Diese Pflanze ist eher unbekannt, dahingehend sind seine Heilwirkungen noch unbekannter. Seine bekannteste Überlieferung ist, dass das Kraut die Sehkraft stärken könne.
Die Pflanze ist absolut nicht toxisch, wobei sie von manchen Zeitungsartikeln als solches deklariert wird, da sie leicht psychoaktiv wirkt.
Nicht alle Habichtskräuter sind psychoaktiv, doch einige. Sicher wird es zugesprochen den Kleinen Habichtskraut, den Orangeroten Habichtskraut und den Waldhabichtskraut.
Wobei man sich immer noch fragt, welche Wirkstoffe für die Psychoaktivität verantwortlich sind, wie die Toleranzbildung aussieht und an welchen Rezeptoren im Körper es andockt um psychoaktiv zu wirken.
(Das Orangerote Habichtskraut hat sich selbst in einen Topf angesäht)
Familie
der Korbblütler (Asteraceae)
In Deutschland kommen etwa 180 Arten des Habichtskrautes vor.
Weltweit gibt es bis zu 1000 Unterarten.
Eine genauere Differenzierung ist schwierig. Alle Arten sind essbar.
Wobei dem Mausohr-Habichtskraut die Heilwirkungen zugeschrieben werden. Deshalb werde ich mich in diesem Beitrag nur dieser Gattung widmen.
2 Beispiele an Untergattungen des Habichtskrauts:
1te Untergattung: Echtes Habichtskraut
dazu gehören z.B.
- Gewöhnliches Habichtskraut
- Glattes Habichtskraut
- Wald-Habichtskraut
- Zottiges Habichtskraut
2te Untergattung: Mausohr-Habichtskraut
dazu gehören z.B.
- Orangerotes Habichtskraut (ist recht selten)
- Wiesen-Habichtskraut
- Kleines Habichtskraut
- Florentiner Habichtskraut
Volkstümliche Namen
- Mausohr
- Mäuseohr
- Mausöhrlein
- Ohrenkraut
- Dukatenröschen
- Felsenblümeli
- Langhaariges Habichtskraut
- Nagelkraut -> Wenn ein Pferd wunde Hufe hat, weil z.B. ein fehl gesetzter Nagel den Pferde plagte, gebe man Habichtskraut ins Pferdefutter
- Augenkraut
Namensherkunft
Die wissenschaftliche Bezeichnung Hieracium leitet sich vom griechischen Wort "hierax" ab und bezeichnet den Greifvogel Habicht. Die Zungenblüten des Habichtskraut können uns an die Habichtsflügel erinnern.
(Er lebt auch gerne im Miteinander mit Ackerschachtelhalm, Fünffingerkraut, Wald-Ziest, Erdbeeren)
Mythologie/Geschichte
Das Habichtskraut ist eine sehr alte Heil- und Zauberpflanze. Diese Aussage bezieht sich vor allem auf das Kleine und das Orangerote Habichtskraut.
Damals wurde das Habichtskraut auch bei Augenerkrankungen angewendet. Es heißt, dass daher sein Name wohl stammen mag. Bevor ich mich mit der mythologischen Bedeutung beschäftigt habe, habe ich folgende Verbindung für mich geschaffen: Hab-ichts-kraut - "Hab ich's (doch gefunden!)"
Doch die Verbindung liegt wo ganz anders: bei dem Vogel Habicht.
Laut der griechischen Mythologie sollen sich die Habichte mit ihren Schnäbeln an den Blüten wetzen.
In unseren Breitengrade, bzw Kulturkreis, glaubten die Menschen, dass der Habicht sich vom Pflanzensaft nähren würde, damit er wieder scharf sehen könne. Die Menschen waren dieser Meinung, da sie an so hochgelegenen Plätzen, die nicht von Menschen erreicht werden können, keinen anderen Zweck gedient haben können als für den Greifvogel, der sich in diesen schwer zugänglichen Felsen aufhält. Eine andere Legende besagt, dass der Habicht dieses Kraut aufsucht, wenn er nicht mehr scharf sehen könne und er dann die gelben oder orangeroten Blüten durch seine Augen streifen lässt um wieder Klarsicht zu erlangen.
Sehr wohl ist das Kleine Habichtskraut unsren Vorfahren der Antike als Heilpflanze bekannt. Man brachte damals auch schon mit der Sehkraft des Habichts in Verbindung: "Sehen wie ein Habicht"
Das Habichtskraut wird von den Indianern Nordamerikas auch "hawkweed" genannt, welches Falkenkraut bedeutet und hat die gleiche Verwendung.
