Hallo liebe Community,
Ich muss mir auf diesem Weg einfach mal den Frust von der Seele schreiben (reden ??)...
Es sind nun mittlerweile ein paar Wochen Homeschooling vergangen...In dieser Zeit bemerke ich immer mehr, dass es in der Familie immer öfters zu erhöhten Spannungen kommt...Ich bin zwar noch in der glücklichen Lage, arbeiten gehen zu dürfen, aber komme abends nach Feierabend immer mit gemischten Gefühlen nach Hause und merke schon bei der Begrüßung, dass enorme Spannung in der Luft liegt...Wenn ich dann nur eine falsche Frage in einem falschen Ton formuliere, ist es oft genug, dass das Fass schon überläuft...Täglich sitzen die Kinder weit bis in die Nachmittagsstunden noch an den zu erledigenden Aufgaben...Meine Frau und ich (Meine Frau arbeitet zurzeit im Homeoffice) versuchen täglich zu analysieren, warum der sogenannte "Distanzunterricht" nicht wirklich funktionieren kann...
Neben den alltäglichen Sorgen, dass wieder einmal die Anzeige "Error" erscheint und Kinder damit kämpfen, überhaupt in Videokonferenzen (wenn denn dann mal eine stattfindet...) reinzukommen, gilt es als Mutter erst einmal den Schulalltag der Kinder zu ordnen/organisieren. Wir haben das Gefühl, dass versucht wird, versäumten Stoff jetzt als "komprimiertes" (was immer noch nicht heißt, dass es wenig wäre) Hausaufgabenpaket nachzuholen...Natürlich wieder alles zu Lasten der Eltern und Kinder...
Es ist nicht selten, dass meine Kinder 8-10 Stunden am Tag mit dem Thema Schule beschäftigt sind und es viel zu kurz kommt noch irgendeiner Freizeitaktivitäten nachzugehen...Ach halt...ich hab für einen kurzen Moment vergessen, dass man zur Zeit ja sowieso nichts darf...Doch, man könnte ja wenigstens eine Runde um den Block gehen, um ein bisschen frische Luft zu tanken...aber bei so einem Stundenkontingent, unmöglich! Ich glaube, dass in Sachen Homeschooling von seitens der Politik mit den Lehrern und den Eltern zu wenig kommuniziert wird, dass, wenn es Probleme gibt, diese viel schneller aus der Welt geräumt werden könnten. Gäbe es für alles klare Konzepte und jeder hätte zumindest technisch gesehen die gleichen Voraussetzungen, wäre, wie ich glaube, schonmal ein erster Schritt in Richtung annähernd funktionierendem Homeschooling gemacht...
So da wäre noch die Arbeit meiner Frau, die auch noch irgendwie zu erledigen ist...Ich weiß nicht wie lange dieser Zustand familiär noch aushaltbar ist, bis es ernsthafte Schäden hinterlässt...
Ich weiß nicht wie das in anderen Familien ist. Vielleicht ergeht es euch ähnlich...schreibt mir vielleicht mal in die Kommentare, wie es euch so ergeht...
Ich glaube auch noch nicht daran, dass sich Mitte Februar eine Besserung in Sachen Homeschooling eintritt und ich sehe auch kein noch so kleines Licht am Ende des Tunnels...Ich bin auch seitens der Politik gespannt wie und wann wir endlich mal wieder Lockerungen erfahren dürfen...(Ich müsste unbedingt mal wieder zum Friseur, wer noch ?? Oder mal wieder nen Bierchen mit Freunden trinken, oder was auch immer...)Ich hoffe für uns alle, dass wir nicht seelisch auf der Strecke bleiben...
Mein Fazit des Ganzen:
Wird es überhaupt noch mal ein "normales" Leben nach Corona, so wie es früher einmal war (und ich muss ehrlich sagen, dass es ein sehr schönes Leben war) irgendwann wieder geben ???
Ich habe so viele Fragen im Kopf und so viel Wut und Frust im Bauch, dass es nun Zeit wurde hier mal mein Frust abzubauen und meine Gedanken mit euch zu teilen...
Wie schon erwähnt, würde ich mich wirklich freuen, wenn auch von euch ein paar die Gedanken mit mir teilen würden...Also macht's Gut und viel Kraft und Durchhaltevermögen in dieser schwierigen Zeit.
Und Danke fürs Lesen...Das Rauslassen hat echt gut getan ;)
Hier hab ich noch einen ganz passenden Spruch gefunden:
Und damit verabschiede ich mich von euch für heute.