Erster Brandenburger Digitaltag – ein Weckruf für die kommunale KI-Transformation
Nach gefühlten 20 Minuten Parkplatzsuche rund um den Veranstaltungsort in Königs Wusterhausen kam ich leicht verspätet zum ersten Brandenburger Digitaltag an. Die Überraschung: Der Saal war restlos überfüllt. Nur noch Stehplätze am Rand waren verfügbar. Doch nach der packenden Keynote von Justizminister Dr. Benjamin Grimm zum Thema „Einfach, souverän, bürgernah: gemeinsam Digitalisierung in Brandenburg voranbringen” war das schnell vergessen. Die Energie im Raum war spürbar – Brandenburg meint es ernst mit der digitalen Transformation.
KI-Anwendungen: Von der Theorie zur kommunalen Praxis
Besonders die KI-Sessions haben mich mitgenommen und bestätigt, dass wir mit SKILLY more.than.ai genau die richtigen Themen adressieren. Mehrere Workshops haben konkrete Use Cases vorgestellt, die 1:1 zu unserer Beratungsarbeit passen:
KI-Lösungen für smarte Kommunen (Roman Soike vom MIL Brandenburg & Dorian Zwanzig von InNoWest): Hier wurde die Pilotierung einer Wohngeld-KI vorgestellt – ein perfektes Beispiel dafür, wie KI repetitive Verwaltungsprozesse automatisieren kann. Die Diskussion, auf welche anderen Prozesse sich dieser Ansatz übertragen lässt, hat gezeigt: Das Potenzial ist riesig, die Bereitschaft zum Umdenken wächst.
Die parallele Session zu KI-Chatbots für Kommunen hat die Teilnehmenden sogar live eigene Chatbots erstellen lassen – pragmatisch, hands-on, genau so muss KI-Enablement funktionieren.
Nachhaltige KI in der Praxis (Hanno Müller vom KI-Servicezentrum am HPI): Recherchieren, transkribieren, analysieren – mit offenen Tools, lokal, datensicher und kostenfrei. Genau diese Art von niedrigschwelligen, souveränen KI-Lösungen brauchen Kommunen und mittelständische Unternehmen. Die Botschaft: Man braucht keine Millionenbudgets, um mit KI anzufangen.
Souveräne KI für Brandenburg (Dirk Ullmann, FSAS Technologies): Generative KI On-Premise betreiben in Zeiten der Cloud-Abhängigkeit – ein Thema, das auch bei unseren SKILLY-Beratungen immer wieder aufkommt. Datenschutz, Souveränität, Unabhängigkeit: Das sind die zentralen Fragen, wenn es um KI-Implementierung in der öffentlichen Hand geht.
Low Code und Prozessautomatisierung
Ein weiterer roter Faden zog sich durch die Low-Code-Sessions: Kommunen können mit modernen Tools schnell und ohne tiefe Programmierkenntnisse digitale Lösungen umsetzen. Besonders spannend:
- Grundsteuermessbescheide ohne IT-Kenntnisse automatisieren (Sebastian Daume, YNEO.ai)
- Von Low Code zu No Code – wie Verwaltungen Altanwendungen souverän ablösen können
- Low Code, High Impact – die bundesweite Corona-Wirtschaftshilfe-Plattform entstand in nur 10 Wochen auf Basis von Pega
Das zeigt: Digitalisierung muss nicht Jahre dauern. Mit den richtigen Tools und der richtigen Beratung geht es deutlich schneller.
Netzwerken, Wiedersehen, neue Kontakte
Mindestens genauso wertvoll wie die Inhalte waren die Begegnungen. Sinan Arslan und Martina Huster nach Jahren wiederzusehen – großartig! Und neue Kontakte wie Sabine Nowagk kennenzulernen, zeigt einmal mehr: Digitalisierung funktioniert nicht allein durch Technik, sondern durch Vernetzung, Austausch und gemeinsames Vorankommen.
Die interkommunale Zusammenarbeit war ebenfalls ein Leitthema – sei es durch das Netzwerk Smart-Region Brandenburg oder durch Workshops zur gemeinsamen Nutzung digitaler Infrastrukturen. Die Botschaft: Kommunen müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern können voneinander lernen und Lösungen nachnutzen.
Was ich mitnehme
Der Brandenburger Digitaltag hat gezeigt: Die Themen, die wir bei SKILLY more.than.ai bearbeiten – KI-Readiness, Prozessautomatisierung, pragmatische Use Cases, Souveränität – sind genau das, was Brandenburger Kommunen und mittelständische Unternehmen jetzt brauchen. Die Bereitschaft ist da, das Bewusstsein wächst, jetzt geht es um die Umsetzung.
Und genau hier setzen wir an: Mit unserem 5-Stufen-Modell zur KI-Transformation, praxisnahen Workshops und konkreten Implementierungsstrategien helfen wir Organisationen, den Schritt von der Strategie zur Praxis zu gehen.
Danke an die Organisatoren für diesen gelungenen Auftakt. Ich bin mir sicher: Das war nicht der letzte Brandenburger Digitaltag, den ich besucht habe. Brandenburg denkt digital – und wir sind mittendrin.
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