Heutzutage weniger verbreitet, damals wahrscheinlich öfter zu hören, ist, dass das Habichtskraut auch als Liebestrank genutzt wurde.
Apropos Liebe: Eine Legende besagt, dass man mit der Hilfe von dem Habichtskraut die Stärke des geliebten Partners feststellen könne. In einem anderen Märchen heißt es, dass wenn man 2 Pflanzen nebeneinander einpflanzt und diese aufeinander zuwachsen, soll dies eine eindeutige Aussage haben darüber, dass die Liebe zweier Menschen gesichert sei.
Auch galt es im Mittelalter als eine magische Schutzpflanze gegen Hexen, Zauberer und alle Verwünschungen. Im Volksglauben schrieb man den Habichtskraut magische Kräfte zu, wie den Schutz vor bösen Geistern, Dämonen, negativen Energien und schwarzer Magie.
Diese Pflanze hatte im Mittelalter eine große Bedeutung zugeschrieben bekommen. Als Stärkungsmittel für geschwächte oder verwundete Menschen wurde es oft in Kombination mit anderen Kräutern in Wein gekocht. Nicht nur ein Stärkungstrank half, sondern auch getrocknet und pulverisiert, dann als Pulver eingenommen.
Die bekannte kräuterkundige Hildegard von Bingen (die es wahrscheinlich nie tatsächlich gegeben haben sollte) hat im Mittelalter verschiedene Kräutermischungen zusammengemischt, wobei Habichtskraut ein Bestandteil dessen war. Laut ihren Verzeichnissen, schrieb sie dem Kraut eine herzstärkende Wirkung zu. Dahingehend mischte sie es mit verschiedenen Zubereitungen mit Diptam und Galgant.
Eine Räucherung mit dem Habichtskraut hilft uns in stressigen Situationen, wo alles drunter und drüber läuft, also im Chaos die Ruhe zu bewahren. So hilft er uns in hektischen Zeiten zur Entspannung und Balance zu finden. Mit dieser Pflanze können wir uns erden und die Harmonie in unsrer Mitte finden um den Alltag gelassener entgegen zu treten. Deswegen wird er auch oft als milder Glücklichmacher beschrieben, welcher sanft die Stimmung hebt ohne unser Bewusstsein sehr zu beeinflussen. Trotzdem erweitert er das Bewusstsein, verändert es in sanfter Weise und auch die Wahrnehmung. Er hebt die Stimmung SOFORT und entspannt.
In Situationen, die uns kraft- und mutlos fühlen lässt, in denen wir niedergeschlagen sind, können wir mit dem Habichtskraut zu Selbstvertrauen, Tatenkraft und Zufriedenheit erlangen. Das bedeutet nicht, dass das Kraut irgendwas an der Situation ändert, sondern unsere Sicht der Dinge verändert. Wir können lernen Situationen anzunehmen, wie sie sind, wenn wir sie eh nicht ändern können. Außerdem verhilft er uns auch den Sinn in widrigen Umständen sehen zu dürfen.
In Hanfkreisen ist das Habichtskraut sehr wohl bekannt. Denn er wird sogar als kleiner Bruder des Hanfs bezeichnet, der allerdings nicht so wirkungsvoll ist. Er dient als Alternative, die sogar legal und nicht nachweisbar ist. Das Habichtskraut ist kein Kraut mit dem man einfach "high" oder "dicht" wird. Es hilft uns eher einen klaren Geist zu bekommen, die Ruhe und Wachheit in uns zu erwecken und den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Auch kann er behilflich sein in andere Dimensionen zu reisen. Mit all den Eigenschaften macht das Kraut zu einem Kraut der Schamanen, welches wohl auch von unseren Vorfahren, wie den Germanen und womöglich Kelten genutzt wurden. Den Missbrauch mit dieser Pflanze sollte vermieden werden. Habt eher Respekt vor der Pflanze und tastet euch langsam heran, selbst ein Blatt reicht aus um die psychoaktive Wirkung zu spüren.
Außerdem hilft das Habichtskraut unsere Emotionen zurückzufahren und störende Gedanken aufzulösen, damit wir zielgerichtet unsere anstehenden Probleme lösen können. Dabei verhilft er uns auch unsere Ziele im Leben besser (oder überhaupt mal) wahrzunehmen.
