Zu dem Zensurproblem ein witziges Detail aus unserer Lokalzeitung, der Gmünder Tagespost vom 5. März. Die Sprecherin des Kreisfrauenrats schlägt allen Ernstes vor:
»mit russisch-stämmigen Nachbarn, Kollegen, Freunden über die derzeitige Situation zu reden und sie zu bitten, ihre Kontakte nach Russland zu nutzen, die dortige Bevölkerung zu informieren wie die Ursachen und der Verlauf des Krieges hier im Westen gesehen werden« ... im Idealfall informieren die »besser-informierten« wiederum ihre Freunde usw., sodass im Idealfell »eine immer breitere Schicht der Bevölkerung Russlands besser« informiert sei.
Der Gedanke, dass sich die »russisch-stämmigen Nachbarn« umgekehrt auch bei Ihren Verbindungen in Russland informieren könnten, um uns dann in Deutschland Informationen zukommen zu lassen, die unsere Mainstream-Medien unterschlagen, liegt dem Kreisfrauenrat wie so vielen selbstverständlich fern.
Ich schaue zwar nie fern (hab gar keinen Fernseher), aber die Artikel auf dem deutschen Webauftritt von Russia Today habe ich als kleinen Ausgleich immer ganz gerne gelesen. Insbesondere was Corona oder interne Machenschaften in der deutschen Politik betrifft, waren diese Artikel oft sehr erhellend. Der Webauftritt ist weiterhin erreichbar unter »de.rt.com«, wenn man VPN verwendet, z.B. mithilfe der kostenlosen Versinn von ProtonVPN. Oder, noch ein ganz anderer Tipp: Wer Tails hat, kann sich völlig ungeschoren im gesamten Internet bewegen.
RE: Feindsender