Hallo liebes Tagebuch,
gestern habe ich die Feuerwehr gerufen.
Ich arbeite ja sehr viel am Computer. Und wir haben ein Öko-Haus. D.h. wir heizen nur mit Sonne und Holz. Daher hat es sich als Hobby eingebürgert, dass ich Samstags im Winter in unserem (durch einen glücklichen Zustand erworbenen) Wald arbeite um die drei Fliegen "Bewegungsausgleich", "Frische Waldluft" und "Haus wärmen" mit einer Klappe zu schlagen.
Ein schöner sonniger Samstag
So auch an diesem Wochenende. Ich suchte mir einen Baum aus, der relativ weit vom Radweg entfernt stand und fertigte, wie schon oft gemacht, einen Fallkerbschnitt an (das ist dier Winkel, der vorgibt, wohin der Baum fallen soll).
Nun ja, vielleicht war ich etwas zu unbesorgt. Der Baum hätte eigentlich weiter rechts runter kommen sollen. Aber die Krone war links zu schwer und so zog das Gewächs doch zu sehr in die falsche Richtung. Hinzu kam, dass ich mich in der Länge des Ahorns verschätzt habe. Von unten sehen die Dinger kleiner aus, als sie sind.
Krawumm
Das Ergebnis war dieses:
Wie man sieht, wurde die Leitung mit zu Boden gestreckt.
Scheiße!
Man was habe ich mich geärgert. Ich dachte, ich wäre professioneller.
Und jetzt?
Feuerwehr anrufen.
Die meldeten sich auch sofort und schickten "jemanden" vorbei. Ich solle den Baum nich berühren, da er unter Strom stehen könnte.
Tatüü Tataa
In mir kam das Trauma von vor 3 Jahren wieder hoch Feuerwehreinsatz in Oberelchningen.
Vor allem dann als ich wartete und schon von weitem das "Tatüü Tataa" hörte.
Die Kollegen waren aber recht schnell entspannt, denn das Kabel führte keine Hochspannung und war gut isoliert. Außerdem ist nichts gerissen. Denn die Kabel werden mit Schlaufen in die Masten gehangen, so dass es Sollbruchstellen gibt und die Leitungen unversehrt bis zum Boden gezogen werden können.
Dann wurde der Energieversorger gerufen. Die Feuerwehr wartete noch bis diese Truppe angekommen war und fuhr dann wieder weg.
Die Männer der Energie- und Wasser Versorgung zogen dann die Kabel wieder hoch:
Alles in allem war es nicht ganz so schlimm. Ich hatte aber auch Glück gehabt. Es hätte auch jemand verletzt werden können.
Lessons learned:
Noch mehr Respekt und Vorsicht und einplanen, dass bei aller Fällkunst der Baum in jede Richtung kippen kann. Risiko-Bäume entweder stehen lassen oder mit Seilzug fällen.