Diese Pflanze verstärkt nicht nur die Sehschärfe, sondern auch den klaren Verstand, was zu einer Klarsicht und Bewusstsein führt. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Pflanze traumintensivierend wirkt. Das bedeutet nicht, dass sie dir schöne Träume verleiht, sondern dir Klarsicht darüber gibt, welchen Weg du in deinem Leben einschlagen musst um für dich spirituell weiterwachsen zu können. Diese magische Pflanze fördert unsere Intuition und vertieft diese um unser altes inneres Wissen wieder ins Bewusstsein zu bringen (was wir womöglich in früheren Leben eh schon gelernt haben) und neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Sie kann Visionen fördern, sowie uns ein Gefühl geben, dass wir eins mit der Schöpfung sind.
Sie verleiht uns also nicht nur Klarsicht, sondern die Wurzel soll uns auch nachts sehend machen. Im übertragenen Sinne bedeutet das soviel, dass sie unsere eigene Hellsichtigkeit fördert um (ähnlich wie das Hirtentäschel) uns die Fähigkeit zu verleihen tief in unseren Kern vorzudringen. Als Amulett getragen lindert sie alle möglichen Augenleiden.
Mit den Habichtskraut wird auch folgendes von feinfühligen Menschen in Verbindung gebracht:
Die meisten Menschen spüren innerlich, wann die Zeit reif ist, ein Projekt nach außen zu tragen. Und diejenigen, die es nicht spüren, dürfen lernen, wie es scheitert und kompliziert wird, wenn sie zu voreilig sind. Darüber hinaus gibt es keine Bewertung, sondern eher ein einfaches: "Wenn ich das tu, dann folgen diese Konsequenzen". Also ist es hilfreich, das Richtige zu tun, wenn man es eh schon in sich spürt.
Eine Räucherung mit dem Habichtskraut dient auch als Schutzritual gegen Verzauberungen jeglicher Art, wie schwarzer Magie und negativen Energien, Geistern und Dämonen.
Mit dem Habichtskraut kann man Räume reinigen, desinfizieren und segnen. Es ist ein Kraut mit großer Kraft, welches negative Energien ausräuchert.
Außerdem weiht es, lädt energetisch auf und segnet Heilgegenstände, Amulette und Edelsteine.
Eine Habichtskrauträucherung eignet sich hervorragend zum Orakeln. Orakel wie Tarot, I-Ging, Runen und auch Pendeln sind nicht dazu geeignet unsere Zukunft zu erkennen. Es verhilft uns eher zur Selbsterkenntnis. Nebenbei bemerkt: Im Eingansportal des berühmten Orakel von Delphi stehen die Worte "Erkenne Dich selbst" gemeißelt.
Die Blütenessenz des Habichtskrauts hilft uns dabei Vergangenes loszulassen und eine klarere Sichtweise und einem Richtungswechsel Platz zu machen.
Planetenzuordnung:
Das Habichtskraut ist dem Saturn zugeordnet.
Der Saturn ist dafür bekannt unser Sicherheitsdenken zu unterstützen, die Disziplin, Perfektion, Kritifähigkeit und die Übernahme von Verantwortung zu fördern. Somit ist er unser "Rückgrat". Er symbolisiert Regeln und Gesetze, die wichtig sind für ein Miteinander, aber auch eine innere Distanz herzustellen, mit der wir unsere Grenzen setzen und Struktur und Displizin verlangt. Er fordert uns auf Eigenverantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und auf unsere Ziele hinzuarbeiten.
Der Saturn hilft uns in andere Welten, die innere, wie auch die "kosmische" Welt anzuschauen.
Eine Räucherung mit einer Saturnpflanze kann dazu beitragen unsere Perfektionsansprüche abzubauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens zu akzeptieren und unsere Blockaden zu erkennen.
Sternzeichenzuordnung:
Das Habichtskraut ist dem Tierkreiszeichen Steinbock zugeorndet.
Menschen, die in diesem Zeichen geboren sind, stehen mit eigenen beiden Füßen auf den Boden der Wirklichkeit und sind ausdauernd, sachlich, gradlinig und geduldig. Solche Menschen übernehmen gerne die Verantwortung und stellen sich den Herausforderungen des Lebens. Sie gehen Schritt für Schritt auf ihre Ziele zu. Sie wissen schon früh, was sie in ihren Leben erreichen wollen.
So kann eine Räucherung mit dem Habichtskraut, welches ein Steinbockkraut ist, uns dabei helfen, den roten Faden unseres Leben zu erkennen und auch die notwendigen Schritte zu erkennen, die unsere großen Ziele im Leben erreichen zu lassen.
