Nach all der Arbeit in den eigenen vier Wänden in der letzten Woche, musste ich mich mal wieder etwas länger an der frischen Luft aufhalten als es sonst der Fall ist. Um der Verfettung ein Schnippchen zu schlagen, war Bewegung gefragt. Aber nicht irgendwo, sondern am schönen Plöner See. Also genau genommen am großen Plöner See.
Mir begegneten vielleicht zehn Personen in der ganzen Zeit. Das Wasser war nicht übermäßig aktiv aber auch nicht ruhig und es klatschten immer wieder kleine Wellen ans Ufer. Das war eigentlich alles was zu hören war. Wasser, nur Wasser.
Sind nicht viele Bilder geworden, die ich in den zwei stunden gemacht habe. Aber ich hoffe, das Feeling kommt dennoch rüber. Es war windig und ich die Temperatur fühlte sich so nach 8 Grad an.
Alter Plöner Wasserturm. Scheint heute ein Wohngebäude zu sein. Cool. Hoffentlich haben die Herrschaften einen Fahrstuhl im Ziegelphallus.
Update: Kurz nachgeschlagen bei Wikipedia. Die haben tatsächlich einen Fahrstuhl!
Der Wasserturm wurde 1913 nach den Plänen des Bremer Ingenieurs Carl Franke errichtet. Nach seiner Stilllegung im Jahr 1974 sollte er zunächst abgebrochen werden, gehörte dann aber 1977 zu den ersten industriekulturellen bzw. technischen Denkmälern, die in Schleswig-Holstein unter Denkmalschutz gestellt wurden.
Der Wasserturm ist 42,5 m hoch, sein eiserner Wasserbehälter fasst 150 m³ und gehört konstruktiv dem sogenannten Typ Intze 1 an.
Die Schleswag, die 1972 die Plöner Wasserversorgung übernommen hatte, stellte 1976 einen Abbruchantrag für den Turm. Diesem wurde jedoch nicht stattgegeben, denn es regte sich heftiger Widerstand in der Bevölkerung, der vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein unterstützt wurde. 1977 wurde der Wasserturm unter Denkmalschutz gestellt und anschließend von der Schleswag saniert.
1985 ließ ein Ehepaar nach Plänen eines ortsansässigen Architekten eine Wohnung in den Turm einbauen, nachdem das Energieversorgungsunternehmen Schleswag den Turm kostenlos übergeben hatte. Die Wohnung befindet sich über dem dritten Obergeschoss. Sie hat fünf übereinanderliegende Ebenen. Wohn- und Arbeitsbereich sind im ehemaligen Wasserbehälter untergebracht. Die Diele, das Bad und das Schlafzimmer befinden sich im Schaft des Turms. Ein Fahrstuhl führt vom Eingang in die 22 m höher gelegene Eingangsdiele, von dort aus führen Treppen in die oberen Geschosse.
Derartige Stadtbotschaften nehme ich immer gern mit. Aber hier haben die Aufkleberproduzenten eindeutig übertrieben. Nicht jeder bzw. die ganze Welt hasst die Polizei. Alle Polizisten z.B. hassen nicht die Polizei. Aber für soviel Differenzierung war vermutlich kein Platz.
Die Hanffreunde hassen auf jeden Fall die Polizei.
Versuch eines halben Panorama-Bildes.
Das Plöner Schloss. Gehört der Familie Fielmann seit einigen Jahren und beherbergt eine Optikerschule.
Hier war jemand gut zu vögeln.
Nach zwei Stunden gaffen, frischer Luft und 11.000 Schritt war´s dann genug. Ist ein schönes Fleckchen Erde. Wer mal hier oben in Schleswig-Holstein ist, der sollte einen Abstecher nach Plön machen.