Nicht, dass wir das nicht schon ein paar Mal hatten, aber ich bin gerade über einen Artikel in der NZZ gestolpert, den ich euch nicht vorenthalten möchte und der die vielsagende Überschrift trägt: Klicken Sie nicht auf Videos, die verdächtig sein könnten: Auf YouTube schaut die Polizei mit
Die NZZ berichtet, dass YouTube, also die große Zensurplattform aus Corona-Zeiten, Nutzerdaten über das Anschauungsverhalten von Videos filtert und an amerikanische Strafverfolgungsbehörden weitergibt, um dort fragwürdige illegale Interessen zu verfolgen. Ich zitiere:
Wie das Magazin «Forbes» unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete, haben amerikanische Strafverfolgungsbehörden Google zur Offenlegung von Youtube-Nutzer-Daten aufgefordert. In dem Fall ging es um eine Person aus Kentucky, die in dubiose Bitcoin-Geschäfte verwickelt sein soll. Um den Nutzer hinter dem Pseudonym «elonmuskwhm» und mögliche Hintermänner zu identifizieren, hatten verdeckte Ermittler auf der Videoplattform Kontakt zu dem Account-Besitzer aufgenommen und ihm Links von Youtube-Tutorials geschickt.
Die Polizei verlangte daraufhin die Herausgabe von Daten von 30 000 Nutzern, die diese Videos in einem bestimmten Zeitraum angeschaut hatten: Name, Adresse, Telefonnummer, Nutzeraktivitäten. Wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht, wurden auch die IP-Adressen von Nutzern ohne Google-Account angefordert. Die Ermittler wollten herausfinden, wer mit dem Verdächtigen in Kontakt gestanden haben könnte, um so auf dessen Identität zu schliessen.
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Im Wissen um eine mögliche strafprozessuale Auswertung seiner Nutzerdaten hat man Angst, ein Video anzuklicken – und zensiert sich in vorauseilendem Gehorsam selbst. Überwachungsgegner sprechen auch von «chilling effects», einer Selbstbeschränkung, die dazu führt, dass man Grundrechte zögerlicher ausübt.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber allein dieser Satz löst bei mir ein Gehirnfeuerwerk aus, was dieser Konzern noch alles filtert und an die Regierenden weitergibt. Ich für meinen Teil meide die Plattformen und Dienste der BigTechs wo immer es geht. Aus meiner Sicht sollte man ihnen das Öl, sprich die Daten, entziehen und keine Energie und Impulse mehr hineinstecken. Aus meiner Sicht ist es für einen frei denkenden und frei kommunizierenden Menschen besser, seine Energie und seine Impulse in den Aufbau alternativer dezentraler Plattformen zu stecken.
Web3 ist nicht DIE Lösung, aber ein Teil davon.
Imkerliche Grüße aus dem schönen, (heute verregneten) Franken
Bemerkung: Das Titelbild wurde mit KI generiert