Am Wochenende bin ich in aller Frühe mit dem Rad auf die Insel. Bei Minusgraden und Sonnenschein durchs Gelände zu brettern, macht schließlich gute Laune. Zu Beginn der Fahrt begleitet mich die Sonne und lässt den Frost glitzern. Es dauert ein wenig bis mein Körper vollständig aufgewacht ist und die Beine etwas Power in die Pedale pfeffern. Ein eisiger Wind weht mir in den Nacken und beschleunigt das Gravelbike auf knappe 30km/h. Ich muss jedoch immer wieder abbremsen, um solche Aufnahmen zu machen:
Schon bald überholt mich eine graue Wolkendecke und blockiert die Sonnenstrahlen. In Kombination mit dem Wind wird es schnell kühl, vor allem, wenn einem auf dem Rückweg der Wind ins Gesicht bläst. Schnell werden die Finger kalt und die Motivation, ordentlich in die Pedale zu treten, steigt :) Ich durchquere viele kleine Ortschaften, die wie ausgestorben wirken. Die karge Landschaft und das Grau verstärken jene Wirkung. Nichtsdestotrotz habe ich Spaß. Bis auf die Tatsache, dass ich meine Wasserflasche vergessen habe...
Nach etwa 60 Kilometern komme ich pünklich zum Frühstück. Der heiße Kaffee weckt Lebensgeister und der müde Körper generiert neue Energie. Der Kopf ist ruhig, die Gedanken verstummt. Eine kurze Phase der Stille. Als würde die Zeit stehen.
Jetzt kann der Tag beginnen!