Tages feststellte, dass die meisten Leute diese Kombination nicht kannten, fragte ich meine Mutter und ihre Antwort war, sie wisse auch nicht warum, aber schon ihre Großmutter, also meine Urgroßmutter hatte Spinat immer mit Reis serviert, daher haben wir das so übernommen. Und ausserdem schmeckt es wirklich sehr gut zusammen.
Nun habe ich keine Ahnung woher genau dieser Familienbrauch kam. Meine Urgroßmutter war ursprünglich aus Kroatien, vielleicht hat es damit etwas zu tun.
Ich hoffe, dieser weitere Ausflug in die österreichische Oster Tradition hat euch gefallen, morgen geht es weiter mit der kleinen Serie :-) Eure B.
That's one of my photos from a Spinach some years ago, wich I really love, so let me add this here.
I hope this further excursion into the Austrian Easter tradition has pleased you, tomorrow I'll continue with the small series of posts :-) Yours, B.
all photos by
mostly translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
#hiveblopomo day 14/30