Ich bin mir nicht sicher ob der Aberglaube das Schwalben am Haus Glück bringen allgemein verbreitet ist, oder ob es sich hierbei um ein typisch portugiesisches Phänomen handelt.
Zumindest ist der angeblich Glück bringende Tritt in die Hundescheiße, hier nicht verbreitet.
Ist auch schwer nachvollziehbar, das man sich, wenn man in seinen Flip Flops versehentlich in einen dicken Hundehaufen latscht, die Kacke daraufhin durch die Fußzehen quillt, sich in irgendeiner Form vom Glück berührt fühlt.
Auch bei den gefiederten, vermeintlichen Glücksbringern hege ich da spätestens seit heute Morgen meine Zweifel.
Unter dem Vordach meiner Behausung haben sich zwei Schwalben Pärchen eingerichtet, zwei liebevoll gestaltete Nester, eines direkt über der Eingangstür, ein anderes über dem Eingang der kleinen Abstellkammer auf der Terrasse, in der sich auch das Hundefutter befindet.
Das Exemplar über der Haustür hatte ich ein wenig präpariert in dem ich ein Brett darunter schraubte, welches den Schiss von oben ein wenig eindämmen sollte, denn es nervt ganz einfach, jedes mal wenn man ins Haus eintreten möchte erst einmal einen Ausfallschritt machen zu müssen, um nicht in die Scheiße zu treten.
Dieses Prinzip hat sich bewährt und das was noch am Boden ankommt ist durchaus überschaubar und leicht zu umgehen.
Ganz anders verhält es sich mit dem Nest über der Abstellkammer.
Dort versäumte ich das veredeln der Brutstätte der kleinen Segler und der Unterschied zum präparierten Nest fällt deutlich ins Auge.
Hätte ich heute früh die Augen mal besser aufgehalten, als ich Bob dem Hund sein Futter geben wollte.
Wohl noch etwas unkonzentriert durch mein momentanes Leiden aufgrund der " Beulenpest " im Gesicht, stolzierte ich gewagten Schrittes in Pantoffeln, die mit einer glatten Gummisohle beschichtet sind, auf die Kammer zu.
Plötzlich riss es mir das rechte Bein nach vorne weg, ungewollt ging ich kurz in einen Spagat bevor ich auf dem Boden aufschlug und mich in mitten der Schwalbenscheiße wiederfand.
Fröhliches zwitschern erreichte mein Ohr und die gefiederten Freunde flatterten unterm Vordach herum als wollten sie mir applaudieren.
Bob sah mich etwas ungeduldig an, wollte er doch sein Frühstück haben und zeigte keinerlei Verständnis für mein lautes Fluchen, was wiederum mein Liebchen vor die Tür lockte.
Sichtlich amüsiert und laut lachend betrachtete sie ihr Häufchen Elend, was sich da gerade versuchte vom Boden aufzurappeln, verschwand aber wieder blitzschnell im Haus, als sie wohl am wütenden Blick ihres Lieblings bemerkte, das dieser gerade nicht zu Späßchen aufgelegt ist.
Was für eine Scheiße, im wahrsten Sinne des Wortes und wenn die Woche schon so beginnt, möchte ich gar nicht wissen mit welch glücksbringenden Überraschungen sie wohl noch auffährt.
Zum Glück bin ich nicht abergläubisch. 😎
Euch wünsche ich einen glücklicheren Start in die Woche!
Ich gehe mich jetzt erst mal putzen und dann geht’s weiter mit …
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