So lange ich mich bewegen kann, muss sich niemand in meinem unmittelbaren Umfeld Sorgen machen.
Dieses Sprüchlein sage ich gerne auf, wenn mein Liebchen mal wieder sorgenvoll in die Zukunft blickt, da sie weiß, das wir auch im hohen Alter ganz auf uns alleine gestellt sind.
Keine nennenswerten Rücklagen, keine Rente und keine reiche Verwandtschaft die man beerben könnte.
So lange ich mich bewegen kann, kein Zweifel, alles im Griff.
Was aber wenn nicht?
Einen kleinen Vorgeschmack darauf, bekommen wir gerade mal wieder.
Beim Aufstehen aus der Hocke heraus, hat es plötzlich geknackt und nur mit Mühe und Not schleppte ich mich vom Garten ins Haus. Ein stechender Schmerz im unteren Rücken erlaubte praktisch keine Bewegung mehr und so warf mich mein Liebchen erstmal auf die Matte.
Rückenschonend liegend, gestreckt auf der Terrasse, kam mir die Idee für den Notfall.
Wenn ich uns selbst nicht mehr ernähren kann, der Acker plötzlich zur Herausforderung wird, dann brauche ich mehr Geld.
Aber wie stelle ich das an, ohne mich zu bewegen?
Ganz einfach, wir vermieten unsere Hütte im Sommer an Touristen, das brächte genug Kohle um übers Jahr zu kommen und wir betten uns so lange im Wohnwagen. Dort gibt es alles was man zum Leben braucht und Urlaubsstimmung käme auf.
Das Liebchen zeigte sich recht angetan von der Idee und würde am liebsten jetzt schon umräumen und ausziehen. Doch dafür ist es noch zu früh, denn bald stehe ich wieder auf den Beinen und schwinge die Hacke, zu groß ist die Angst im Hippiewagen zu verkümmern.
Bis dahin! 😎