Der Holunder – Geist der Großen Göttin, des Lebens und des Todes
oder auch:
Der Holunder - Transformation, schützt das Zuhause, für Fruchtbarkeit und reiche Ernte
Holunder ist wohl einer der begehrtesten Volksmedizinen, die heutzutage noch immer verwendet werden.
unter Hebammen ist der Holunder die Meisterin der Geburtsvorbereitung.
Systematik
- Familie: Moschuskräuter (Adoxaceae)
Ursprünglich gehörte der Holunder zu den Geissblattgewächse (Caprifoliaceae) - Arten:
- Roter Holunder (Sambuscus racemosa)
- Zwerg-Holunder (Sambuscus ebulus); sehr giftig, keine Verholzung an der Staude vorhanden, nur 1,5m hoch, Blüten riechen unangenehm, Fruchtstände stehen aufrecht, Blattfieder sind schmaler
Volkstümliche Namen
- Alhorn
- Aalhorn
- Apothekerkästchen der Bauern
- Backholder
- Betschel
- Deutscher Flieder
- Eiderbaum
- Elder
- Eller
- Ellhorn
- Echter Holunder
- Flieder
- Hollunder (Holl- under; Holle-under; Hel-under; usw)
- Hölder
- Holder
- Holderbusch
- Hollerbusch
- Holler, Höller
- Huskolder
- Keilken
- Kelkenbusch
- Kischke
- Percht
- Schwarzholder
- Schwarzer Holunder
englischer Name: Elder
Namensherskunft
Der Begriff Holunder leitet sich vom althochdeutschen Wort Holuntar ab.
Holun = hohl, heilig, günstig, gnädig
Tar = Baum, Strauch
Hol-Under, plattdeutsch: Mach mal Pause unter meinen Ästen (ich gebe dir Heilung, ich gebe dir Erholung). Der Strauch von Frau Holle, der Fee der Unterwelt.
Der lateinische Begriff Sambucus stammt womöglich von Sambuche ab = Holunder, Harfenspieler
Denn Sambucus ist ein Name für ein altgriechiches harfenähnliches Instrument, welches aus Holunderholz angefertigt wurde.
"Sambucus" kann ebenfalls aus dem Indogermanischen "Sabbucus" von "sab" "sap" kommen, was "Saft" bedeutet.
Während "hul" auch aus dem Indogermanischen stammt und "schwarz" und "der" und "Baum" bedeutet
Das Englische Wort Elder kommt vom angelsächsischen Aeld für "Feuer". Das kommt daher, dass man die hohlen Stiele des Holunder gerne zum Feuermachen verwendete.
Elder kann auch Ahnen oder Alten bedeuten.
Mythologie
Neben frühzeitigen Anwendungen, die auf realen Heilkräften der Pflanzen beruhten, schrieben unsere Vorfahren dem Holunder auch zahlreiche Wirkungen zu, die dem Aberglauben entsprangen.
Was bedeutet eigentlich Aberglauben? Laut Tim. V. Lindenau: Diejenigen, die meinten, dass sie Aber Glauben, obwohl der Glaube an sich verdrängt und verteufelt wurde. "Ich glaube aber!"
In den Holunder werden von verschiedenen Völkern ähnliche Märchen und Sagen erzählt.
Sie (Wesen der Pflanze) tritt in Erscheinung in unterschiedlichen Gestalten: als weise Frau, Heilerin, Jungfrau, als Wettergöttin, Hexe und als Verführerin.
"... einige nennen mich Mutter Holunder, andere nennen mich Dryade,
aber eigentlich heiße ich Erinnerung"
aus: Andersen, Christian Mutter Holunder und andere Märchen Beltz & Gelberg 1992
allgemein sagt man..
dass der Holunder mit seinen weißen Blüten im Frühsommer und den schwarzen Beeren im Spätsommer sehr an den Gegensätzen verbunden ist:
Die Blüten können ein segnendes Heilmittel sein während die rohen Blätter und Früchte giftig wirken.
