Hallo Liebe Hive Community,
Wie versprochen kommt heute der 2 Teil von meinem Urlaub in Italien mit meiner Godwaschwoche in Piemont. Im ersten Teil ging es hauptsächlich um den Urlaub am Meer auf dem Campingplatz Cavallino.
Hier nochmal der Link dazu.
@golddiggernrw/cavallino-und-piemont-2019-teil
Ich starte mit der Ankunft in der Unterkunft in Biella.
Castello La Rocchetta
(In, einem Schloss des 15. Jahrhunderts untergebracht ist schon echt klasse! Das Hotel Castello La Rocchetta bietet seine Gäste in ein einzigartiges und charmantes Ambiente. Die Zimmer sind, wie ihr seht, individuell in freundlichen Farben gestaltet und sehr sauber)
Tag 1
Als wir am Nachmittag ankamen, haben wir erst mal unser Apartment begutachtet und waren durchaus zufrieden. Eine echt schöne, große und gemütliche Wohnung. Für meine / unsere Zwecke mehr wie ausrechnend. Dem anderen gefiel es auch um länger besser als der Bungalow auf dem Campingplatz. Also erst mal auspacken und etwas Essen. Dann hab ich mir meine Prospektion Ausrüstung geschnappt und bin dann schon mal einige Stunden einige Stellen anschauen gefahren, die ich mir im Vorfeld herausgesucht hatte. Durch die lange Hitzewelle war das Flussbett an vielen Stellen trocken und man hatte nicht die Möglichkeit, Proben zu nehmen oder nur mit großem Aufwand. Aus diesem Grund habe ich dann, kurz bevor es dunkel wurde, beschlossen, zu meiner Familie in die Unterkunft zurück zufahren.
Tag 2
Nachdem ich mir am Vortag schon mal einen kleinen Überblick verschafft habe, ging es am nächsten Tag dann mit der Prospektion weiter. Ich bin dann weiter die diversen Stellen, die ich mir herausgesucht habe abgefahren, um dort Testungen vorzunehmen. Ich wollte ja den Nachweis erbringen, ob dieser Flussabschnitt Oberhaupt Gold fuhrt.
An einigen Stellen konnte ich den Goldnachweis erbringen, nur leider war es nicht so, wie ich erhofft hatte. Ich muss dazu sagen, ich hatte bis dato keine Erfahrung mit Bächen, weil ich bis dahin hauptsächlich ein Rheingoldwäscher war. Nichtsdestotrotz habe ich mich weiter flussaufwärts bewegt und immer wieder Probepfanne genommen, aber die Ausbeute wurde nicht besser, so gegen 18 Uhr beschloss ich dann zu meiner Unterkunft zurückzufahren. Zu Hause habe ich dann die Probe in Ruhe ausgewertet und konnte mir dann eine Stelle zum Surfen auf Google markieren.
(Das ist das Gold aus meinen Testpfannen, nicht alles, aber der größte Teil!)
Tag 3
An diesem Tag habe ich meine Prospektion mit einem Ausflug zu den alten Römern Lagerstätten und dem Goldwaschmuseum (Museo dell’Oro e della Bessa) begonnen, es war beeindruckend zu sehen, was die früher mit einfachen Mitteln erreicht haben.
Die Abraumhalden waren einfach riesig wie auf den Bildern zu sehen.
Ich habe mich im Umkreis dann auf die Suche gemacht. Nach vielen Kilometern und vielen Testpfannen konnte ich dann doch zwei Stellen finden, wo ich mich, wo ich mich die nächsten Tage ein wenig breitmachen konnte. Gegen 19 Uhr bin ich dann wieder in Richtung Unterkunft gefahren, auf dem Weg habe ich mir dann noch was zu essen besorgt, weil meine Frau mir geschrieben hat, sie waren auch essen und ich sollte mir was mitbringen. Im Schloss angekommen habe ich dann noch gegessen, mich fertiggemacht und bin dann ins Bett gefallen. Am nächsten Tag hieß es ja wieder früh raus.
Tag 4
heute ist auf Masse schürfen angesagt also ab zur Stelle. Erst mal in Ruhe ankommen. Dann hieß es ausladen, bevor es dann an den Dammbau ging, um meine Goldwaschrinne zu setzen. Ich musste schnell feststellen, dass der Unterschied von Schürfen in einem Bach zu schürfen, mit einem Highbänker am Rhein völlig verschiedene Welten sind. Wo man am Rhein einfach nur den Highbänker mit Material befüllen muss, ist die Situation an einem Bach meistens eine völlig andere. Hier können größere Steine den Weg zu Material blockieren. Was das Schürfen oft sehr anstrengend macht, erst recht, wenn man es nicht gewohnt ist. Nach guten 7 Stunden war dann für mich auch Schicht im Schacht. Mein Rücken macht sich so langsam bemerkbar und ich war mit dem Tag bis dahin auch sehr zufrieden. Also hieß es einpacken und ab zur Unterkunft. Dort angekommen, habe ich dann einen clean out gemacht, indem ich mein gesammeltes Material mit der Pfanne ausgewaschen habe. Tages Ergebnis waren dann 0.827 Gramm
Tag 5
An dem Tag bin ich ein wenig später losgefahren, ich wollte mal ausschlafen, anschließend mit meiner Familie frühstücken. Nachdem wir nach dem Frühstück noch Kleinigkeiten besprochen haben, bin ich danach los, als ich jedoch an meiner Stelle ankam, musste ich verdutzt feststellen, dass heimische Goldschürfer an meinem Loch bedienen. Nach einem kurzen Austausch in gebrochenem Englisch habe ich mich dann zu einer neuen Stelle begeben. Dort hieß es dann wieder alles auf Anfang. Damm bauen, Rinne setzten und Material bewegen. Auch am Tag habe ich nicht länger als 7 Std geschafft. Also einpacken und heim, die Abenddämmerung setze schon ein. Zu Hause habe ich den restlichen Abend mit der Familie verbracht.
