Länge: ~64km
Reine Fahrzeit: ~4,5h
Gesamtzeit: ~6h
Zweiter Tag, die ganze Nacht hindurch hat es in Riedenburg geregnet. Beim Aufwachen ist nur noch leichter Nieselregen zu sehen und nach einem kräftigenden Frühstück ist auch dieser vorüber.
Wir verlassen Riedenburg in Richtung Kelheim. Die Luft ist nach dem Regen rein und leicht gekühlt. Nebelwolken sind an den Talrändern zu sehen und Begleiter in der nächsten Stunde.
Noch folgen wir der Altmühl aber das Tal ist nicht mehr so weit wie am Anfang. An den Steilwänden hängen kleine Burgruinen und grüßen uns erhaben entgegen.
Nach ca. 20km kommt Kelheim ins Blickfeld. Besser gesagt thront weithin sichtbar die prächtige Kuppel der Befreiungshalle.
Wir erklimmen in einem 15min. Kraftakt die Steigung zur Halle und werden gleich dreifach belohnt:
- Die Befreiungshalle: Denkmal für die Napoleonischen Befreiungskriege
- Den Donaudurchbruch: Durchbruch der Donau durch ein Felsmassiv an dessen Ende das Kloster Weltenburg mit seiner barocken Klosterkirche und der ältesten Klosterbrauerei der Welt ist
- Blick auf Kelheim und das Donautal
Nach einer rasanten Abfahrt von der Befreiungshalle nach Kelheim machen wir kurz Rast bei einem kleinen Espresso.
Übrigens möchte ich hier mal etwas Klugscheißen.
Herzog Ludwig (ein Wittelsbacher) verlegte seinen Herrschafssitz im 13 Jahrhundert nach Kelheim und wurde so zu Ludwig dem Kelheimer. Somit hatte Kelheim das Privileg die Hauptstadt Bayerns zu sein.
Anschließend geht unsere Reise noch ein wenig an der Altmühl entlang bis diese dann ein paar km hinter Kelheim in die Donau mündet.
Ab hier sind wir Donaureisende. Entlang auf Europas zweitlängstem Strom erkennt man sehr schnell das alles größer und breiter ist. Der Fluss selbst, seine Wassermassen und das Tal, das die Donau geschaffen hat.
Wir kommen durch Bad Abbach welches durch seine heilenden Schwefel- und Moorbäder bekannt ist und diese bereits von Kaiser Karl V genossen wurden.
Nach weiteren 15km kommt uns die ersten Ausläufer von Regensburg ins Sichtfeld. Von weitem sehen wir die Autobahn A3 die das Tal überspannt.
Es dauert nicht mehr lang und die Altstadt von Regensburg mit ihren mittelalterlichen Gassen und Plätzen liegen uns zu Füßen und werden durch uns erobert. Die über 2000 Jahre alte Stadt ist ein Augenschmaus und allein eine Reise wert.
Den Abend lassen wir beim Auer Bräu bei einem herzhaften Essen und zwei Halbe ausklingen. Den Morgen ist ein weiter Tag auf unserer Reise.