Die Germanen sahen in den Holunder den Sitz der Fruchtbarkeits- und Schutzgöttin Freya.
Der Holunder weiht an erster Stelle die Frau Holle, welche die Erdgöttin ist oder auch bekannt als Symbol der weiblichen Kraft und der germanischen Muttergöttin. Außerdem mit der germanischen Göttin Holda in Verbindung zu bringen, die über Haus, Vieh, Hof, Mensch schützt, Wetter und Ernte bestimmt, somit die Macht über Leben und Tod hat.
Frau Holle, wie auch der Göttin Freya, wird nachgesagt, dass sie die Verbindung zum Wasser und zu Quellen haben.
Frau Holle also, die aus der Unterwelt. Die unterirdische Welt, die Höhlen sind ihr Zuhause. Dort unten hütet sie alles Leben: Sie pflegt Pflanzenkeime, sowohl auch Menschenseelen.
Außerdem beschert sie uns von dort unten gutes Wetter.
Doch ich hatte als Kind die Vorstellung von ihr, dass sie im Himmel ihre Bettlaken schüttelt, wodurch Schnee und Kälte in unserer Welt hervortritt. Diese bildliche Vorstellung entspringt jedoch der "Märchen" des Gebrüder Grimm. Als ich nochmal über das Märchen las, fand ich, dass sie im unterirdischen Lichthöhlen ihre Bettlaken schüttelt, was für uns vom Himmel kommt.
Die Kraft schöpft sie aus dem Inneren, was man im Himmel sehen kann.
Das zeigt, wie sehr eben die Pflanzen und Bäume dafür verantwortlich sind, welches Wetter herrscht.
Die Insel-Kelten brachten diese Pflanze mit der Göttin Morrighan in Verbindung.
Hol = Hel: laut nordischer Mythologie die Herrscherin der Unterwelt
erinnert an Hell, die Hölle.
Im Christlichen galt sie eben sehr den Himmel und die Hölle. Die Christen sagten dem Holunder nach, dass wenn man unter ihn betet oder Opfergaben gibt, dass man bestraft werden würde.
Doch wenn man sich den Strauch oder Baum persönlich anschaut und in sich fühlt, merkt man den freundlichen Pflanzengeist, der die Nähe zu Menschen sucht. Sein Wesen wirkt Großmütig, kräftig und besitzt Heilkraft.
Auch wird der Holunder mit Judas in Verbindung gebracht, der sich angeblich daran erhängt hat. Daher stammt der Name "Judasohr" für einen bekannten Speisepilz, der häufig am Holunder wächst. Dieser Pilz sieht aus, wie ein kleines Ohr und ist meist schwarz.
Es stellt außerdem dar:
Das Licht und den Schatten.
bzw das Leben und den Tod
Einerseits das Helle und Lichte, das Heilende, das neue Kraft und Leben schenkt, wie das Weiß seiner Blüten – zugleich aber auch das Dunkle, das Vergängliche, den Tod, wie das Schwarz seiner Beeren.
Womöglich durchleutet es alles Vergängliche, Tote, in einem lebendigen Organismus
Die Macht des Hollers war schließlich eine Macht über Leben und Tod: Junge Mädchen schüttelten am Thomas-Tag (3.Juli) einen Hollerbusch während des Abendläutens der Kirchenglocken kräftig durch. Die Richtung, aus der der erste Hund bellte, gab an, aus welcher Richtung der Bräutigam kommen würde.
Höllenhund?
So und auch anders nutzten Weiber dieses Kraut als Liebesorakel.
wenn ein Hollunderbusch in seinem eigenen Garten verdorrt, sagt es den Tod eines Familienmitglieds an.
Den Verstorbenen Familienmitgliedern brachte man Opfergaben unter dem Haus-Hollerbusch, wie in Form einer Schale Milch.
Ungeborene Seelen werden in die Physische Welt vom Holler geleitet, so wie Verstorbene in die Jenseitige Welt geführt werden, sodass sie nicht mehr dazwischen hängen.