Inhaltsstoffe
- Gerbstoffe (Tannine), wie Alpha- und Beta-Myrin, Taraxerol, Taraxesterol (Triterpenoide)
- Phenolsäuren
- Bitterstoffe
- Flavonoide, wie Luteolin, Apigenin und Isoetin
- (Hydroxy)Cumarine (Umbelliferon (könnte für psychoaktive Wirkung zuständig sein; wird auch in Sonnencremes und Textilaufheller benutzt) und Skimmin)
- Sesquiterpenen
- Schleimstoffe
- organische Säuren, wie Kaffeesäure, Ascorbinsäure und Chlorogensäure
- Menthanolextrakte
- Vitamine
- Ätherische Öle
- Gerbsäure
Wirkungen
- harntreibend (wissenschaftlich bewiesen)
volkstümlich:
- schleimlösend
- antibiotisch
- antibakteriell
(- antiviral) - entzündungshemmend
- leicht psychoaktiv (wird dahingehend für Rauschzwecke genutzt)
- angsthemmend und euphorisierend, wie sedierend (beim Rauchen, soll allerdings auch beim Essen so wirken)
- eine traumintensivierende Wirkung kann auftreten
- zusammenziehend
- antioxidativ
- cholesterinhemmend
- entspannend
- stimmungsaufhellend
- adstringierend
- beruhigend
- blutbildend
- schweisstreibend
- tonisierend
- Stärkung der Sehkraft
- verdauungsfördernd
- krampflösend (Orangerotes Habichtskraut)
Interessanterweise gilt Hieracium pilosella laut Christian Rätsch in Dänemark als Marijuana-Ersatz. Schauen wir uns an, was der Ethnobotaniker zum Habichtskraut berichtet: „In Dänemark wird das håret høgeurt genannte, gelbblühende Kraut in Joints geraucht und soll bei einer Dosis von 1 g gute psychoaktive oder euphorisierende Wirkungen haben (…). In den USA ist es unter dem Namen hawkweed, „Falkenkraut“, bekannt und wird von den Irokesen ethnomedizinisch verwendet (…). Ich habe beim Rauchen von ca. 1 g leicht euphorisierende, cannabisähnliche, aber verhältnismäßig schwache Effekte gespürt“ (Rätsch 1998: 561).
Anwendungsgebiete
- Unterstützung bei Harnwegserkrankungen, ist als Diuretikum anerkannt; Blasensteine
- Entzündungen des Mund- und Rachenraumes
- äußerlich bei Ohrenschmerzen und Ohrensausen (warmer Sud)
- Rauschzwecke (Anwender vergleichen den Effekt mit Marihuana; in anderen Ländern als milder Cannabis-Ersatz bekannt)
- Menthanolextrakte: gegen freie Radikale,
Kolibakterien, Staphylokokken-Erreger, Salmonellen und die Stäbchenbakterien Klebsiella pneumoniae. Auch gegen die Pilze Aspergillus niger und Candida albicans waren Wirkungen erkennbar.
(winterliche) Melancholie
Darmschleimhautentzündung, Magenschleimhautentzündung
Herzschwäche
Kreislauferkrankungen
Rachenentzündung, Mandelentzündung, Atemwegserkrankungen
Wurmleiden
Brustleiden
unfreiwilliger Samenabgang
Wechselfieber
wird von den Native Americans gegen bakterielle Infektionen genutzt
Volksmedizin:
- Ödeme / Wassersucht
- Wundheilung
- Infektionen im Mund- und Rachenraum
- Husten
- Erkrankungen mit Schleimbildung in den Atemwegen
- Asthma
- Menstruationsbeschwerden, starker Menstruationsblutung
- Halsschmerzen
- Heiserkeit
- grippale Infekte
- Durchfall
- Darmbeschwerden
- Atemwegserkrankungen
- Hautgeschwüre und andere Hauterkrankungen
- Leiden der Gefäße
- als Antibiotika um pathogene Keime abzutöten
- Diabetes
- zur Entgiftung
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Bronchitis
- Verbrennungen (kalte Umschläge)
- soll Bluthochdruck senken
- Übergewicht
- Nierenleiden, Nierensteine, Nierenentzündung
- Leberleiden
von der Wissenschaft nachgewiesene Wirkungen sind:
- Gegen Bakterien
- gegen Viren und Pilze
- zur Krebsprävention
- als Darmschutz
- gegen Diabetes
- gegen Epilepsie
- gegen Fettleibigkeit
- zum Verjüngen der Haut
(hier wächst der Orangerote Habichtskraut mit seinen Stängel "durch" den Wald-Ziest. Sie mögen sich.)
