Hi Hive! :>
Da die Fruchtbarkeit eine sehr große Rolle jedes einzelnen Menschenlebens ist und ich mich persönlich nach Verzehr der Granatapfelfrucht viel besser fühle als vorher, möchte ich ein wenig über die Granatapfel (Punica Granatum) erzählen mit ihren vielen Vorteilen.
Granatapfel ist einer der am meisten unterschätzten Heil- und Kulturpflanze und tatsächlich hat diese Pflanze biologisch keine nahen botanischen Verwandten.
Symbole/ein wenig Mythologie
Ihren Wert hat man schon sehr früh für sich genutzt, was man in den verschiedensten Mythologien sehen kann. Es finden sich immer Verknüpfungen mit den weiblichen Geschlechts, sei es die Darstellung des Apfels mit einer weiblichen Göttin oder auch wegen der Ähnlichkeit der prallen Frucht mit der einer gut durchblutenden Vaginalschleimhaut.
In der griechischen Mythologie symbolisiert die Granatapfelfrucht neben der Fruchtbarkeit die zentralen Überzeugungen und Ideale der Menschen, wie Leben und Tod, Wiedergeburt und ewiges Leben, Fülle und Ehe.
Der Granatapfel wird besonders hervorgehoben bei der Ehe von Hades, den Gott der Unterwelt, und Persephone, die Tochter von Demeter. Demeter ist die Göttin der Fruchtbarkeit, Ernte, Natur und Landwirtschaft. Nachdem Persephone von Hades in die Unterwelt entführt wurde, ist Demeter außer sich und dachte, sie sei verloren, suchte nach ihrer Tochter und vernachlässigte alle Felder, sodass die Menschen und Tiere unter Hungersnöten litten. Zeus, Vater von Persephone, drängte Demeter schon, die Felder wieder blühen zu lassen und Leben auf die Erde zurückkehren zu lassen. Dies lehnte sie ab und vermittelte ihn, dass sie erst ihre Tochter bei sich haben möchte. Hermes wurde in die Unterwelt geschickt um Persephone zurückzubringen.
Allerdings hat Hades vorher Persephone ein Garten geschenkt und sie liebte den Garten so sehr, dass sie ein Drittel einer Granatapfel aß. Die erste Regel der Unterwelt war, nichts dort zu trinken und essen, sonst dürfe man die Unterwelt nicht mehr verlassen.
Also entschieden die Götter, dass Persephone ein Drittel des Jahres in der Unterwelt bei Hades verbleibt und zwei Drittel auf der Erde bei ihrer Mutter Demeter lebt.
Deshalb ist es in Griechenland ein Drittel des Jahres kalt und unfruchtbar und zwei Drittel des Jahres hat es Sonnenschein und Erträge. (Ich weiß nicht, ob das Klima in Griechenland immer noch so ist wie früher)
Und auch heißt es, dass Aphrodite, die Göttin der Liebe, Schönheit und sinnlicher Begierde, den aller ersten Granatapfelbaum auf Zypern pflanzte.
In China ist es mit dem Fruchtbarkeitssymbol auch ein Symbol einer glücklichen Zukunft, viele tüchtige Nachkommen und Überfluss.
Des weiteren kann man den Granatapfel auch Paradiesapfel nennen, da Eva ihren Adam mit dieser wunderschönen Frucht verführen konnte.
Der Reichsapfel symbolisiert im Zusammenhang mit der Kirche und dem Priestertum weltliche Macht, Tod und Blut.
..man kann noch sehr viele Mythologien und Verknüpfungen ent-decken..
Verwendbarkeit
Doch auch die Perser haben sich ein Vorteil aus der Granatapfel gezogen. Wenn man die Schale und den Saft der Frucht kocht, dann erhält man je nach Intensität gelbe, gelbrote oder schwarze Farbtöne. Diese Farbtöne verwendet man seit Jahrhunderten für Orientteppiche und das Färben von Wolle und Seide.
Darüber hinaus setzten die Perser die Blüten der Pflanze zur Behandlung von Altersdiabetes ein.
Viele andere Völker nutzten die Granatapfelschalen gegen Magengeschwüre, Darmbeschwerden (Durchfall), Rachenentzündungen, Mundschleimhautentzündungen und Parasiten. Wurzel und Rinde des Granatapfelstrauches hilft gegen Darmparasiten, insbesondere Bandwürmer und Amöbenruhr. Allerdings heißt es in der Schulmedizin, dass die Wurzeln und die Rinde giftig sind.
Ich persönlich gehe davon aus, dass es sich um Entgiftungserscheinungen handelt. Je größer der parasitäre Befall, desto stärker die Entgiftungssymptome (wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kreislaufkollaps etc.) Leider findet man fast keine Berichte spezifisch zur Behandlung von Parasitenbefall mit der Granatapfel, weshalb jeder für sich selber persönlich sich da langsam herantasten und informieren sollte.