So mancherorts wird heute noch behauptet, dass wenn ein Haus verlassen wird, an dem ein Hollunderbusch wächst, verdorrt, verkümmert er.
Wohl vor allem gilt ihm die Hierwelt und die Anderswelt.
die Grenze zwischen Mittel- und Unterwelt. Zwerge, Kobolde und andere gute Hausgeister haben durch den Holunder Zugang zum unterirdischen Lichtreich der Frau Holl
Während
In Dänemark lebt im Holunder die Hyldemoer, die Eldermutter, die Holunderfrau, und wer sich des Nachts unter einen Holler stellt, kann die Feenkönigin sehen. Andernorts muss man sich bei Sonnenuntergang zur Sommersonnwende unter den Holler begeben, um eben jene Feenkönigin zu erblicken.
Woanders steht, dass man dann den Elfenkönig mit all seinem Gefolge erblicken kann.
Wenn man unter einem Holler-Busch einschläft, läuft man Gefahr in der Anderswelt wiederaufzuwachen.
Während man in Deutschland darüber erzählt, dass Zwergen und kleine Wesen eng mit den Holunder verbunden sind. Ein mächtiger, ansehnlicher Baum verbunden mit kleinen Wesen scheint auch gegensätzlich.
Er stellt also ein Tor der Unterwelt dar, weshalb ihn nachgesagt wird, dass er negative Einflüsse von außen fernhalten kann. Negatives von Haus, Hof, Stall zieht er an und leitet es in die Erde ab.
Er lenkt die Aufmerksamkeit böser Geister auf sich, damit sie zu ihm wandern und an ihm entlang in die Unterwelt gleiten.
In Russland ist das altbekannt und wird weiterhin erzählt, dass der Holunder böse Geister fernhält.
Wegen des Schutzes der Pflanze bestatteten die Angelsachsen und die Friesen ihre Toten unter dem Baum, da es eben der Eingang zur Unterwelt darstellen soll.
Der Strauch ist allgemein eine Schutzpflanze, die gegen böse Geister und Dämonen wirkt. Vor Blitzschlag, wie auch Feuer, schwarze Magie und Hexen schützt.
Um Mutter und Kind zu segnen und vor Unheil zu bewahren, wurde die Nachgeburt (Plazenta) gerne unter Hollerbüschen vergraben.
Jedoch!
An Wiegen hatte Holunder meist nichts zu suchen, denn das könnte manche Gestalten dazu animieren, das Kind mitzunehmen.
Außerdem ist es eine Pflanze, die man während Beltan (Frühlingsanfang, 1. Mai) vorzugsweise anwendet, an Türen und Fenster hängt um schwarze Magie (verdrehte weiße Magie) abzuwehren.
Es ist ein traditionelles Kraut zum Sommersonnenwende. Denn wer Holunderkuchen aß, sprang angeblich am weitesten über das Sonnwendfeuer.
Er bietet Schutz für Singvögel und für uns vor Schlagenbissen und Mückenstichen, solange man sich unter dem Hollerbusch aufhält.
Vor allem Spinnerinnen und Weberinnen half der Holunder, so lehnt auch die Grimmschen Märchen, dass die Frau Holle gerne spinnt und webt. Denn diese Weiber waren lange in verschlossenen Räumen, wo sie in Ruhe Kleidung aufbereiteten. Der Holler gab ihnen die nötigen Nährstoffe!
Außerdem, Nebeninfo: Es ist wichtig, dass diese Frauen die Kleidung alleine zubereiteten, da es ein energetischer Akt ist, wo die Frauen an den Menschen dachten für den dieses Kleidungsstück ist. Sodass das Kleidungsstück dem Träger dann Schutz gibt und ein gutes Tragegefühl. Dies ist in der heutigen Zeit nicht mehr vorzufinden... Kleidung hat keine Bedeutung mehr. Die Nähte werden nicht mehr besonders handgefertigt und bestehen meist nur noch aus Plastik.
