RØDECaster Video vs. ATEM Mini
Zwei Wege, ein Ziel — welcher ist deiner?
Blackmagic hat auf der NAB 2026 eine spannende Neuigkeit präsentiert: Das iPhone lässt sich jetzt als vollwertige Studiokamera in einen ATEM Mini einbinden — mit Tally, Farbsteuerung und Broadcast-Workflow über ein einziges HDMI-Kabel.
Ich finde das technisch beeindruckend. Aber es hat mich auch dazu gebracht, nochmal grundsätzlich über die Frage nachzudenken:
ATEM Mini oder RØDECaster Video — was macht eigentlich mehr Sinn?
Ich nutze im Hauptcast Studio Berlin den RØDECaster Video. Und ich erkläre gleich warum. Aber zuerst die ehrliche Einordnung.

Was der ATEM Mini besser kann
Blackmagic hat ein geschlossenes Ökosystem aufgebaut, das wirklich tief integriert ist. Wer DaVinci Resolve nutzt, wer mit Blackmagic-Kameras arbeitet, wer jetzt das iPhone als Zusatzkamera einbinden will — der profitiert von dieser engen Verzahnung.
Die neue iPhone-Integration ist ein gutes Beispiel: Das funktioniert nur, weil ATEM, ProDock und Blackmagic Camera App alle aus einer Hand kommen.
Für reine Video-Switcher-Aufgaben, für komplexere Multi-Kamera-Produktionen und für Profis, die tief in Post-Production eingebunden sind, ist das ATEM-Ökosystem schwer zu schlagen.
Warum ich auf den RØDECaster Video gesetzt habe
Wir produzieren im Studio primär Podcasts und Videocasts für B2B-Kunden. Audio ist bei uns keine Nebensache — Audio ist das Produkt.
Der RØDECaster Video ist im Kern ein Audio-First-Gerät, das Video richtig ernst nimmt:
- Zwei Neutrik-Combo-Preamps mit 76 dB Gain
- APHEX-DSP direkt im Gerät
- Kompressor, Noise Gate, De-Esser — ohne externe Audiokette
Was mich überzeugt hat: Weniger Geräte, weniger Fehlerquellen, weniger Einrichtungsaufwand. Ein Gerät für Audio und Video.
Das ist bei B2B-Kunden-Sessions Gold wert — der Gast kommt, setzt sich hin, wir produzieren. Kein Setup-Chaos.
Die ehrliche Einschränkung
Was der RØDECaster Video (noch) nicht kann: die tiefe Kamera-Fernsteuerung, wie Blackmagic sie gerade mit dem iPhone demonstriert. Wer sein iPhone als gesteuerte Studiokamera einbinden will, braucht dafür den ATEM-Weg.
Außerdem: Wer XML-basierte ISO-Aufnahmen für direkten NLE-Import braucht, ist beim ATEM besser aufgehoben.
Mein Fazit
Beide Geräte sind stark — aber sie lösen unterschiedliche Probleme.
| RØDECaster Video | ATEM Mini | |
|---|---|---|
| Stärke | Audio + Video in einem | Tiefe Systemintegration |
| Ideal für | Podcast- & Videocast-Studios | Video-Produktionen im Blackmagic-Ökosystem |
| iPhone-Integration | Nein | Ja (neu, NAB 2026) |
| ISO-Recording + NLE-Import | Eingeschränkt | Ja (XML-Export) |
Für Podcast- und Videocast-Studios wie unseres: RØDECaster Video.
Für reine Video-Produktionen mit Blackmagic-Ökosystem: ATEM Mini.
Was nutzt ihr in euren Studios — und warum? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. 👇
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