Anwendungsbeispiele
- Augenspülungen
- Tee
- Tinktur
- Auflagen
- Umschläge
- Pulver
- Kräutertabak (kann kratzig im Hals sein, in Erfahrungsberichten steht eine Dosierung von 500 mg bis 1,5 g getrocknetes Kraut )
- Vaporisiert, also verdampft
- Räucherungen
- als Dekoration auf Speisen
- Frischkäse-Terrinen
- Mousse
- Aufstriche
- Suppen
- Kräuterbutter
- auf Salaten
- Spülen und Gurgeln
- Dips
- Dressings
- Saft
- Lotion
- Creme, Salbe
verwendete Pflanzenteile
- gesamtes Kraut
- Blätter
- Blüten
- Wurzel
Merkmale
- Boden: stickstoffarm, trocken, durchlässig, nährstoffarm
- Wurzel: Pfahlwurzel
- Blüte: längliche Blütenblätter, die wie ein Korb angeordnet sind (daher auch die Zuordnung in die Familie der Korbblütler)
- Blütenfarbe: leuchtend gelb, orange, orangerot oder auch sanfte Weißtöne
Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella): GELB
Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum): ORANGEROT
- Blüten öffnen sich zwischen 6 und 7 Uhr und schließen sich um 14 Uhr
- Blätter: 1-3 cm groß, grau bis blaugrün gefärbt, oval, lanzettlich, Blätter sind eher am Anfang des Stengels vor zu finden, also bei Bodennähe -> bildet Blattrosette, die obere Seite ist grün und mit langen Drüsenhärchen bedeckt, während die Blattunterseite mit etwas kürzeren Härchen versehen ist und weißfilzig
- (Blüten)Stängel: mit Drüsenhärchen bedeckt, kahl (nicht mit Blättern bedeckt), kann 10 bis 30 cm hoch wachsen
- Ausläufer: oberirdisch, bis zu 30 cm lang
- Geruch: süß, wie Honig, beim Räuchern: warm, würzig
- Geschmack: leicht herb, leicht nussig, mild
- Wuchsart: Staude
- Wuchseigenschaften: flächendeckend, winterhart, mehrjährig
- Wuchshöhe: 5- 20 cm, gibt auch Arten die bis zu 50 cm hoch werden, 1,50 m sind auch möglich bei versch. Arten
Vorkommen
- Von Westeuropa bis zum Kaukasus / Westsibirien
- Neophyt in Nordamerika und Neuseeland
- Europa
- Asien
- Nordamerika
- Kanada
- Neuseeland
- Australien
Fundorte
warm und sonnig
in felsigem Boden
auf Heiden
Geröllfeldern
auf Trockenrasen
in Gebirgsspalten, Felsspalten
Steinhängen, Gebirgshänge
Magerrasen
Weg- und Waldränder
offene Wälder
Waldlichtungen
Mauern
Bahndämmen
Magerwiesen
Industriegeländen
Orangerotes Habichtskraut wird auf den Alpen bis zu einer Höhe von 3000m gefunden
mag Gemeinschaft mit Kiefern, jungen Kiefer, jungen Birken, jungen Pappeln; also eher Pionierpflanzen, die eine artenarme Fläche wiederbesiedeln
Sammelhinweise
- Blütezeit: Mai bis Oktober
- Sammelzeit: Blüte und Kraut in Mai bis August, Wurzel in Herbst bis Frühjahr
Im Winter sammeln sich die Bitterstoffe in der Wurzel. Wer bittere Blätter und Blüten gerne mag, kann im Frühjahr und Herbst pflücken. Im Sommer hingegen sind sie leicht herb und aromatisch.
Hasen, Kleintiere und auch andere Insekten, wie Schmetterlinge und Bienen erfreuen sich am süßen Snack des Krautes :)
Bei Korbblütler Allergien selbstverständlich das Kraut nicht einnehmen ;)
Verwechslungsgefahr!
- mit Löwenzahn (ungefährlich)
- Ferkelkraut (ungefährlich)
Quellen:
t.me/kerstintenn
t.me/kruterhexe
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Zum Anschauen von buschfunkistan
Zum Anschauen einige Habichtskraut Arten im direkten Vergleich
Hinweis!
Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt.
Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.
Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.
Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)
~charlissy