Woher?
Dieses Buch habe ich kürzlich in der Bibliothek bei uns entdeckt. Es ist ganz neu rausgekommen. Bernhard Schlink habe ich bereits gelesen jedoch hat mich sein Werk bisher wenig nachhaltig beeindruckt. Bis hierhin. „Das späte Leben“ ist das bisher beste Buch was ich von ihm kenne.
Die Geschichte
Martin, sechsundsiebzig, wird von einer ärztlichen Diagnose erschreckt: Ihm bleiben nur noch wenige Monate. Sein Leben und seine Liebe gehören seiner jungen Frau und seinem sechsjährigen Sohn. Was kann er noch für sie tun? Was kann er ihnen geben, was ihnen hinterlassen? Martin möchte alles richtig machen. Doch auch für das späte Leben gilt: Es steckt voller Überraschungen und Herausforderungen, denen er sich stellen muss.
Was mir so gefallen hat
In dem Buch steckt eine Menge Weisheit. Man merkt, dass der Autor auch nicht mehr der Jüngste ist und sich offenbar schon sehr reflektiert mit der Herausforderung des letzten Ganges auseinandergesetzt hat. Sein Protagonist, der Professor und Familienvater Martin, will besonders seinem kleinen Sohn etwas hinterlassen. So schreibt er ihm, über seine Sicht auf Religion (s.u.) , Liebe oder der Arbeit. Auch überlegt er sich Dinge die er noch machen will, zB mit seiner Frau Ulla, die deutlich jünger ist als er.
Auch wenn das jetzt recht ordinär bzw. lau klingt, Schlink macht daraus ein sehr bewegendes Buch, im positiven wie negativen Sinn. Ich kann euch „Das späte Leben“ wirklich nur empfehlen, mir hat es sehr gut gefallen. Und auch wenn man es kaum glauben mag bei diesem doch recht schweren Thema, es schließt mit einem positiven Ende. Fand ich jedenfalls.
Hier mal ein Beispiel, ein Ausschnitt aus dem „Brief“ des sterbenden Vaters an den Sohn.