Handelsblatt 1./2. März 2025
Von Bitcoins und Festplatten
Die meisten kennen sicher die Story von dem Briten (James Howells), dessen Bitcoins angeblich auf einer walisischen Mülldeponie liegen. Also eine alte Festplatte von ihm mit den Bitcoins drauf. Angeblich.
Mit geht es heute gar nicht um diese Story an sich, sondern ein Detail aus dem Handelsblatt Kommentar vom Wochenende. Da schreibt Tillman Prüfer:
„Als James Howells die 8000 Bitcoin auf seiner Festplatte speicherte…“
Aha. Ok, klingt erstmal ganz nachvollziehbar - für Leute die Bitcoin nicht verstanden haben.
Zur Aufklärung
In Lektion 3 aus Gigis‘ „21 Lektionen über Bitcoin“ beschreibt Gigi sehr gut, dass Bitcoin weder auf Festplatten noch in Wallet Apps oder auf „USB Sticks“ (Cold Wallet) gespeichert sind. Sie befinden sich dezentral auf einer Blockchain, auf tausenden Rechnern weltweit, überall gleichzeitig. Genau genommen in Form von UTXOs (Unspent Transaction Outputs) aber egal.
Im Wallet oder auf Festplatten kann man Bitcoin jedenfalls nicht speichern, sondern lediglich die Zugangsdaten (Keys) zu den eigenen BTC auf der Blockchain. Damit sind die Coins von James Howells auch nicht auf einer Müllkippe in Wales, sondern noch immer im Cyberspace des weltweiten Netzwerks.
Nicht lustig sondern lehrreich
Ist immer wieder herrlich sowas zu lesen, nicht weil ich mich über die Leute lustig machen möchte, (wirklich nicht - jeder von uns hat mal klein angefangen) sondern weil es zeigt, wie früh wir noch immer dran sind. Selbst Journalisten, die über das Thema schreiben, haben oft wenig Ahnung davon. Noch.
In diesem Sinne, einen schönen Sonntag euch!