In Süddeutschland und Österreich brach man bei Sonnenuntergang drei Zweige vom Holunder und rief den Namen eines kranken Tieres. Diese Triebe hängte man über den Kamin und ließ sie trocknen. Wenn das Holz ganz trocken war, war auch das Vieh gesund.
Man hing die Wundverbände, Eiter, Nägel und Zähne Erkrankter an und in Holderbüsche, in der Hoffnung, dass der ungehemmte Wuchs das "Böse ausaugen", also die Krankheit, und in die Erde ableitete.
Auch schenkte man den Pflanzengeister Opfergaben, indem man sie unter den Busch stellt, in Form von Milch, Mehl (Brot oder Kuchen auch möglich) oder Bier.
Milch, da die Kuh ein Fruchtbarkeitssymbol ist. Solange diese gemolken werden will :3
und Mehl, da es heißt, dass das Getreide wieder zur Erde wird und damit die Böden fruchtbarer für die darauffolgenden Jahre.
Kinderlose Frauen umarmten Holundersträucher, um zu empfangen, von Zahnschmerzen Geplagte bissen auf einen Holunderzweig und glaubten, so die Schmerzen auf diesen zu übertragen. Holundertees sollten nur wirken, wenn man die Blüten vor Sonnenaufgang pflückte.
Man sagt ihm nach, dass wenn er sich von selbst in den Garten säht, dass es Glück bringt. Denn eigentlich wurde er nie gepflanzt, sondern er suchte sich selbst seinen Platz aus.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit den Holunder selbst anzusähen in der Hoffnung so die Verbindung zu erstellen.
In Irland zählt der Baum zu den heiligen Bäumen und man dürfe kein Ast brechen.
Viele Grundbesitzer scheuten sich davor den Holunder zu fällen, da ihm nachgesagt wird, dass in ihm die beschützenden Hausgeister, auch bekannt als Hausgötter, wohnen.
Eine alte deutsche Bauernweisheit sagt: „Willst du aus dem Leben scheiden, tue den Holunder schneiden“
Im 18. Jahrhundert baten die Menschen auf dem Land um Verzeihung, wenn sie einen Holunder absägten. Während britische Landsarbeiter sich sogar bis ins 20. Jahrhundert weigerten einen Holunder zu fällen, um kein Unglück auf sich zu ziehen.
Wolf Dieter Storl sagt in einem Video, dass wenn der Holunder zu groß wächst und z.B. den Eingang zu Hof und Stall vollwächst, dann solle man zu Vollmond den Holunder Opfergaben in Form von Milch oder Brot geben und sagen
"Frau Holle, gib mir von deinem Holz und ich werde dir geben von meinen, wenn sie im Walde wächst." oder "Holunder, Holunder, gebe mir dein Holz und ich werde dir meine Knochen geben, wenn ich tot bin." Ähnlich im Englischen: "Old Lady, give me your woods and i'll give you my bones when i am dead"
14 Tage drauf, zum Neumond, dürfe man ihn schneiden.
Da sich Hexen in Holunderzweig verwandeln sollten, durfte man Holunderholz nicht in Möbeln verarbeiten.
Dürfen oder nicht dürfen kam wahrscheinlich erst mit dem Christentum. Bevor solche Verbote in Taten umgesetzt wurden, war es normal dass das Holz des Hollers als Riegel für Ställe geschnitzt war.
Außerdem nutzte man das Holunder-Holz für rituelle Besen ("Hexenbesen"), da der Baum eben der "Großen Göttin" heilig war.
Diese Große Göttin ist den Indianern auch wohlbekannt, doch nicht unter dem Namen Frau Holle.
Die Griechen und Römer sahen im Holunder genauso den Sitz guter Geister. Man kannte ihn in der Antike bereits als Heilpflanze. Der griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) empfahl Holler als wassertreibendes Mittel und bezeichnete den Holunder als seinen Medizinschrank. Dioskurides (1. Jhd. n. u. Z.) setzte Holunderwurzeln gegen Wassersucht ein und legte die frischen Blätter auf Geschwüre.
