Der heutige Tag war, vom Wetter her bewölkter als der Tag zuvor aber trotzdem sommerlich warm – Unsere Tageskilometer betrugen 62km aber mit einem sehr starken Gegenwind.
Nach einen guten und ausführlichen Frühstück sattelten wir unsere Drahtesel und starteten; zuerst durch die Altstadt von Schweinfurt hindurch und zum Startpunkt unserer Etappe die Mainbrücke in Schweinfurt. Der Wegweiser „Volkach 29/Bergheinfeld 7“ zeigte uns die Richtung flussabwärts.
Es ging zunächst durch die Gutermann-Promenade mit Industriedenkmälern wie dem gusseisernen Handdrehkranen und dem Regulierwerk des ehemaligen Walzenwehres aus dem Jahre 1903.
Kurz nach Schweinfurt radelten wir an dem 2015 stillgelegten Kernkraftwerks Grafenrheinfeld vorbei, dessen Rückbau noch Jahrzehnte dauern soll. Gleichzeitig findet man daneben ein Zuckerrübenfeld mit einem Schild, das einen informiert, wie gut die Zuckerrübe für das Klima ist.
Ich versank kurzfristig in Gedanken über die naive und respektlose Energiepolitik unserer Regierung bis mich mein Sohn zurück in die Wirklichkeit holte – „Auf wir müssen weiter!“
Nach Schweinfurt bestimmt der feine Wein den Weg, der stets abseits der Straßen und meist direkt am Main entlang durch das Maindreieck führte.
Es ging vorbei an Bergrheinfeld nach Garstadt erreichten wir Wipfeld. Hier wechselte der MainRadweg auf die andere Flussseite – der Main wird erstmals mit der Fähre überquert.
Und wenige Kilometer nach dem Abzweig nach Stammheim gab es noch eine zweite Möglichkeit mit einer Fähre das Wasser zu bezwingen Wasser – mit der Fähre Fahr. Diese ließen wir aber aus und fuhren entlang des Main Richtung Volkach.
Der Name des Ortes geht auf die Fähre zurück, die an dieser Stelle bereits um 1400 urkundlich erwähnt wurde. Und noch heute sorgen die Fährleute für den sicheren Transport von „hest“ nach „dest“ (von hüben nach drüben).
Vorbei an einem Museum für Militärfahrzuge aller Art - was man am Main nicht so alles findet.
Und weiter zum Abzweig zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten (was auch immer die Maria da wohl gemacht haben soll😉)
gelangt man nach Volkach – Die Altstadt ist ein Traum – dort entspannten wir am Brunnen bei einem Kaltgetränk. Scheurebe Spätlese (fruchtig) – Johannisbeerenduft, Komplexer Körper – Weingut Martin – Volkacher Ratsherr 2019 und für den Sohn - Sprite😉
In Volkach rasteten wir nur kurz und setzten den Weg fort in Richtung Nordheim. Nordheim liegt auf der Weininsel und mitten in der Mainschleife – die Auswahl zur Einkehr ist hier riesengroß. Im Gebäude der Winzergenossenschaft Divino kann man sowohl Wein verkosten, Kaffee trinken als auch sich Kunstausstellungen ansehen.
Der Weg von Nordheim nach Sommerach war ein Traum – Nur noch Weinberge um uns herum und eine leichte warme Sommerbrise bliess uns ins Gesicht. Wären die Obstbäume, Olivenbäume gewesen – man hätte denken können man ist in Italien.
In malerischen Weinort Sommerach machten wir in einer Heckenwirtschat dann Mittagspause und aßen und tranken eine Kleinigkeit
Anschließend ging es weiter, über Gerlachhausen und Münsterschwarzach bis zur Mainbrücke, welche die sogenannte Mainschleife beendet.
Auf unserem Weg kamen wir an einigen Objekten des Skulpturenweges Pilgervolk vorbei, der anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Wallfahrt zu „Maria im Sand“ errichtet wurden.
Bereits kurz nach dem Ort Mainstockheim sah man schon die Türme der Kreisstadt Kitzingen und unser Tagesziel.
Das Hotel Pelikan war leicht zu finden in dem wir uns erstmal erfrischten und etwas ausruhten – bevor wir in die Kitzinger Altstadt gingen, um Abend zu essen und den Tag bei einem guten Glas Wein trockenen Bacchus und Sprite😉 ausklingen zu lassen.
Und morgen dan der letzte Bericht