Game Boy Modding: Schluss mit ausgelaufenen Batterien
Game Boy Modding: No More Leaking Batteries
Deutsch
Der Umbau vom Game Boy geht weiter. Und es gibt ein Thema, das bei diesen kleinen Retro-Konsolen oft unterschätzt wird, bis es einen irgendwann richtig erwischt: Batterien.
Der klassische DMG-01 läuft mit vier AA-Batterien. Das war damals völlig normal, heute wirkt es fast schon wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Denn AA-Batterien haben zwei Probleme, die bei einem Umbau richtig unangenehm werden können: Sie sind nicht besonders ausdauernd, wenn moderne Mods mehr Strom ziehen, und sie können auslaufen.
Und das Auslaufen ist kein kleiner Schönheitsfehler, sondern im schlimmsten Fall ein echter Konsolen-Killer. Das Zeug, das aus einer alten oder tiefentladenen Batterie austritt, kriecht regelrecht über Metallflächen. Erst sieht man vielleicht nur etwas Weißliches oder Grünspan am Kontakt, aber darunter passiert schon das Entscheidende: Die Kontakte verlieren Leitfähigkeit, es entstehen Übergangswiderstände und damit Spannungsabfälle.
Wenn es dumm läuft, bleibt es nicht im Batteriefach. Die Flüssigkeit kann sich ihren Weg weiter suchen und dann wird es fies, denn dann geht es an die Elektronik. Korrosion kann Lötstellen angreifen, Leiterbahnen beschädigen und sogar unter Bauteile wandern, wo man sie kaum sieht. Das Ergebnis sind Fehler, die sich wie Geister anfühlen: Mal startet er, mal nicht. Mal flackert das Bild, mal gibt es Reset-Schleifen. Und gerade bei einem Display-Umbau ist das kritisch, weil moderne Displays eine stabile Stromversorgung brauchen. Was bei Original-Hardware „noch irgendwie ging“, reicht dann nicht mehr.
Genau deshalb habe ich mich für ein Akkupack entschieden. Statt ständig AA-Batterien zu kaufen und zu entsorgen, setze ich auf eine Lösung, die ich einfach per USB-C wieder aufladen kann.
Hier sieht man den Einbau des Akkupacks beziehungsweise des Boards im Batteriefach. Das ist für mich nicht nur praktischer, sondern fühlt sich auch nach einem modernen Upgrade an, das zu den anderen Mods passt.
Und dann kam der Teil, den ich an solchen Projekten fast am meisten liebe: die Batterieklappe. Natürlich könnte man eine fertige Klappe mit USB-Ausschnitt kaufen. Aber ganz ehrlich: Wenn man einen Rechner und einen 3D-Drucker hat, dann juckt es in den Fingern.
Also habe ich die originale Klappe am PC erweitert, so dass der USB-C-Anschluss hinten sauber zugänglich ist. Kein Gefrickel, keine provisorische Öffnung, sondern so, dass es am Ende auch ordentlich aussieht.
Das Ergebnis ist genau mein Ding: Ich habe Geld gespart, ich habe die Lösung an meinen Umbau angepasst, und ich hatte dabei richtig Spaß. Und das ist für mich der Kern von Retro-Modding: Nicht nur Teile kaufen und zusammenschrauben, sondern selber tüfteln, selber lernen und am Ende sagen können: Das ist meine Lösung.
Zum Schluss interessiert mich eure Erfahrung: Hattet ihr schon mal ein Retro-Gerät, das durch ausgelaufene Batterien Schaden genommen hat? Und wie löst ihr das heute? Bleibt ihr bei AA, oder seid ihr inzwischen auch auf Akkupacks umgestiegen?
Danke, dass du bis hier gelesen hast. Der Umbau geht weiter, Schritt für Schritt.
English
The Game Boy project continues. And there is one topic that many people underestimate with retro handhelds until it hits them hard: batteries.
The classic DMG-01 runs on four AA batteries. That was normal back then, but today it feels like a relic from another era. AA batteries come with two major issues, especially when you start modern upgrades: they are not great when power-hungry mods are installed, and they can leak.
And leaking is not just cosmetic. In the worst case, it can kill the console. The electrolyte that leaks out of old or deeply discharged batteries creeps across metal surfaces. At first you might only notice white residue or corrosion on the contacts, but the real problem happens underneath: contacts lose conductivity, resistance increases, and you get voltage drops.
If you are unlucky, it does not stay inside the battery compartment. The leakage can travel further and then it becomes nasty, because it can reach the electronics. Corrosion can attack solder joints, damage traces, and creep under components where you cannot even see it easily. That is when you get “ghost problems”: sometimes it boots, sometimes it does not. The screen flickers, the system resets, or everything becomes unstable. With a display upgrade this is even more critical, because modern screens need stable power. What used to be “good enough” for the stock hardware is no longer enough.
That is why I decided to go with a rechargeable battery pack. Instead of constantly buying and throwing away AA cells, I now use a solution that can be charged via USB-C.
Here you can see the battery pack board installed inside the battery bay. For me, it is not only more practical, it also feels like the right kind of modern upgrade.
And then came the part I enjoy the most: the battery door. Sure, I could have bought a ready-made door with a USB cutout. But if you have a computer and a 3D printer, you know what happens next.
So I modified the original door on my PC to make the USB-C port accessible cleanly from the outside. No ugly hacks, no temporary holes, but a proper solution that actually looks like it belongs.
This is exactly my style: I saved money, I tailored it to my build, and I had a lot of fun doing it. That is what retro modding is about for me: not just buying parts, but tinkering, learning, and ending up with a solution you can truly call your own.
One last question: Have you ever had a retro device damaged by leaking batteries? And how do you handle power today? Do you still use AA cells, or have you switched to rechargeable packs as well?
Thanks for reading. The build continues, step by step.
Dein Hornet on Tour
Your Hornet on Tour
Instagram: hornet_on_tour
Photo: Hornet on Tour
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)