Adam Lonicerus (1528-1586) betonte ebenfalls seine entwässernde Wirkung und nutzte ihn zudem, das Blut zu reinigen. Er sah in ihm ein Mittel gegen Augenerkrankungen und zittrige Hände.
Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) verabreichte seinen Patienten Gurgelwasser und Dampfbäder mit Holunder gegen Erkrankungen der Atemwege.
Unsere Vorfahren in der "Altsteinzeit" haben die Rinde als Entgiftungs- und Reinigungsmittel verwendet. Jedoch enthält sie Blausäure in größeren Mengen, weshalb heutzutage auf eine Selbstbehandlung verzichtet werden sollte.
Der Holunder ist also ein wesentlicher Bestandteil in der "Apotheke des Einödbauern" für den ein Arzt zu weit weg war. Dieses wirksame Heilmittel beruht auf lang erzählten und selbst ausprobierten Erfahrungen.
Ein weiteres Sprichwort sagt, dass man vor einem Hollerbuch den Hut ziehen sollte. oder auch: "Vor dem Holunder soll man sich verbeugen“. es lautet: "Vor dem Wacholder sollst du knien – vor dem Holler deinen Hute ziehn…"
um ihn eben respektvoll entgegen zu stehen.
weitere überlieferte Bauernweisheit:
Wenn der Holunder blüht, legen die Hühner weniger.
Wie der Holunder blüht, so blühen auch die Reben.
Wenn der Holler blüht, wird der Boden nicht trocken
Wenn der Holunder blüht, sind die Bienen müd'.
Blüht im Juni der Holler, wird die Liebe immer toller.
Wie der Hollunder blüht, Rebe auch und Lieb' erglüht. Blühen beid' im Vollmondschein, gibt's viel Glück und guten Wein.
ein altes Sprichwort sagt:
Holunder Stecken und Schwarzdorn Geäst – So wird es eine Umzäunung für die Ewigkeit.
Allgemein:
hilft uns Harmonie und ein inneres Gleichgewicht zu finden.
Seelisch wirkt der Holler besonders stimmungsaufhellend. Er weckt die Lebensgeister: Man lege sich einen Beutel mit getrockneten Holunderbeeren unter das Kopfkissen oder trug es bei sich, da es hilft bei seelischen Schwellensituationen (Krisen, Verluste,..) und um das Wohlbefinden bzw Gemüt zu stärken.
Die Blütenessenz des Hollers hilft zu neuer Vitalität und einem positiven Körpergefühl. Sie stellt eine Brücke zwischen Altem und Neuem her und wirkt so unterstützend in Schwellensituationen des Lebens.
Der Holunder ist ein Schwellenhüter, der die lichte Verbindung zu den Ahnen stärkt.
Für Ahnenrituale werden die getrockneten Blüten der Pflanze verräuchert, wie z.B. auch um die Verbindung zu Verstorbenen zu unterstützen, jedoch auch um die eigene Trauer zu bewältigen.
Der Holler gibt den Lebensrahmen und behütet die Lebensschwellen, verleiht Lebenskraft und unterstützt die Seele auf ihrer Reise.
Diese Pflanze ist stark dem Mond zugeordnet.
Außerdem hilft es Menschen, die auf dem Wurzelchakra Probleme haben. Der Holler erdet.
Auf dieser Seite kannst du eine kurze, süße (Kinder)Geschichte zum Holunder lesen
Über den Holler kann man noch gaaanz viele weitere Geschichten erzählen, womöglich mach ich dazu irgendwann mal noch ein Post, da es sonst den Rahmen sprengen würde, was es eh schon tut.