Tag 6
Heute ging es wieder früh los, gegen 7 Uhr war ich an meiner Schürfstelle. Diesmal nur nicht alleine, der Rest der Familie wollte mal mit und ab und zu mal ein wenig ans Wasser zu kommen. Für mich war das der Start Schuss für Rinne ins Wasser und losgeht es. Heute hatte ich mir noch mal einiges vorgenommen, ich wollte doch noch was Größeres finden. Nach 9 Std war dann Schluss für heute. Ich war fertig mit der Welt, wollte nur noch duschen, was essen und einfach nur schlafen. Meine Frau hatte einen üblen Sonnenbrand! Sie war ein wenig sauer, weil es so lange ging, ;-) ;-) Das mit dem duschen hat noch geklappt bis ich dann irgendwann auf der Couch eingepennt bin
Tag 7
Als früh morgens der Wecker klingelte, dachte ich mir nur heute bleibst du noch was im Bett. Ich war immer noch gerädert von den Tagen davor. Ich habe erst mal in Ruhe ausgeschlafen, dann gefrühstückt, anschließend habe ich mir das Material von den zwei Tagen davor vorgenommen und ganz in ruhe mit der Pfanne ausgewaschen. Gegen Mittag kam dann auch der Rest zurück, sie wollten mit dem Auto bisschen weiter weg! Ich war dann mit dem ganzen auswasch von dem gesammelten Material durch und ich konnte meine Ausbeute, die ich bis dahin zusammen hatte, wiegen.
Ergebnis 2,106 Gramm
Anschließend habe ich mich dann auf dem Weg ins Hochgebirge begeben und dort vor Ort auch noch einige Steins Proben zu sammeln und Testungen vorzunehmen. Schnell musste ich feststellen, dass der Zugang dorthin sich schwieriger gestaltet als erwartet. Alle Markierungen, die ich mir vorab gesetzt hatte, konnte man nicht benutzen, da die meisten Wege versperrt waren. Ich habe dann beschlossen, mein Auto im Tal stehen zu lassen, ein Rucksack mit genug zu trinken, einzupacken und mich einfach zu Fuß auf den Weg zu machen. Der Aufstieg war mühsam, immer wieder habe ich Testpfannen genommen, auch 2 -3-mal eben die Rinne gesetzt und was tiefer prospektiert.
(Schöne große Findlinge, dort konnte ich dann die ersten Testpfannen nehmen, jedoch ohne erfolg. Ich denke, dass ich hier tiefer gehen müsste, um an die Goldlinie zu gelangen. Wenn nicht sogar der Findling alles blockiert).
Also ging es weiter den Gipfel entgegen. Ich habe immer wieder Pfannen genommen oder die Rinne gesetzt, ab und zu verirrte sich ein Flitter dazwischen aber alles nicht der Rede wert
Nach gut 3 stunde habe ich ne kleine trink und Essen pause eingelegt, um neue Kraft zusammen, der Ausblick war einfach herrlich, die einzigen Geräusche, die man hörte, war das tobende Wasser und die ganzen Tiere.
(Perfekt)
Nach meiner Pause habe ich mich dann weiter flussaufwärts bewegt immer wieder musste ich Umwege in kauf nehmen da es durch den Fluss einfach nicht möglich war
Irgendwann habe ich dann eine Stelle gefunden, wo ich meine Rinne gesetzt habe und dort noch ein wenig die Tiefe prospektiert habe. Ich habe einfach an einem dingen Stein ein ca 1 Meter tiefes loch gebuddelt und siehe da, das größte auf dem Trip.
Das Ergebnis von der Prospektion im Hochgebirge belief sich auf insgesamt noch mal 0,147 Gramm, das größte wie auf dem Bild zu sehen ist, hab ich mal einzeln gewogen. Gegen 17 Uhr habe ich mich dann langsam wieder Richtung Tal begeben, immer wieder bin ich auf tolle Ecken gestoßen, wo ich auf jeden fall noch mal hinmuss. Nach ca 2,5 stunden war ich endlich am Auto und auch total fertig. Ich wollte nur noch nach Hause.
Tag 8
Heut hieß es für mich und meine Familie alles zusammen packen, noch mal schön Frühstücken, bevor es dann wieder Richtung Deutschland geht. Ich war immer noch so fertig und hatte Glück dass meine Mutter die längste Zeit der Rückfahrt gefahren ist, sodass ich noch ein wenig schlafen konnte. Für die Rückfahrt benötigten wir 14 Stunden, obwohl wir den gleichen Weg genommen haben wie auf der Hinfahrt nur mit viel weniger Verkehr. Trotzdem waren wir alle froh, als wir nach der Tortur zu Hause angekommen sind. Ich hatte riesig Spaß auf meinem Trip und würde es immer wieder machen. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig mitnehmen auf meiner Reise und es hat euch gefallen.
Ich hoffe, dass euch dieser Artikel wieder gefällt und ihr mir für mehr folgt. Alle Bilder wurden mit meinem Mobiltelefon oder einer Actioncam aufgenommen.
LG