Vorteile/Inhaltsstoffe
Aphrodisikum, wahrscheinlich abgeleitet von Aphrodite, ist in dieser Frucht enthalten. Dies ist ein Wirkstoff zur Belebung und/oder Steigerung der Libido, weshalb es auch in sogenannten "Liebestränken" vorhanden ist.
Die weiße Haut, welche sich um die Kerne herum befindet und man auch mit Faszien vergleichen kann, kann man auch essen und enthält Lignane. Die in der Pflanzen vorkommende Lignane gehören zur Gruppe der Phytoöstrogen und wird auch pflanzliche Hormone bezeichnet. Sie helfen bei Menstruationsschmerzen und Regulierung der Zyklusschwankungen, sowie bei den Wechseljahren.
Es wirkt also in 2 Richtungen und somit hormonell ausgleichend:
Bei Östrogenmangel beheben die Lignane die unangenehmen Mangelsymptome und
Bei Östrogenüberschuss senken Lignane den Östrogenspiegel, indem sie die Hormonrezeptoren von Östrogen mit schwächeren Östrogen besetzen.
Ansonsten enthält die Granatapfel Antioxidanten, Vitamin A, B und C, Mineralien (viel Kalium und Kupfer) und Kohlenhydrate, reichen sekundären Pflanzenstoffen wie Flovonoiden und Tanninen.
Nebenbei bemerkt ist die Granatapfel basisch, obwohl die ersten Bisse sehr sauer im Mund schmecken. Und ihre antioxidative Wirkung soll dreimal so hoch sein, wie die von Rotwein und grünem Tee.
Zusammengefasst hilft der Verzehr gegen
- Herz-Kreislauf Erkrankungen (Bluthochdruck)
- Krebs (insbesondere Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs)
- Haarausfall
- Akne
- Osteoporose
- Gelenkentzündungen, Arthrose und Rheuma in den Wechseljahren
- Hitzewallungen, sexueller Unlust, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen (in den Wechseljahren)
- PMS (Schmerzen, Menstruationsschwankungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, depressive Verstimmungen, Unterleibsschmerzen etc)
- Übergewicht
- Scheidentrockenheit
- Zahn- und Zahnfleischerkrankungen
- Juckreiz
- Wundheit
- Freie Radikale
- oxidativen Stress
und schützt die Gefäße, kräftigt das Immunsystem und das Herz.
In der Kosmetikindustrie und AntiAging-Medizin ist das Granatapfelkern-Öl aufgrund der Förderung der körpereigenen Kollagenproduktion sehr beliebt, dank der Punicinsäure.
Außerdem: Die Kerne der Frucht sind auch sehr wichtige Nährstoffquellen, weshalb sie niemals ausgespuckt werden sollten, sondern zerkaut und gegessen.
Trotzdem sind die meisten Wirkstoffe in der Schale (also was wir nicht essen), weshalb in der heutigen Industrie diese in Pulver und dann in Pillen verarbeitet wird.
Die Saison der Granatapfel ist vom September bis Februar. Dies ist wichtig sowohl für den Anbau als auch womöglich beim Kauf, denn ich bin mir nicht sicher, ob die Frucht gen manipuliert ist (Ich hab vom Gegenteil gehört). Dennoch sollte man beim Kauf darauf achten, dass der Mantel der Frucht auch schön intensiv rot ist, denn sie reift nicht nach.
Je röter, desto besser.
Ansonsten können Granatäpfel sehr lange gelagert werden. Wenn sie mal aufgeschnitten ist, würde ich sie trotzdem direkt essen und nicht zu lange stehen lassen.
Aufschneiden
Mein Vater hat mir eine schöne Methode gezeigt um nicht so ein großes Blutbad entstehen zu lassen >:D
Schritt 1: Oben Stiel abschneiden
Schritt 2: von oben nach unten in mehrere Partien aufschneiden
Schritt 3: Entweder direkt so essen (ohne Schale) oder auslöffeln und für weitere Gerichte, Smoothies oder Tees verwenden
Verzehrmöglichkeiten
Wenn es um Gerichte geht, kann man die Granatapfel sehr gut in fast allen Bereichen verwenden. Man kann sie also unverarbeitet mit aufs Fleisch legen, den Saft rauspressen und ein leckeren Sirup erstellen, oder auch in die Soße mitverarbeiten.
In Indien erfreut man sich sehr an den süß-säuerlichen Aromas des Granatapfelpulvers und man nutzt es als Gewürz, welches Anardana heißt.
Ich hab gehört, dass Granatapfel und Orange eine geschmacklich gute Kombination wären.
Da fällt einem bestimmt noch sehr viel mehr ein! :)
Quelle der Bilder: pixels
Danke an , dass du mir die Seite für kostenlos bereitgestellte Bilder gezeigt hast :>