Inhaltsstoffe
- Ätherisches Öl mit relativ hohen Anteil freie Fettsäuren: Chlorogensäure, Triterpene, Gerbstoffe und Schleimstoffe
- Anthocyane
- Blausäure: erst ab über 80 Grad Celsius wird Blausäure abgetötet. dies ist notwendig, da sie zu Verdauungsprobleme führen kann. es ist als schwaches Gift eingestuft. Gezielt kann man es bei Erwachsenen als Abführmittel nutzen. in reifen Früchten ist weniger Blausäure als in Unreifen.
- Cholin
- Eisen
- Flavonoide (antioxidativ) (3,5%), das wichtigste davon: Rutin
- Glycoside
- Gerbstoffe
- Gerbsäure
- Kaliumsalzen (4-9%) (hoher Anteil in Blüten)
- Kaffeesäurederivate
- Mineralien
- organische Säuren
- Polyphenole
- Phytosterole
- Phenole (antioxidativ)
- Sesquiterpene
- Schleimstoffe
- Vitamin C
- Vitamine
- Vitamin C, E, K, Provitamin A und die B-Vitamine (v.a. in den Beeren)
- Zink (fördert männliche Potenz)
Für Leute, die mehr Zahlen wollen und Bestätigungen der Wissenschaft:
Wirkungen
- antioxidativ
- anregend
- antibakteriell
- auswurffördernd
- abführend (Wurzeln und Rinde volkstümlich)
- beruhigend
- blutreinigend
- blutstillend
- blutdrucksenkend (v.a. Saft aus Beeren)
- entgiftend
- entspannend
- entzündungshemmend
- erweichend
- harntreibend
- herzstärkend (v.a. Saft aus Beeren)
- kräftigend
- krampflösend
- nierenanregend (v.a. die Nieren)
- pilztötend
- schleimlösend
- schmerzstillend (Tee aus Blüten oder getrockneten Blättern)
- schweisstreibend (v.a. die Blüten) -> fiebersenkend
Anwendungsgebiete
Hauptanwendung: Erkältung
- Augenschwäche
- Ängsten (Tee aus Blüten vor Schlafengehen)
- Bluthochdruck
- Bronchitis
- Blutarmut, hilft gegen Eisenmangel und Vitaminmangel
- Darmreinigung (v.a. Saft aus Beeren)
- Depressionen (Tee aus Blüten vor dem Schlafengehen)
- Frostbeulen (zerquetschte frische Blätter auf die Stelle)
- Geschwüre (neu enthaltene Wirkstoffe entdeckt: N-Phenylpropanoyl-Laminosäureamide, die das Anheften des Bakteriums Helicobacter pylori an die Magenschleimhaut verhindern. Das Anheften dieses Bakteriums an die Magenschleimhaut ist die Hauptursache für die Entstehung von Magengeschwüren.)
- Gichtbeschwerden (Tee aus Blüten oder getrockneten Blättern)
- Halsschmerzen
- Heuschnupfen (Tee aus Blüten oder getrockneten Blättern)
- Husten
- Harnwegsentzündungen
- Hautinfektionen
- hohe Cholesterinwerte
- Immunschwäche (Saft aus Beeren)
- Ischiasschmerzen (Saft aus Beeren)
- Insektenstiche
- Knochenbeschwerden
- Muskelschmerzen
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Nervosität
- Nervenschmerzen (Saft aus Beeren)
- positive Wirkung auf Gefäßwände
- Rheuma (Tee aus Blüten oder getrockneten Blättern)
- Stress
- Schlafprobleme
- Schwitzkur (als Tee bei Fieber und Erkältung)
- Schwellungen
- Sehstörungen (Tee aus Blüten oder getrockneten Blättern)
- Unfruchtbarkeit
- Verbrennungen (zerquetschte frische Blätter auf die Stelle)
- Wadenkrämpfe
Auf dieser Seite könnt ihr die wissenschaftlichen Studien selbst nachlesen
Anwendungsbeispiele
- Abgekühlten Tee getrunkene Wattebauschen und dann auf Augenpartien getupft, kann müde und überanstrengte Augen erfrischen
- Bäder aus Wurzeln
- Deos, z.B. hier
- Färbemittel für Leder, Stoffe und Haare mit schwarzen Beeren
- Holunderbeersaft
- Hugo, also ein alkoholisches Getränk
- Holunderwasser
- Hautlotions
- Likör
- Mus
- Räucherungen: "Lass los" für einen Neubeginn z.B. zu Wintersonnwende oder bei Veränderungen; dafür benutzt man getrocknete Rinde
- Sirup
- Suppe
- Tinktur, z.B. äußerliche Anwendung bei Wundheilung
- traditionelle boirische Pfannkuchen hier (hab ich auch schon gemacht)
- Umschläge aus Wurzeln
verwendete Pflanzenteile
- Blüten
- Beeren
Damals in Volksmedizin:
- Blüten
- Blätter
- Rinde
- Früchte
Alles außer Blüten werden jedoch erst benutzt, nachdem sie es bei 80 Grad erhitzt haben, wie z.B. das Grüne der Pflanze und Rohe Beeren, die Blausäure freisetzen.
