Sagt man nicht, dass wenn einem eine Pflanze so vor die Nase kommt, im eigenen Garten aufgeht, dann Braucht man sie?
Ja, mir gefällt der Spruch auch wirklich sehr und hört sich für mich auch plausibel an, wenn man bedenkt, was für Pflanzen direkt unter dem Fenster wachsen. Während ich auch schon darauf hingewiesen wurde, dass wenn ich so etwas sage, es sehr esoterisch, egozentrisch und überzogen sei, den Menschen in das Mittelfeld zu ziehen und dass alles um ihn dreht. Und, dass man ja eh nur das sieht mit dem man sich beschäftigt; während ich mich ja anfangs gar nicht damit beschäftigt habe und auch neue Pflanzen, wie das Hirtentäschel, gar nicht als Augenmerk habe bis ich sie ja dann sehe und mich dann erst damit beschäftige. Ich denke, das ist abhängig vom Weltbild und ich sehe den Menschen schon als ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen Unbewussten und Bewussten, zwischen den Wirken der Naturkräfte und was wir in unserer Realität schaffen. Und bin demzufolge auch davon überzeugt, dass wenn wir Menschen die Pflanzen in uns aufnehmen, dass die Pflanzen durch unseren Körper als Medium in Wirkung kommen können, also mit in der Realität wirken können. Wie ein bisschen ein göttlicher Funken in uns, der durch Pflanzen aktiviert und explosionsartig entfalten kann.
Interessant, ich hätte nicht gedacht, dass es etwas gibt, was du noch nicht kanntest, weil du schon so viel über Heilpflanzen geschrieben hast.
Neeee, ich probier mich da Schritt für Schritt selbst ran zu tasten. Ich war auch bisher noch nie auf einen Gesundheitskongress, oder Kräuterwanderungen, oder sonst was. Und auch als ich Ende 2024 einen Beitrag über Große Kapuzinerkresse gemacht habe, war das 2 Tage nachdem ich es kennengelernt habe. Und da wurde ich auch von alten Bekannten, die Bauern waren, etwas verpönt, dass ich so etwas nicht kenne und gar nicht wüsste, wie man mit der Natur umgehen würde... während ich in der Stadt aufgewachsen bin und mir ja auch wirklich Mühe gebe :D'
Yep, das Scharbockskraut hat den Gundermann, Knoblauchsrauke und ein paar andere als Verwechlunsgefahren. Allerdings sind die genannten kein Problem, da sie selbst Heilpflanzen sind. Das Haselwurz ist eine Gefahr und auch ein Doppelgänger, den man absolut nicht konsumieren sollte. Wobei jedoch das Scharbockskraut ab der Blüte bereits giftig ist, doch vor der Blüte genossen werden kann! und auch sehr viel Vitamin C enthält.
Auf dem ersten Bild würde man meinen, man könne das Scharbockskraut noch verzehren. Doch auf dem 2. Bild erkennt man 3 Blüten, was das Kraut giftig macht.
Sumpfdotterblume hatte ich absolut gar nicht auf dem Schirm. Meiner Meinung nach sind die Blütenblätter der Sumpfdotterblume breiter als die des Scharbockskrauts. Und halt auf den Standort achten: Ersteres wächst im Sumpf, feuchten Gebieten, und Scharbockskraut unter Sträuchern und Bäumen.
Ich mach mir meine Beiträge auch so, dass sie übersichtlich für mich sind und ich sie für mich selbst betrachten kann, denn wenn ich ein Kraut 1-2 Jahre selbst nicht sehe, brauche ich auch unbedingt Nachholbedarf zmd was die Verwechslungsgefahren anbelangt.
Im Bärlauch- Beitrag habe ich auch die kleinen Unterschiede Ende des Beitrags aufgeführt. Ich kann dich auch sehr gut verstehen: Ich muss auch praktisch die Kräuter im Wald sehen anstatt nur Theorie zu lesen :D
Bzgl Bärlauch habe ich auch bereits im vorherigen Jahr oder davor auch gelesen, dass selbst Bärlauch Produkte, die hergestellt wurden aus handgelesenen Bärlauch auch absolut keine Garantie ist, dass es nur Bärlauch ist. Deswegen gab es auch einen Rückruf des Produkts, weil es Aronstab oder Herbstzeitlose mit drinnen hatte. Deswegen immer nur auf sich selbst verlassen!
Und da stimme ich dir zu: In voller Hast und Wahn gesund sein zu wollen, greifen manche ausversehen mal daneben.
Auch ist mir wichtig zu wissen, welche Kräuter in welcher Periode meines Lebens ich nutzen kann: Denn z.B während der Schwangerschaft muss ich auch wirklich darauf achten, was ich einnehme, ansonsten können wehenfördernde Kräuter eine Fehlgeburt auslösen. Oder wenn ich stille, dann brauche ich milchbildungsförderndes Kraut und keines, welches die Milch hemmt. Und vor allem in diesem Lebensabschnitt gibt es kontroverse Diskussionen, welche Kräuter du anwenden kannst und welche nicht. Bsp: Himbeerblätter und Brombeerblätter werden dauernd verwechselt. Oder es wird zur Argumentation herangezogen, dass es abhängig davon ist, inwieweit dein Körper bereits auf Kräuter gewöhnt ist und keinen zu starke Entgiftung von 3 Blättern Gundermann ankurbelt.
Auch wird mega die Angst gemacht wegen des Fuchsbandwurmes. Oder auch, dass in jeder Pflanze auch eine geringe Dosis von giftigen Stoffen drin sind, wie bspw. Alkaloide oder auch Oxalsäure. Während dann gleichzeitig bei anderen Pflanzen die Alkaloide als heilfördernd gelten, und Oxalsäure auch immer entsteht, wenn man etwas kocht. Deswegen ist es für mich manchmal auch schwierig direkt für mich zu sagen, ob die Pflanze mir gut tut oder nicht. Ich hab bspw noch mega viel Vergissmeinnicht und wollte es fermentieren, während mir andere ausdrücklich davon abraten, doch in alten Kräuterbüchern es tatsächlich als Nahrung genutzt wurde. Da bin ich mir auch immer noch unsicher!
Ich denke an Kräutern wird es mir niemals ausgehen !! Weil es gibt auch noch Länder, wie z.B. Brasilien, die eine enorme Biodiversität haben und ich dann das Gefühl bekomme niemals genug von Pflanzen kennen zu können. Das ist schon eine so richtige Lebensaufgabe alle Pflanzen kennenzulernen und was darüber erzählen zu können! Und dann kann man ja noch soooo viel damit machen: ganz viele verschiedene Darreichungsformen, oder auch im Garten sie verschieden nebeneinander hocken, dass sie in eine Symbiose miteinander gehen. Oder auch irgendwann vielleicht mal selbst besondere Pflanzenarten züchten (davon träume ich).
Danke vielmals für deine Anerkennung :) Liebe Grüße zurück und einen guten Schwung in die neue Woche.
RE: Kräuterkunde: Hirtentäschel - Capsella bursa-pastoris