Merkmale
- Wuchseigenschaften: wächst besonders gut auf Wasseradern, anspruchslos, winterhart
- Wuchsart: Sträucher oder kleine Bäume
- Wuchshöhe: 7 m
- Alter: bis zu 20 Jahre
- Boden: feucht, nährstoffreich
- Stängel: bis zu 25 cm dick, dann kann man es schon als Stamm bezeichnen.
- Blätter: unpaarig gefiedert
- Blüten: wachsen bis zu 30 cm große Dolden, weiß, Einzelblüten besitzen 5 Kronblätter
- Früchte: rund, erst grün und bei der Reife schwarz
Fundorte
- Wegränder
- Waldränder
- Hecken
- Gärten
- sonnig
Sammelhinweise:
Erntezeit: ab April - Juli für Blüten, September - Oktober für Früchte
Trocknung: zur längeren Aufbewahrung kann man die Blütendolden auch trocknen um sie im Winter auch verwenden zu können.
Dazu legt man sie auf einen Backpapier und wendet sie öfters, sodass sie nicht zum Schimmeln anfangen. Ich habe sie in meine Kartonhochhäuser gelegt, so dass die Dolden sich nicht gegenseitig berühren.
Die Blüten fallen ab oder man hilft mit, sodass die grünen Pflanzenteile wieder zurück in die Natur können. Denn ich will nur die getrockneten Blüten ;)Nebenwirkungen:Allgemein kann man sagen, dass wenn man den Konsum übertreibt und übermäßig dosiert, dass es zu Reizungen im Magen-Darm-Trakt führen kann, da es das Immunsystem aktiviert.
Geschwächte Menschen können darauf leichter reagieren als Menschen, die sich schon länger wieder auf die Natur eingestimmt hat.
Außerdem kann Holunder die Wirkung von Medikamenten abschwächen.
Eine Wirkung bei Schwangeren und stillenden Frauen ist unbekannt. Es sind zwar bisher keine Nebenwirkungen bekannt, doch es wurde auch in diesem Gebiet nicht ausreichend erforscht.
Ich hab mir auch einiges gesammelt, da hier an fast jeder Ecke ein Hollerbusch wächst und von niemanden verwendet wird.
Darf mich nur nicht vom Bauern erwischen lassen ^^
Verwechlungsgefahr !
- Roter Holunder
- Zwerg-Holunder (sehr giftig)
- Doldenblütengewächse
Also:
"Husch, Husch, Husch, schnell unter den Hollerbusch!"
(weiteres Sprichwort)
Quelle:
t.me/kerstintenn
t.me/vaterlaendischer_weiberbund
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Wolf Dieter Storl auf yt:
1 2 3
Sooo dieser Beitrag ist super lang geworden.. Falls jemand Fehler entdeckt oder was anzumerken hat, lass es mich gerne wissen ! :)
Mit besten Grüßen,
charlissy